Die vergangenen Handelstage standen zusehends im Zeichen der Veröffentlichung neuer US-Jobdaten und der laufenden Berichtssaison in Frankfurt am Main.
Im Fokus der Anleger stehen am heutigen Nachmittag insbesondere die US-Inflationsdaten, welche geldpolitische Impulse hervorbringen könnten.
DAX
Nahostkonflikt als mögliches Damoklesschwert für die Märkte
Für Diskussionen sorgten in dieser Woche zudem auch die geopolitischen Entwicklungen im Nahostkonflikt. Nach einem Treffen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu sprach sich US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge für eine Fortführung der Atomverhandlungen mit dem Iran aus.
US-Einzelhandelsumsätze stagnieren vor dem Jahreswechsel – NFPs robuster als gedacht
Die US-Einzelhandelsumsätze sorgten am Dienstag für Aufsehen. So stagnierten die Umsätze im US-Einzelhandel vor dem Jahreswechsel. Erwartet wurde im Vorfeld ein Plus von 0,4 Prozent (gegenüber dem Vormonat), nach 0,6 Prozent im Vergleichszeitraum zuvor.
Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) brachte am Mittwoch für den Monat Januar insgesamt 130.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft hervor. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Plus von lediglich 70.000 Einheiten gerechnet, nach 48.000 Jobs (revidiert) im Dezember.
Auch die separat ermittelte Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent zurück. Erwartet wurde ein Status quo in Höhe von 4,4 Prozent.
Weitere Schätzung zum EU-BIP bestätigt – US-Teuerung könnte sinken
Bereits heute Vormittag wurden zudem zweite Schätzungen zum EU-Bruttoinlandsprodukt publik. So stieg das BIP von Oktober bis Dezember um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit wurde die vorherige Schätzung von Ende Januar bestätigt.
Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft hatte Ende 2025 ebenfalls um 0,3 Prozent zugelegt.
Mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche dürften nun die US-Inflationsdaten entscheiden (14:30 Uhr). Wenn es nach Fachleuten geht, könnte der Preisdruck (im Vergleich zum Vorjahresmonat) bei 2,5 Prozent gelegen haben und damit deutlich unter dem Vormonatswert (2,7 Prozent).
Die für die US-Notenbank bedeutende Kernrate der Teuerung könnte Schätzungen zufolge im gleichen Zeitraum bei 2,5 Prozent notiert haben (zuvor: 2,6 Prozent).
Gewinn von Mercedes-Benz bricht um fast die Hälfte ein
Der Gewinn in den Reihen des Autobauers Mercedes-Benz (ISIN: DE007100000) ist im letzten Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Gegenüber dem Vorjahr rutschte der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro ab.
„In diesem sehr dynamischen Umfeld in China behalten wir eine vorsichtige Sichtweise bei“, so Finanzchef Harald Wilhelm. So werde Mercedes-Benz die Talfahrt in puncto PKW-Absatz im Reich der Mitte auch in diesem Jahr nicht stoppen können und das trotz möglicher Impulse im zweiten Halbjahr durch neue Modelle, hieß es bereits im Vorfeld.
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