Die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks stehen zunehmend im Schatten des mit Spannung erwarteten Börsengangs von SpaceX. Der für den 12. Juni 2026 geplante IPO könnte zum ersten großen Stresstest für die KI-Rally werden. Die Platzierung dürfte sich möglicherweise zum Gradmesser entwickeln, wie viel Risikokapital nach Jahren der KI- und Technologierally noch mobilisiert werden kann. Anleger könnten in den kommenden Handelstagen möglicherweise verstärkt bestehende Engagements überdenken, Risikokapital umschichten und zusätzliche Liquidität zurückhalten.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Zwischen geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten über den weiteren Kurs der Notenbanken fehlt vielen Investoren hierzulande ein verlässlicher Kompass. Am heutigen Freitagnachmittag warten zudem noch die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) auf Marktteilnehmer.
DAX

Iran-Konflikt bleibt nach wie vor ungelöst – Hoffnung auf Rahmenabkommen bleibt bestehen
Der geopolitische Konflikt zwischen dem Iran und den USA bleibt weiterhin ungelöst. In den vergangenen Tagen hatten beide Kriegsparteien trotz einer Waffenruhe zuletzt gegenseitige Angriffe gemeldet. Unklar bleibt, ob es tatsächlich zu dem erhofften „Rahmenabkommen“ kommt. In diesem Zusammenhang könnte die Konstellation weiterhin undurchsichtig bleiben, sodass der große Wurf womöglich noch auf sich warten lassen dürfte.
ISM-Index für US-Industrie trotz Iran-Krieg besser als erwartet – EU-Inflation auf höchsten Stand seit September 2023
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag mit 54 Zählern über den Erwartungen (53 Punkte) und damit auf dem höchsten Stand seit vier Jahren, nach zuletzt 52,7 Einheiten. Möglicherweise haben Unternehmen angesichts anziehender Preise und potenziellen Versorgungsengpässen wegen des Iran-Krieges Aufträge vorgezogen.
Die Eurozone-Inflation lag in einer ersten Schätzung laut Angaben des Statistikamtes Eurostat im Mai bei 3,2 Prozent und damit so hoch wie erwartet, nach bereits 3,0 Prozent im April. Gleichzeitig ist dies das höchste Niveau seit September 2023.
US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag im Blick – Anleger hoffen auf geldpolitische Impulse
Einen ersten Vorgeschmack auf die "NFPs" gaben am Dienstag bereits die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings for Labour an Turnover Survey), welche mit 7,618 Millionen offenen Stellen deutlich höher ausfielen als erwartet (6,88 Millionen).
Die am Mittwoch veröffentlichten ADP-Beschäftigungsdaten brachten ein Stellenplus für den privaten Sektor in Höhe von 122.000 Einheiten hervor, nach erwarteten 117.000 und revidierten 105.000 Einheiten aus dem Vormonat.
Folgerichtig warten Anleger mit Spannung auf die am heute Nachmittag anstehende geplante Veröffentlichung frischer US-Jobdaten (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 85.000 Einheiten, nachdem im April noch 115.000 neue Jobs geschaffen wurden. Die Arbeitslosenquote dürfte Schätzungen zufolge bei 4,3 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat verweilen.
Anleger versprechen sich in diesem Zusammenhang wichtige Erkenntnisse über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik. Ein starker US-Jobbericht könnte zulasten der allgemeinen Zinssenkungsfantasien gehen.
Dow Jones Industrial Average Index





