Das Hin und Her im Nahostkonflikt hat Investoren dies- und jenseits des Atlantiks auch in den vergangenen Tagen verstärkt beschäftigt. Nachdem zu Wochenbeginn die Hoffnung auf einen zeitnahen Friedensdeal zwischen Washington und Teheran die Börsen beflügelte, sorgten in der zweiten Wochenhälfte angesichts wiederholter militärischer Eskalationen wiederholt Zweifel an der Tragfähigkeit eines möglichen Abkommens für Unsicherheit. Nun dürften die Börsen erneut auf den großen Wurf hoffen.
Während die Wall Street von Rekord zu Rekord eilte, ist DAX-Anlegern nach wie vor ein neues Allzeithoch verwehrt geblieben.
DAX

KI-Euphorie in den USA – Portalbericht über vorläufige Einigung zu Rahmenabkommen beflügelt
Von einer KI-getriebenen Euphorie ist am deutschen Aktienmarkt bislang weniger zu spüren, während sie an der Wall Street weiterhin für Rückenwind sorgt. Der Rekordfunke von der Wall Street springt auf den deutschen Aktienmarkt damit bis dato nur gedämpft über.
Ein handfester Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran im Iran-Konflikt ist Anlegern zudem verwehrt geblieben. Laut des Portals „Axios“, welches sich auf US-Beamte beruft, hätten Unterhändler aus den USA und dem Iran eine vorläufige Einigung zu einem sogenannten Rahmenabkommen erzielt, hieß es. Allerdings müssten US-Präsident Donald Trump als auch die iranische Führung noch zustimmen. So soll etwa die Waffenruhe verlängert werden. Die Einigung soll zudem einen uneingeschränkten Verkehr in der Straße von Hormus ohne Maut beinhalten.
Trotz der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg hatte es in den vergangenen Tagen erneut wechselseitige Angriffe gegeben, was Anleger irritiert haben dürfte.
US-Preisdaten weniger stark als gedacht – Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im April stärker gestiegen als gedacht
Die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben stieg um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit so stark wie erwartet, nach ebenfalls 3,5 Prozent zuvor. Gegenüber dem Vormonat verlangsamte sich der Preisdruck mit 0,2 Prozent allerdings, nach 0,3 Prozent im Vergleichsmonat.
Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter kletterten um 7,9 Prozent gegenüber dem Vormonat an, welche damit die Erwartungen von 3,5 Prozent deutlich übertrafen, nach zuvor 1,3 Prozent.
Iran-Krieg geht zulasten des BIP-Wachstums in den USA
Auch die BIP-Wachstumsrate sorgte wie erwartet für Beachtung. Eine zweite Schätzung ergab ein Anstieg gegenüber dem Vorquartal in Höhe von 1,6 Prozent (Erwartung: 2,0 Prozent), wie das US-Handelsministerium am Donnerstag berichtete. Begründet wurde die Korrektur durch die Behörde mit niedrigeren Investitionen sowie Konsumausgaben.
Die Handelswoche runden vorläufige Inflationsdaten aus der Bundesrepublik Deutschland am heutigen Freitagnachmittag ab (14:00 Uhr).
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