Im Fokus der vergangenen Handelstage stand abermals der Iran-Konflikt, welcher nach wie vor nicht beigelegt ist. Trotz zwischenzeitlicher Hoffnungsschimmer auf ein Friedensabkommen bleibt ein Ende des Nahostkonflikts nach wie vor aus.
Nahostkonflikt weiter im Fokus: Anleger hoffen auf Fortsetzung möglicher Friedensgespräche
Der Nahostkonflikt könnte Anleger weiterhin verstärkt umtreiben. Wie in den vergangenen Wochen sollten sich Marktteilnehmer auf eine mögliche Dynamik der Entwicklungen einstellen. Erst am vergangenen Wochenende waren die Gespräche über ein mögliches Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA in Pakistan ergebnislos geblieben.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag gegenüber Journalisten in Washington gesagt: „Es gibt eine sehr gute Chance, dass wir einen Deal erzielen.“ Dabei machte er allerdings keine näheren Angaben dazu.
Zudem habe der Iran laut Angaben von Trump zugestimmt, die eigenen Bestände von angereichertem Uran zu übergeben. Bereits am kommenden Mittwoch läuft die zehntägige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ab.
Anleger setzen darauf, dass die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zumindest vorerst Bestand hat oder sich im weiteren Verlauf sogar in eine verlängerte Phase politischer Entspannung entwickelt, die mittelfristig in ein tragfähiges Friedensabkommen münden könnte.
Die Marktteilnehmer handeln somit womöglich unter der Annahme, dass eine weitere Eskalation kurzfristig vermieden wird. Diese Erwartung stützt die Risikobereitschaft vieler Investoren, die geopolitische Risiken derzeit eher ausblenden als neu einpreisen. Der Markt preist derzeit ein Szenario der Deeskalation ein, aber dürfte nicht gegen eine plötzliche Neubewertung immun sein.
US-Erzeugerpreise steigen weniger stark an als gedacht – Chinesische Konjunkturdaten überwiegend besser als erwartet
Die US-Erzeugerpreise stiegen um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit deutlich weniger stark als im Vorfeld von Ökonomen geschätzt (1,1 Prozent), nach ebenfalls 0,5 Prozent im Vergleichszeitraum.
Im Reich der Mitte legte die BIP-Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5 Prozent zu und damit stärker als erwartet (4,8 Prozent), nach 4,5 Prozent im Zeitraum zuvor.
Auch die März-Industrieproduktion (gegenüber dem Vorjahresmonat) konnte die Erwartungen in Höhe von 5,5 Prozent mit 5,7 Prozent übertreffen (zuvor: 6,3 Prozent).
Allerdings stiegen die Einzelhandelsumsätze mit 1,7 Prozent weniger stark an als erwartet (2,3 Prozent), nach 2,8 Prozent im März 2025.
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