Die vergangenen Handelstage waren insbesondere geprägt durch die mit Spannung erwartete Rede durch US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos und den erhofften Kommentaren zum Grönland-Konflikt. Auch aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders hatte es in Sachen US-Inflationsentwicklung neue Daten gegeben. Allmählich könnten sich Anleger dies- und jenseits des Atlantiks für den am kommenden Mittwochabend anstehenden Fed-Leitzinsentscheid warmlaufen.
DAX
Trump rudert in Sachen Grönland zurück – Zölle vorerst vom Tisch
Nach der Trump-Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatte der US-Präsident einen „Rahmen für eine künftige Vereinbarung“ in Bezug über die Sicherheit der Arktis verkündet. Bislang bleibt allerdings unklar, wie genau besagte Vereinbarung aussehen soll. Erleichtert dürften sich Anleger darüber gezeigt haben, dass Trump keine militärischen Mittel zur Übernahme Grönlands einsetzen wolle. Zudem sind die jüngst angekündigten Zölle gegen Deutschland und einige NATO-Verbündete vorerst vom Tisch. Trump hatte etwa mit Sonderzöllen in Höhe von 10 Prozent ab dem 1. Februar auf Importe in die USA gedroht.
ZEW-Index übertrifft Erwartungen deutlich
2026 könnte als Wendejahr für die Wirtschaft werden, so das in Mannheim ansässige ZEW-Institut. „Der ZEW-Index legt kräftig zu. 2026 könnte den Wendepunkt markieren“, hieß es von Präsident Achim Wambach.
Der am Dienstag veröffentlichte ZEW-Index war mit 59,6 Punkten deutlich besser ausgefallen als im Vorfeld erwartet (50 Punkte), nach 45,8 Zählern im Vormonat.
US-Wirtschaft wächst im dritten Quartal 2025 stärker als erwartet – „PCE-Deflator“ zieht wieder an
Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal 2025 stärker angezogen als bislang berichtet wurde. Laut Angaben des Handelsministeriums kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und damit stärker als im Vorfeld erwartet (4,3 Prozent). Auch das Handelsministerium hatte in einer ersten Schätzung ein Plus von 4,3 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal hatte das BIP bei 3,8 Prozent gelegen.
Auch das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß (Deflator für die persönlichen Konsumausgaben) fand am Donnerstagnachmittag Beachtung, welches um 2,8 Prozent (im Jahresvergleich) anzog, nach zuvor 2,70 Prozent.
Einkaufsmanager fallen hierzulande gemischt aus – Weitere Impulse auf US-Seite am Nachmittag denkbar
Die am Freitagvormittag veröffentlichten Einkaufsmanager (HCOB) zu den Bereichen Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und „Gesamt“ konnten für die Bundesrepublik Deutschland allesamt besser zulegen als erwartet. Für die Eurozone fielen die Pendants insgesamt gemischt aus.
Am Nachmittag (15:45 Uhr) folgen die Werte aus dem Hause S&P Global.
Netflix steigert Gewinn deutlich
In der Berichtssaison sorgten am Dienstag die veröffentlichten Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Netflix (ISIN: US64110L1061) für Aufsehen. Im vergangenen Quartal konnte der US-Streamingdienst seinen Gewinn deutlich steigern. So blieb ein Überschuss von 2,42 Milliarden Dollar und damit ca. 29 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 17,6 Prozent auf rund zwölf Milliarden Dollar an. Erstmals in der Historie wies das Unternehmen mehr als 325 Millionen Nutzer auf.
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