Geprägt waren die vergangenen Handelstage insbesondere durch die mit Spannung erwartete Fed-Notenbanksitzung und die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit Jerome Powell.
Angesichts rückläufiger Sorgen vor einem Platzen einer möglichen KI-Blase dürfte die Hoffnung auf eine Jahresendrallye bestehen bleiben. Zudem könnte die anstehende Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten bereits ihre Schatten vorauswerfen.
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„JOLTs“ etwas höher als gedacht – Zinsband in den USA nun bei 3,50 bis 3,75 Prozent
Impulse vom US-Arbeitsmarkt gab es am Dienstag mit den sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey). Die offenen Stellen lagen am letzten Werktag im September bei insgesamt 7,685 Millionen Einheiten, nach 7,67 Millionen im Oktober, laut Angaben des Bureau of Labor Statistics (BLS).
Wie erwartet hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am vergangenen Mittwoch an den Zinsschrauben in Höhe eines Viertelprozentpunkts gedreht, womit das Zinsband nun bei 3,50 bis 3,75 Prozent liegt.
Wegen der 43-tägigen Haushaltssperre musste sich die Fed allerdings auf Schätzungen privater Häuser sowie eigene Umfragen stützen. Nach wie vor muss die Notenbank den schwierigen Spagat meistern, die Inflation in den Griff zu bekommen, ohne den Konjunkturmotor abzuwürgen.
Ein zu hoher Leitzins kann die Wirtschaft ausbremsen. Niedrige Zinsen könnten zwar für Wachstum sorgen, allerdings die Teuerung befeuern.
Für die kommenden Zinssenkungen signalisierte Powell allerdings eine mögliche Pause des Lockerungskurses und verwies dabei auf deutlichere Signale vom Arbeitsmarkt. „Ich möchte anmerken, dass der Leitzins nach der Senkung um 75 Basispunkte seit September und um 175 Basispunkte seit September vergangenen Jahres nun innerhalb eines breiten Spektrums von Schätzungen seines neutralen Wertes liegt“, so Powell. „Die Geldpolitik ist nicht auf einen bestimmten Kurs festgelegt, und wir werden unsere Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung treffen.“
Am 28. Januar und am 18. März 2026 will die Fed im neuen Jahr planmäßig zusammenkommen, um über das zukünftige Zinsniveau zu entscheiden.
Fed passt Wachstums- und Inflationsprognosen an
Zudem gab die Fed neue Wachstumsprognosen für das kommende Jahr ab. Für 2026 rechnet der Währungshüter im Median nun einem Plus von 2,3 Prozent, nach 1,8 Prozent im September. Die Erwartungen für Konjunktur für 2025 kletterten auf 1,7 Prozent, nach zuvor 1,6 Prozent.
Trotz der Zollpolitik Trumps wird für das Jahr 2026 eine Inflation von 2,4 Prozent erwartet (zuvor: 2,6 Prozent). Für das ablaufende Jahr liegt die Schätzung bei 2,9 Prozent, nach zuvor 3,0 Prozent.
Deutsche Inflation verharrt bei 2,3 Prozent
Neuesten Zahlen zufolge lag die Inflationsrate in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit eine vorherige Schätzung bestätigte. Im Oktober hatte der Preisdruck ebenfalls bei 2,3 Prozent gelegen, nach 2,4 Prozent im September.
Mit Spannung dürften Anleger nun auf die sogenannten "Non-Farm Payrolls" für die Monate Oktober und November blicken, welche für den kommenden Dienstag erwartet werden.
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