- Nike ist weltweit mit dem Angebot an starken Kernmarken und die Positionierung als qualitätsbewusstes Label der größte Player im Bereich der Herstellung von Sport- und Freizeitartikel.
- Dank langfristig steigender Umsätze und Cash-Flows sowie eines hohen Cash-Bestands haltet das Unternehmen die Nettoschulden seit Jahren nahe der Nullgrenze. Zudem häufte Nike in der Bilanz keinen Ballast aus zurückliegenden Zukäufen in Form von Goodwill an.
- Nike legt hohen Wert auf die Aktionärsrendite. In den letzten zehn Jahren wurde einerseits die Anzahl der ausstehenden Aktien um 15 Prozent reduziert, andererseits die Dividende um den Faktor 3,5 erhöht.
- Auf dem aktuellen Preisniveau überzeugt Nike durch eine faire Bewertung im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren, gleichwohl das Unternehmen mit verschiedenen Mitbewerbern intensiv um Marktanteile zu kämpfen hat.
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Unternehmensprofil und Geschäftsmodell: Wer ist und was macht Nike
Bevor das Unternehmen tatsächlich den Namen der griechischen Siegesgöttin Nike im Firmenwortlaut trug, wurden zunächst Sportschuhe der Marke Onitsuka Tiger durch das US-Vehikel Blue Ribbon Sports (BRS) vertrieben. Schon damals lenkten der erfolgreiche Leichtathletiktrainer und Laufcoach von Mitgründer Philip Knight, Bill Bowerman, die Geschicke des Zwischenhändlers. Von 1964 bis 1971 wuchs das Import-Export-Geschäft und der japanische Sportschuhhersteller, der heute unter dem Namen Asics weltweit bekannt ist, trachtete danach, die wirtschaftlich erfolgreiche BRS zu übernehmen.
Schließlich endete die Zusammenarbeit zwischen BRS und Onitsuka Tiger im Jahr 1972. Darauf waren die US-Amerikaner vorbereitet. Bereits im Jahr zuvor hatte das Unternehmen bei zwei japanischen Schuhherstellern die erste eigenständige Bestellung über 20.000 Schuhe aufgegeben, von denen 6.000 das legendäre Nike-Logo trugen. Der Läufer Jeff Johnson wurde zur Vermarktung der neuen Marke gewonnen. Der Swoosh wurde von Carolyn Davidson neu entworfen und von Nike im Januar 1974 beim US-Patentamt eingetragen. Die eindrucksvolle Geschichte um den initialen Erfolgsgaranten des Innovators Bowerman namens Tiger Cortez kann hier nachgelesen werden.
Nach dem Börsengang im Jahr 1980 verschafften die öffentlichkeitswirksamen Sport-Sponsorings dem Unternehmen einen enormen Popularitätsgewinn außerhalb des Laufsports. Den Beginn dieses Wachstumsschub markiert die Zusammenarbeit mit dem späteren Basketballstar Michael Jordan. Allein diese Werbepartnerschaft soll Nike rund 2,6 Milliarden US-Dollar in die Kassen gespielt haben. Seit den 1990er Jahren sponsort Nike Einzelsportler und Teams aus diversen Sportarten.

Im Jahr 2003 erfolgte die Übernahme der Marke Converse, die sich das Unternehmen ca. 300 Millionen USD kosten ließ. Heute ist Nike der weltweit größte und wohl bekannteste Sportartikelhersteller für Schuhe, Bekleidung und Sportausrüstung, die selbst entwickelt und von unabhängigen Auftragsherstellern in über 400 Fabriken weltweit produziert werden. Zu Beginn des Jahres 2024 beschäftigte das Unternehmen mit Hauptsitz in Beaverton (Oregon) knapp 84.000 Mitarbeiter.
Im Zentrum des Geschäftsmodells des Unternehmens steht die Produktentwicklung und der weltweit Vertrieb von Sportausrüstung, Bekleidung und Accessoires. Zu den beiden großen Geschäftsfeldern unter dem Titel NIKE BRAND gehören Athletic Footwear (Schuhe) und Apparel (Kleidung), die diverse Produkte für eine Vielzahl von Sportarten und Freizeitaktivitäten umfassen. Zudem ist das Segment Sports Equipment (Sportgeräte/-zubehör) in dieser Überkategorie hervorzuheben.

Das Unternehmen ist für seine Marketingstrategien und Sponsoring-Verträge mit Sportlern und Teams auf der ganzen Welt in den unterschiedlichen Sportarten bekannt. Darunter fällt die berühmte Kollektion Air Jordan, die im Jahr 1984 erstmals in einer exklusiven Partnerschaft mit dem späteren Basketballstar Michael Jordan eingeführt wurde. Weiters ist Nike der Eigentümer hinter der Tochtermarke Converse, die sich auf Schuhe, Bekleidung und Zubehör außerhalb der Kernmarke spezialisieren. Bekanntes Produkt sind die legendären Chucks (Chuck Taylor All Stars).
Bei den Produktsegmenten ist die Umsatzverteilung unausgeglichen. Mehr als zwei Drittel der Umsätze werden durch den Verkauf von Schuhen erzielt, was angesichts des Unternehmensursprungs kaum verwundert. Die Bekleidungssparte ist für 28 Prozent des Gesamterlöses verantwortlich. Das Segment „Ausrüstung“ hingegen generiert 4 Prozent der Umsätze, das Converse-Geschäft übersteigt mit 4,1 Prozent nicht einmal die Fünf-Prozent-Marke und verliert jährlich an Bedeutung im Verhältnis zum Gesamtumsatz.
Zuletzt sei noch das Segment Global Brand Divisions kurz beleuchtet, welches eine untergeordnete Rolle spielt. In erster Linie werden dort die Ausgaben für die Produktwerbung („Demand Creation“) und die betrieblichen Gemeinkosten, einschließlich der Ausgaben für die Produktentwicklung und das Design, die für die Marke NIKE zentral verwaltet werden, sowie die Kosten im Zusammenhang mit den globalen digitalen Aktivitäten von NIKE Direct zusammengefasst. Die Umsatzerlöse umfassen die Lizenzierungserträge der Marke NIKE und andere sonstige Erlöse, die nicht einem geographischen Geschäftssegment zugeordnet werden können.

Die geographische Verteilung der Umsätze zeigt die relative Dominanz der USA als wichtigsten Absatzmarkt. Ca. 42 Prozent der Gesamterlöse stammen aus dem US-Geschäft, wobei die drei größten Großkunden rund 22 Prozent des Umsatzes in den USA vereinnahmten. Danach folgt die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Großraum China und die restliche Asien-Pazifik-Region inklusive Lateinamerika (APLA-Region). Eine detaillierte Auflistung auf Länderebene geht aus dem Geschäftsbericht nicht hervor.

Die Unternehmensstrategie von Nike setzt auf die Digitalisierung und vertikale Integration des Geschäftsmodells. Die Initiative namens Consumer Direct Acceleration (CDA) versteht das Unternehmen sein DTC-Geschäft (Direct-to-Consumer) zu forcieren. Über klassische stationäre Nike-Geschäfte und dem E-Commerce werden die hergestellten Nike-Produkte ohne Zwischenhändler direkt an die Endkunden vertrieben. Diese strategische Stoßrichtung fußt auf die Entscheidungen aus dem Jahr 2017 im Rahmen der sogenannten Triple Double Strategy.

Wichtiges Detail am Rande: Nike trat mit diesem strategischen Schwenk in direkter Konkurrenz mit seinen Geschäftskunden, nämlich jenen Einzelhändlern, die wiederum Produkte von Nike im Sortiment führen. Nachdem im Oktober diesen Jahres der neue CEO Elliott Hill das Ruder von seinem Vorgänger John Donahoe übernimmt, darf man gespannt sein, welche Auswirkungen dieser Wechsel auf die zukünftige Geschäftsstrategie von Nike haben wird. Mit Hill kehrt ein Nike-Veteran zurück, der im Laufe seiner 30-jährigen Karriere in leitenden Positionen in ganz Europa und Nordamerika tätig war. Als President für „Consumer and Marketplace“ leitete er bis 2020 den Geschäfts- und Marketingbereich bei Nike und der Jordan Brand.
Beim Blick auf die Eigentümerstruktur von Nike fällt zunächst der für einen arrivierten Blue-Chip typisch hohe Anteil an Institutionellen Investoren auf. Dieser macht ca. zwei Drittel der Gattung Common Stock (Class B) aus und speist sich für gewöhnlich aus den „üblichen Verdächtigen“ der Vermögensverwalter-Branche wie Vanguard oder BlackRock.
Wenn von einer Class B die Rede ist, fragt man sich wohl wie es um die Class A bestellt ist. Ähnlich wie beim Schweizer Luxuskonzern Richemont existiert eine zweite Gattung, die nicht im geregelten Börsenhandel erworben werden können. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Inhaber von Aktien der Klasse A neun der zwölf Vorstandsmitglieder von Nike wählen, während die Inhaber der B-Aktien restlichen Mitglieder auswählen. Der Milliardär und Mitbegründer von Nike, Phil Knight und sein Sohn Travis Knight besitzen zusammen mit den von ihnen kontrollierten Holdinggesellschaften und Trusts (insbesondere die Swoosh LLC) mehr als 95 Prozent der im Umlauf befindlichen A-Aktien.

Dadurch bewahrt die Familie Knight die tatsächliche Kontrolle über Nike und kann ihren Einfluss vollausüben, obwohl es sich um ein öffentlich an der Börse gehandeltes Unternehmen handelt.

Branchenprofil und Wettbewerbssituation
Die spezielle Charakteristik des Geschäftsmodells von Nike in Verbindung mit meinen ausgewählten Parametern macht den Vergleich mit der börsennotierten Konkurrenz wenig sinnvoll. Abgesehen von der enormen Diskrepanz bei der Marktkapitalisierung hat kein anderes Unternehmen aus der Branche eine annähernd konstante Dividendenhistorie vorzuwiesen wie Nike.
Ob nun ein Kennzahlenvergleich beispielsweise mit anderen Konkurrenten wie Adidas, Puma, Skechers oder On Holding durchgeführt werden sollte, entscheidet jeder Anleger am besten für sich selbst.
Das Finanz-Lagebild von Nike
Nachdem wir uns einen Überblick über die Branche im Allgemeinen verschafften sowie das Unternehmen, das Management und den Wettbewerb näher betrachteten, blicken wir in die Bilanz und den daraus abgeleiteten Finanzkennzahlen von Nike. Der Fokus liegt hierbei auf die Aspekte Wachstum, Profitabilität und die Finanzierung.
Zur Analyse des finanziellen Lagebilds sehen wir uns im ersten Schritt die Entwicklung von Umsatz, Gewinn und Free Cash Flow an. Zur unternehmensinternen Verteilung der Umsätze je Segment ging ich bereits weiter oben im Kapitel über das Geschäftsmodell ein. Im Durchschnitt wuchs die Top Line in den letzten fünf Jahren um 4,8 Prozent p.a. an.

Beim Gewinn pro Aktie sehen wir seit zehn Jahren eine dynamische Entwicklung nach oben. Ziehen wir das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 heran, so konnte der bereinigte Gewinn pro Aktie um 22,3 Prozent (3,95 vs. 3,23 USD) gesteigert werden. Nike erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 5,7 Mrd. USD (2023: 5,1 Mrd. USD).

Der dem Unternehmen zur Verfügung stehende Free Cash Flow kann für die Rückzahlung von Schulden, Expansion via Unternehmenszukäufe, Ausschüttungen von (steigenden) Dividenden oder Aktienrückkäufe verwendet werden. In absoluten Zahlen – auf die ich primär gerne zurückgreife – drückt sich das Bild aus Operativen und Freien Cash Flow sowie Kapitalinvestitionen (CapEx) für den Zeitraum 2016 bis 2024 folgendermaßen aus:

Ein Blick auf die Verschuldungssituation sagt uns, dass auf Basis des letzten Geschäftsjahres Nike einen Anteil an zinstragenden Finanzverbindlichkeiten von 12 Mrd. USD aufweist, dem wiederum liquide Mittel und Wertpapiere von in Summe 11,6 Mrd. USD gegenüberstehen. Teilen wir nun die verbleibenden Nettoschulden von 0,4 Mrd. USD durch das zuletzt erwirtschaftete EBITDA von 7,6 Mrd. USD ergibt das ein Ergebnis von 0,1. Dieses Resultat liegt meilenweit unter dem als kritisch erachteten Schwellenwert von 3. Daher erspare ich mir die vertiefende Prüfung der Fälligkeitsstruktur der langfristigen Verbindlichkeiten und deren Zinskonditionen.

Daraus erklärt sich auch die Investment Grade Einstufung der Bonität von Nike seitens der bekannten Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s.
Zuletzt betrachten wir die Profitabilität von Nike anhand der Entwicklung von Brutto-, Operativer- und Netto-Margen. Die Konstanz auf der Brutto-Marge ist für die Operative Marge nicht zutreffend. Hier schwankt der Wert zwischen 7,5 und 16 Prozent. Durch den strategischen Fokus auf den Direktvertrieb wollte das Management um Ex-CEO Donahoe in diesem Bereich eine Steigerung der Profitabilität erzielen.

Chancen & Risiken
Das ohnehin strahlkräftige Markenportfolio wird durch die zahlreichen Sponsorings in diversen Sportarten sowie mit bekannten Einzelsportlern kontinuierlich verstärkt. Diese globale Beliebtheit von Nike als Weltmarktführer schlägt sich nicht nur in den Rankings basierend auf Finanzkennzahlen, sondern auch in den Sozialen Medien nieder. Vor einigen Monaten sorgte der erfolgreiche Abschluss mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) mit Beginn 2027 für mediales Aufsehen im deutschsprachigen Raum.
Nike ist durch den Eigenvertrieb an Einzelhandelskunden sowie durch den Mix aus unabhängigen Händlern, Lizenznehmern und Handelsvertretern in fast allen Ländern der Welt vertreten. Aktuell bilden der Iran, Russland und Vietnam die einzigen Ausnahmen. Im letzteren Fall können die Kunden die Produkte von Nike über Kooperationspartner erwerben. Ausgehend von einer kerngesunden Bilanz kann das neue Management aus dem Vollen schöpfen, um strategische Optionen wie die Übernahmen von Fremdfirmen umzusetzen. Die Übernahme des auf NFT-Fashion konzentrierten Startups RTFKT im Jahr 2021 unterstreicht die Ambitionen von Nike, durch gezielte Akquisitionen in erweiternden Geschäftsfeldern wie das Metaverse zu investieren.
Die laufende Restrukturierung im Markenportfolio von Sneakern im Wettstreit mit den Konkurrenten On Holding und Hoka sowie eine geplante Verschlankung der Unternehmensstruktur binden viel Energie des Konzerns. Anhand der aussagekräftigen Metrik Cash Conversion Cycle lässt sich im Retail-Geschäft die beschauliche Entwicklung gut erklären, denn innerhalb der Branche liegt Nike hier lediglich im hinteren Mittelfeld.
Als signifikante Risikofaktoren stehen den Wachstumsaussichten am chinesischen Markt, welcher der zweitwichtigste nach dem US-Heimatmarkt ist, sowohl die erstarkende lokale Konkurrenz (z.B. ANTA Sports, der wohl prominenteste Vertreter aus China) als auch die schwierigen Wettbewerbsbedingungen mit staatlich-gelenkten Boykott-Aktionen gegen ausländische Textilhersteller gegenüber. Generell sorgt die geographische Streuung der Absatzmärkte und Ertragsströme, aber insbesondere die externe Produktion außerhalb der USA für ein höheres Risiko-Exposure. Daher ist ein aktives Management dieser Risiken unerlässlich (z.B. Währungsrisiken, geopolitische Risiken für die Lieferketten, Handelskonflikte, Gestionierung und Verwaltung der dezentralen Lagerbestände bzw. Warenvorräte).
Aktuelle Bewertung der Nike Aktie
Für die Bewertung von Unternehmen ziehe ich den sogenannten Enterprise Value (EV) heran. Der EV kennzeichnet bei einer Übernahme den Betrag, der für den Kauf des betriebsnotwendigen Vermögens benötigt wird und das nicht-betriebsnotwendige Vermögen herausrechnet. Diese Kennzahl setze ich ins Verhältnis zur operativen Ertragskraft (vor Steuern, Zinsen und Investitionen (CAPEX)), ausgedrückt durch das EBITDA. Die vorherrschende Meinung besagt, dass ein Wert von unter 10 eine „gesunde Bewertung“ signalisiert – wie immer bei generischen Daumenregeln muss der unternehmensindividuelle Kontext in der Analyse vom sorgfältigen Investor selbst mitgedacht werden. Im Anwendungsfall von Nike müssen wir für ein ähnliches Bewertungsergebnis von 17 nicht weit in die Vergangenheit zurückblicken, war der US-Konzern in den letzten Monaten sogar etwas preisgünstiger zu erwerben:

Der maximale Rückgang in den letzten sechs Jahren betrug ca. 59 Prozent im Juli diesen Jahres:

In den letzten sechs Jahren brachte ein Investment in Nike gemessen am Total Return, also inklusive erhaltener Dividenden, eine Gesamt-Performance von lediglich 9,5 Prozent für den Anleger. Ein Umstand, der mit Blick auf den Unterwasser-Chart wohl kaum überrascht:

Kapitalallokation von Nike
Bei der Betrachtung der makellosen Dividendenhistorie von Nike fällt auf, dass der Sportartikelhersteller seit 21 Jahren eine jährlich wachsende Dividende ausschüttet. Wird diese Strähne an Dividendenerhöhungen um vier weitere Jahre prolongiert, steigt Nike in den erlauchten Kreis der Dividendenaristokraten auf:

Bei einem aktuellen Kurs von 80,83 USD errechnet sich eine Dividendenrendite von 1,8 Prozent. Die Fünfjahres-Dividendenwachstumsrate beträgt 11,1 Prozent p.a. bzw. 12,3 Prozent p.a. im Zehnjahres-Zeitraum. Das Unternehmen erhöhte zuletzt im November letzten Jahres um 8,8 Prozent die Dividende. Zum Abrunden noch die letzten fünf Dividendenerhöhungen im Überblick:
- 2023: +8,8 %
- 2022: +11,5 %
- 2021: +10,9 %
- 2020: +12,2 %
- 2019: +11,4 %
Die quartalsweise ausgeschüttete Dividende beträgt aktuell 0,37 USD pro Aktie und wird in den Monaten zu Quartalsbeginn ausbezahlt (Januar, April, Juli, Oktober).
Ziehen wir den Durchschnittswert des Free Cash Flow der letzten drei Jahre als Grundlage für die Ermittlung der Ausschüttungsquote heran, landen wir bei einem komfortablen Ergebnis von 41,6 Prozent für das Payout Ratio von Nike
Die Anzahl an ausstehenden Aktien reduzierte sich um 1,1 Prozent pro Jahr bzw. 6,3 Prozent akkumuliert in den vergangenen sechs Jahren.

Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm beinhaltet das dem Management eingeräumte Pouvoir von 18 Mrd. USD für Aktienrückkäufe, welches bis Mitte des Jahres 2026 läuft:

Fazit: Überlegungen für meine Entscheidung in Nike zu investieren
Die Börse hat der Nike Aktie über Jahre hinweg einen Premiumaufschlag zugestanden. Zwar hat der US-Konzern mit seiner Strahlkraft die Marktführerschaft behauptet, doch hatte dies mit Bewertungen wie KGVs von über 30 seinen unbestreitbar hohen Preis. Die Vielfalt der globalen und lokalen Wettbewerber nimmt vermehrt zu und gefährdet nicht nur in den Wachstumsmärkten wie China die Marktposition von Nike als Branchenprimus.
Trotz aller Risiken und Warnsignale haben wir es bei Nike mit einem Weltmarktführer zu tun, der wirtschaftlich auf soliden Beinen steht und mit einer fast nettoschuldenfreien Bilanz aufzutrumpfen weiß. Die ikonische Marke und die Fähigkeit, mit den richtigen Sport-Testimonials die Markenloyalität bei den Kunden zu fördern, sind Teil der Nike-DNA. Durch den unmittelbaren Wechsel an der Führungsspitze wird der erste Investor Day seit 2017 auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben. Die Frage ob damit das richtige Signal in Richtung Aktionäre gesetzt wurde, lässt sich wohl erst mit der Präsentation der neuen Strategie beantworten. Auf dem aktuellen Kursniveau bleibt die Nike Aktie ein Kandidat zum Aufstocken.

