Vor dem mit Spannung erwarteten US-Jobbericht zeigen sich die Märkte in Habachtstellung. Anleger dürften die Arbeitsmarktdaten auf die Goldwaage legen und damit auf Herz und Nieren im Zusammenhang mit der US-Geldpolitik prüfen. Für Marktteilnehmer bleibt zum Wochenschluss die Erkenntnis bestehen, dass Altlasten in puncto Geopolitik und Geldpolitik vorschnell unter den Teppich gekehrt worden sind.
Auch wenn Anleger den Sorgencocktail aus geo- und geldpolitischen Unwägbarkeiten offensichtlich fürs Erste abschütteln haben können, dürfte Gemengelage fragil bleiben.
DAX

Iran-Krieg bleibt schwelend – Geopolitische Risiken reißen nicht ab
Auch die Entwicklungen im Iran-Konflikt haben Investoren in dieser Woche nicht losgelassen. Das US-Militär hatte erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen, woraufhin die Revolutionsgarden mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte reagieren. Der Nahostkonflikt bleibt damit ein Risiko, welches nach wie vor wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger schweben dürfte.
Deutsche Inflation niedriger als erwartet – ISM-Einkaufsmanager mit gemischten Signalen
Ersten Schätzungen zufolge lag die Teuerung in der Bundesrepublik Deutschland im August bei 2,9 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) und damit leicht unter den im Vorfeld getätigten Schätzungen (3,0 Prozent), nach 2,8 Prozent im Juli.
Der sogenannte ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe aus den USA lag indes mit 54,6 Punkten unter den Erwartungen (55,2 Punkte), nach 55,6 Einheiten im Vormonat.
Erste Hinweise auf die US-Arbeitsmarktdaten gaben am Dienstag die „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey) ab. Diese waren mit 7,271 Millionen offenen Stellen niedriger ausgefallen als gedacht (7,271 Millionen), nach zuvor 7,182 Millionen.
Das Pendant zum ISM-Index für den Servicesektor stieg indes mit 55,4 Zählern stärker an als erwartet (54,3 Punkte).
US-Arbeitsmarktdaten könnten mit über Wohl und Wehe entscheiden
Mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche könnten die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) entscheiden, welche heute Nachmittag für 14:30 Uhr erwartet werden. Schätzungen zufolge wird mit einem Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 56.000 Einheiten gerechnet (zuvor: -23.000). Die Arbeitslosenquote könnte folgerichtig bei 4,1 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat notieren.
Dow Jones Industrial Average Index




