Insbesondere die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten und damit einhergehenden Zinssenkungsfantasien haben Marktteilnehmer in den vergangenen Handelstag verstärkt umgetrieben. Zudem ist es die Hoffnung auf einen Durchbruch in möglichen Friedensgesprächen im Ukraine-Russland-Konflikt, was den Risikoappetit am Leben hält.
Am heutigen Freitag blicken Anleger dies- und jenseits des Atlantiks gespannt auf das geplante Treffen im US-Bundesstaat Alaska zwischen Donald Trump und Wladimir Putin.
DAX
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Erwartungen an Treffen zwischen Trump und Putin in Alaska dürften hoch sein – Enttäuschungspotenzial ausgeprägt
Mit großer Spannung blicken Anleger auf das für heute geplante Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin. So soll der Ukrainekrieg thematisiert werden. Zudem werde über ein mögliches Abkommen in puncto Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland spekuliert. Laut Trump sei es möglich, dass der Gipfel scheitere.
Angesichts der im Vorfeld hochgesteckten Erwartungen sollten sich Anleger nach Mitteilung der Ergebnisse auf entsprechende Kursschwankungen einstellen.
US-Inflation niedriger als gedacht – Kernrate der Teuerung zieht etwas an
Der Preisdruck in der größten Volkswirtschaft lag neuesten Zahlen zufolge bei 2,80 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) und damit etwas niedriger als von Ökonomen im Vorfeld erwartet (2,90 Prozent). Allerdings stieg die Kernrate der Inflation im gleichen Zeitraum um 0,10 Prozentpunkte auf 3,10 Prozent an.
Eines der zentralen Gesprächsthemen am Markt dürften damit die Zinssenkungsfantasien der Marktteilnehmer bleiben. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group taxiert die Chance für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf der kommenden Sitzung am 17. September 2025 derzeit auf 92,6 Prozent.
EU-BIP wächst leicht – US-Erzeugerpreise deutlich stärker als gedacht
Das Bruttoinlandsprodukt für die Eurozone stieg im zweiten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit so hoch wie erwartet.
Für eine Enttäuschung in puncto US-Zinssenkungsfantasien dürften die Erzeugerpreise (exklusive Energie und Nahrungsmittel) am Donnerstagnachmittag gesorgt haben, welche mit 3,70 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich stärker ausfielen als erwartet (2,90 Prozent), nach 2,60 Prozent im Vormonat.
US-Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen runden Handelswoche ab
Zum Wochenabschluss blicken Anleger in den USA noch auf die Einzelhandelsumsätze (14:30 Uhr) und vorläufige Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) um 16:00 Uhr.
E.ON bekräftigt seine Prognosen
In der laufenden Berichtssaison sorgten hierzulande am Mittwoch etwa die Zahlen von E.ON (ISIN: DE000ENAG999) für Aufsehen. Der Energiekonzern konnte nach Zuwächsen im ersten Halbjahr seine Prognosen bekräftigen. Das Ebitda (bereinigt) sei um 13 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen, hieß es. Dabei stach abermals das Geschäft mit den Stromnetzen als größter Gewinnbringer hervor. Das bereinigte Ebidta soll für 2025 seinen Wert zwischen 9,6 und 9,8 Milliarden Euro erreichen, hieß es weiter.
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