Wie in den vergangenen Wochen zuvor blieb der geopolitische Rahmen das dominierende Thema. Der Iran-Konflikt sorgt weiterhin für erhebliche Unsicherheit und dürfte auch in der neuen Handelswoche über Wohl und Wehe an den Börsen entscheiden. Die Nervosität könnte zwar hoch, aber unter dem Strich kontrollierter bleiben. Viele Investoren haben sich möglicherweise an das Krisenrauschen gewöhnt. Allerdings könnten neue militärische Eskalationen die Risikobereitschaft schnell kippen lassen.
Neben den Notenbanksitzungen der Fed und EZB sorgte zudem die Berichtssaison zwischenzeitlich für Ablenkung.
DAX

GfK-Verbrauchervertrauen noch schlechter als gedacht – Deutsche Inflation legt zu
Das GfK-Verbrauchervertrauen fiel bereits zu Wochenbeginn mit -33,3 Punkten deutlich schlechter aus als erwartet (-29,5 Punkte), nach -28,1 Zählern im Vormonat.
Vorläufige Daten zur deutschen Inflation signalisierten zur Wochenmitte einen Anstieg. So lagen die Verbraucherpreise im April bei 2,9 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) und damit unter den Erwartungen (2,7 Prozent). Ökonomen hatten allerdings mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet.
US-Notenbank und Europäische Zentralbank lassen ihre Leitzinsniveaus unverändert
Wie erwartet hat der US-amerikanische Währungshüter das Leitzinsniveau bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent unverändert belassen. Allerdings wolle Jerome Powell auch nach dem planmäßigen Ende seiner Amtszeit, welches Mitte Mai ausläuft, im Vorstand der Fed bleiben. „Ich habe vor, mich in dieser Funktion zurückhaltend zu verhalten“, so Powell.
Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat den für Banken und Sparer bedeutenden Einlagenzins wie erwartet bei 2,0 Prozent belassen und damit zum siebten Mal in Serie nicht an den Zinsschrauben gedreht. Vielmehr wolle die EZB abwarten, bis mehr Daten zu den Folgen aus dem Iran-Krieg vorliegen.
Deutsche Wirtschaft wächst stärker als gedacht – ISM-Index im Blick
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres überraschend um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen, wie das Statistische Bundesamt in einer Schätzung am Donnerstag mitteilte. Hintergrund dafür sei ein Anstieg der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie der Exporte, hieß es.
Am Freitag gilt es in den USA last but not least den ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Blick zu behalten (16:00 Uhr).
Zudem berichtet Berkshire Hathaway B (ISIN: US0846707026) über die Ergebnisse des letzten Geschäftsquartals. Feiertagsbedingt bleiben die Börsenpforten in Frankfurt am Main (Tag der Arbeit) allerdings geschlossen.
Dow Jones Industrial Average Index

Apple präsentiert Rekordquartal
Zahlreiche Unternehmen hatten in den vergangenen Handelstagen zudem ihre Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals vorgelegt. In den Reihen Apples (ISIN: US0378331005) kletterte der Gewinn im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf 29,58 Milliarden US-Dollar. „Wir haben in einem März-Quartal einen Rekordumsatz erzielt“, so Tim Cook.
Allerdings rechne man mit „erheblich“ höheren Kosten für sogenannte Speicher im aktuellen Quartal.
Apple Aktie





