Bullen und Bären gaben sich hierzulande als auch in den USA die Klinke in die Hand. Auf der einen Seite locken zwar weitere Rekordstände, andererseits bleiben die Risiken für eine überfällige Korrektur im Hinterkopf präsent. Dem Markt fehlte zuletzt die Kraft für den entscheidenden Ausbruch nach oben, was Investoren nervös stimmt. Geprägt waren die vergangenen Handelstage insbesondere durch die Sorge vor einem Platzen der KI-Blase. Auch die Berichtssaison hatte zumindest in Frankfurt am Main immer wieder für Impulse gesorgt.
DAX
Zinssenkungsfantasien bleiben getrübt – Anleger bewerten Chancen neu
Die Sorge vor sich eintrübenden Zinssenkungsfantasien in den Vereinigten Staaten hat Anleger wieder eingeholt. Trotz des jüngsten Zinsschritts in den USA in Höhe von 25 Basispunkten bleibt die Aussicht für einen weiteren Schritt in Höhe eines Viertelprozentpunkts gedämpft. Fed-Chef Jerome Powell hatte auf der jüngsten Fed-Notenbanksitzung klare Bekenntnisse für besagten Schritt vermissen lassen. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group liegt die Chance aktuell lediglich bei 67,1 Prozent für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf der Dezember-Sitzung. Dagegen stehen 32,9 Prozent für eine Zinspause.
Die Sorge rund um ein Platzen einer möglichen „KI-Blase“ respektive angesichts ambitionierter Kurshöhen hat Anleger zudem in dieser Woche wieder vorsichtiger gestimmt.
ISM-Index für verarbeitendes Gewerbe unter Erwartungen – ADP-Beschäftigungsdaten besser als gedacht
Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe fiel mit 48,7 Punkten schwächer aus als erwartet (49,5 Punkte), nach 49,1 Zählern im Vormonat.
Die sogenannten ADP-Beschäftigungsdaten gaben wichtige Hinweise über den Zustand des US-Jobmarkts ab. Mit 42.000 Einheiten lagen diese über den Schätzungen (32.000), nach -32.000 Einheiten im Vormonat (revidiert: -29.000 Einheiten).
Das Pendant für den Dienstleistungssektor (ISM-PMI) konnte am Mittwochnachmittag indes die Erwartungen (50,8 Punkte) mit 52,4 Einheiten übertreffen, nach 50 Zählern zuvor.
Last but not least sollten Anleger heute Nachmittag vorläufige Daten zur Verbraucherstimmung aus dem Hause Uni Michigan beachten (16:00 Uhr).
Continental weist Millionenverlust in Sommerquartal aus
Im Blick standen am Donnerstag etwa die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Continental (ISIN: DE0005439004). Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte der Finanzchef Roland Welzbacher, dass es zwar noch unklar sei, wie sich die weltweite Konjunktur entwickeln würde. „Aber irgendwann müssen wir aus dem Tal auch wieder herauskommen“, hieß es.
Im Sommerquartal wiesen die Hannoveraner einen Verlust von 756 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 485 Millionen Euro vor Jahresfrist.
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