Ein Spannungsfeld aus geldpolitischen Unwägbarkeiten und Sorgen um zu hohe KI-Bewertungen hat Anleger in dieser Woche verstärkt umgetrieben. Nach Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Vorsitzenden bleibt vor allem die geldpolitische Unsicherheit in den USA ein Belastungsfaktor. Zudem sahen sich Investoren am Donnerstag mit dem EZB-Leitzinsentscheid konfrontiert, welcher allerdings keine Überraschungen mit sich brachte.
Wegen des mittlerweile beigelegten partiellen US-Regierungsstillstands fällt die ursprünglich für heute angedachte Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten allerdings aus.
DAX
Diskussionen rund um hohe KI-Bewertungen beschäftigen Anleger dies- und jenseits des Atlantiks
Anleger diskutieren nach wie vor, ob sich die hohen Investitionen in den Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI) am Ende des Tages auch auszahlen. Damit dürfte die KI-Thematik ein zweischneidiges Schwert bleiben. Auf der einen Seite könnte eine wieder aufkeimende Euphorie die Börsen immer wieder beflügeln – auf der Gegenseite allerdings auch für Enttäuschung sorgen und damit als klassisches Damoklesschwert fungieren.
ISM-Einkaufsmanager besser als gedacht – Eurozonen-Inflation sinkt auf 1,7 Prozent
In einer insgesamt aus Sicht des Wirtschaftskalenders überschaubaren Handelswoche sahen sich Anleger auf US-Seite zunächst am Montag mit dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe konfrontiert, welcher die Erwartungen mit 52,6 Einheiten hat deutlich übertreffen können (48,5 Punkte).
Erste Schätzungen zur Eurozonen-Inflation ergaben am Mittwoch eine Rate von 1,7 Prozent für den Monat Januar (gegenüber dem Vorjahresmonat), nach 2,0 Prozent im Dezember und 2,1 Prozent im November.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor fiel mit 53,8 Zählern etwas besser aus als gedacht (53,5 Punkte), nach ebenfalls 53,8 Einheiten im Monat zuvor.
Europäische Zentralbank tastet Leitzins nicht an – Einlagensatz verharrt bei 2,0 Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag wie erwartet zum fünften Mal in Serie das Leitzinsniveau unverändert gelassen. Damit verharrt der Einlagensatz weiterhin auf einem Niveau bei 2,0 Prozent. „Die Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses wird von der Datenlage abhängen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen“, so die Zentralbank über ihren Beschluss.
Veröffentlicht wurden die offenen Stellen am US-Arbeitsmarkt (JOLTs) mit etwas Verzögerung allerdings dann doch am Donnerstag. Diese waren mit 6,542 Millionen Einheiten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (7,2 Millionen), nach 6,928 Millionen im Vormonat.
Der offizielle US-Jobbericht (Non-Farm Payrolls) soll am kommenden Mittwoch um 14:30 Uhr publiziert werden, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.
Am heutigen Nachmittag gilt es allerdings noch die Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Uni Michigan im Auge zu behalten (16:00 Uhr).
Amazon kündigt Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar an
Amazon (ISIN: US0231351067) hatte am Donnerstag eine Ausweitung seiner Investitionen angekündigt. So wolle der Online-Händler im laufenden Jahr rund 200 Milliarden Dollar in den Bau von Rechenzentren als auch unter anderem in die Entwicklung von KI-Chips stecken.
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