Geprägt waren die vergangenen Handelstage insbesondere durch die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten als auch in Sachen Grönland. Zugleich mussten Anleger wichtige US-Preisdaten verarbeiten und sahen sich zudem mit dem Startschuss zur US-Berichtssaison konfrontiert.
DAX
Geopolitische Spannungen: Sorgen um Grönland und Iran
Gespannt blickten Anleger zudem immer wieder auf die dynamischen Entwicklungen zwischen den USA und Grönland bzw. der NATO. Der US-Präsident wolle Grönland übernehmen und verwies darauf, dass sich sonst China und Russland die Insel aneignen würden.
„Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben“, so die Regierungssprecherin Trumps, Karoline Leavitt, im Weißen Haus.
Die Unruhen im Iran dürften zudem nach wie vor eines der Unruhefaktoren am Markt darstellen. Seit Beginn der Massenproteste hatte der US-Präsident mehrfach mit einem Einsatz der USA gedroht. Die Vereinigten Staaten hatten jüngst ihre militärische Präsenz im Nahen Osten mit einem Flugzeugträger verstärkt.
Kernrate der US-Teuerung lässt etwas nach – Zinssenkungsfantasien im Blick
Neue US-Inflationsdaten könnten die Zinssenkungsfantasien der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) etwas begünstigt haben.
Die Kernrate der US-Inflation lag im Dezember bei 2,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) und damit unter den Erwartungen (2,7 Prozent), nach 2,6 Prozent im November. Die Verbraucherpreise inklusive der schwankungsanfälligen Bereiche Energie und Lebensmittel notierten im gleichen Zeitraum bei 2,7 Prozent und damit unverändert zum Vormonat. Erwartet wurde im Vorfeld durch Ökonomen ebenfalls eine Rate von 2,7 Prozent.
Ebenfalls auf Interesse stießen am Mittwoch die sogenannten US-Erzeugerpreise, welche mit 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat doppelt so stark anstiegen wie im Monat zuvor, allerdings so hoch wie erwartet.
Deutsche Wirtschaft wächst erstmals seit zwei Rezessionsjahren wieder
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr nach zwei Rezessionsjahren in Serie erstmals wieder gewachsen, wie am Donnerstag durch das Statistische Bundesamt veröffentlichte Daten zeigen. So stieg das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. „Das Wachstum ist vor allem auf die gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen“, hieß es von Präsidentin Ruth Brand.
Besagte Daten basieren allerdings auf vorläufigen Daten. Möglicherweise könnte sich die heimische Wirtschaft allmählich aus der Rezession herausarbeiten. Im Jahr 2024 lag das BIP bei -0,5 Prozent und im Jahr 2023 bei -0,9 Prozent. Ökonomen erwarten für das laufende Jahr ein Plus von rund einem Prozent.
US-Großbanken legen erste Zahlen vor
Traditionell haben die großen US-Banken die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten in dieser Woche eingeläutet.
JP Morgan Chase (ISIN: US46625H1005) beispielsweise wies im vergangenen Quartal allerdings einen geringeren Gewinn aus als noch im Jahr zuvor. So lag der Überschuss bei 13 Milliarden Dollar und damit eine Milliarde niedriger. Verwiesen dabei wurde auf die Sonderbelastung durch die Übernahme des Kreditkartengeschäfts von Apple.
JP Morgan Chase

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