Geprägt waren die vergangenen Handelstage durch zahlreiche Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks. Neben dem Handelsstreit, welcher mittlerweile als Dauerbrenner fungiert, sorgte die laufende Berichtssaison immer wieder für wichtige Impulse. Ihre Blicke dürften Anleger abschließend auf die Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts legen.
Anleger setzten auf Entspannung im Zollstreit zwischen USA und China
Peking prüfe derzeit eigenen Angaben zufolge ein Angebot der US-Regierung über Fragen im Zollkonflikt. Laut eines Sprechers des chinesischen Handelsministeriums habe die US-Regierung zuletzt „bei vielen Gelegenheiten die Initiative ergriffen, um China über die zuständigen Stellen Informationen zu übermitteln“, hieß es. China hatte sich jüngst offen für Gespräche im Handelsstreit mit den USA gezeigt.
Laut der chinesischen Regierung bedarf es jedoch einer „Aufrichtigkeit“ der USA. Die Vereinigten Staaten sollen demnach „bereit sein, ihre falschen Praktiken zu korrigieren und einseitigen Zölle aufzuheben“, hieß es weiter.
ADP-Beschäftigungsdaten fallen deutlich schwächer aus als gedacht
Bereits zur Wochenmitte gaben die sogenannten ADP-Beschäftigungsdaten einen ersten Vorgeschmack auf die „Non-Farm Payrolls“ ab. Mit insgesamt 62.000 Einheiten konnten die im Vorfeld getätigten Erwartungen (155.000 Einheiten) nicht erfüllt werden. Besagte Werte können einen Vorgeschmack auf die heutige Publikation der „NFPs“ abgeben.
US-Wirtschaft bricht in Q1 2025 ein – Deutsche Inflation rückläufig
Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal 2025 stärker eingebrochen als erwartet. Hintergrund dafür war ein deutlicher Anstieg der US-amerikanischen Importe in den ersten drei Monaten. Auf das Jahr hochgerechnet ging die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft der Welt um 0,3 Prozent zurück, nach +2,4 Prozent im Vorquartal. Erwartet wurde im Vorfeld allerdings ein Wachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent.
Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgte auch die Entwicklung der deutschen Inflationsrate, welche ersten Schätzungen zufolge im April gefallen ist. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich durchschnittlich um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besagter Wert ist der niedrigste Stand seit Oktober 2024. Im März hatte die Teuerungsrate noch bei 2,2 Prozent gelegen. Von März bis April stiegen die Preise um 0,4 Prozent an.
EU-Inflation ebenfalls rückläufig, allerdings weniger stark als gedacht – US-Arbeitsmarktdaten runden Handelswoche ab
Bereits am heutigen Vormittag wurden zudem neue Verbraucherpreisdaten für die Eurozone publik. Im Euroraum lag der Preisdruck im April bei 2,2 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum März (per Jahresmonatsvergleich), wie die EU-Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Erwartet wurde im Vorfeld allerdings ein Rückgang auf 2,1 Prozent.
Im Fokus der Anleger stehen zum Wochenabschluss die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) um 14:30 Uhr, welche wichtige geldpolitische Signale abgeben könnten. Neben der separat ermittelten Arbeitslosenquote dürften auch die durchschnittlichen Stundenlöhne auf Interesse stoßen.
DAX
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Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView
Apple warnt vor Auswirkungen des Zollstreits
Angesichts der Zollpolitik Donald Trumps hat der iPhone-Hersteller Apple vor den Auswirkungen des Zollstreits und einer Konjunkturabkühlung gewarnt. Apple produziert über 90 Prozent seiner Produkte in China. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass es plane, die Produktion von iPhones nach Indien zu verlagern, um so die Auswirkungen des Handelskrieges zu minimieren.
Apple

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