Viermal pro Jahr wird abgerechnet: Am sogenannten Hexensabbat verfallen Optionen und Futures, die auf Aktien und Indizes basieren. Wir erklären, welche Bedeutung der Hexensabbat an der Börse hat, mit welchen Effekten Sie rechnen müssen und wie Sie diese für sich nutzen!
Das wichtigste in Kürze
- Am großen Verfallstag, dem sog. Hexensabbat, verfallen Futures und Optionen auf Aktien und Aktienindizes.
- Wenn Sie mit Optionen und Futures handeln, kann der Hexensabbat für Sie bedeutsam sein: In der Phase vor dem Datum ist viel Bewegung in den Märkten.
- Auch Aktien und andere Assets sind zu dieser Zeit oft überdurchschnittlich volatil
- Der große Verfallstag bietet interessante Möglichkeiten für Trader
Was ist der Hexensabbat?
Futures und Optionen haben nur eine begrenzte Laufzeit. Erstere verfallen alle drei Monate, während Optionen auf Aktien oder Aktienindizes sogar jeden Monat an der Reihe sind.
Dadurch kommt es viermal pro Jahr zum “Hexensabbat”: Optionen und Futures verfallen an diesem Tag gemeinsam und lassen die Börsen verrücktspielen! Die hohe Volatilität und scheinbar unerklärlichen Kursschwankungen haben jedoch nichts mit schwarzen Mächten zu tun.
Das “Verfallen” am Hexensabbat meint: die Börsen stellen die Endabrechnungspreise für Optionen und Futures fest. Dadurch entscheidet sich, ob Händlerinnen und Händler Gewinne oder Verluste gemacht haben - und wie hoch diese ausfallen!
Optionen auf Aktien und Indizes erreichen jeden Monat ihr Verfallsdatum - man spricht dabei vom “kleinen Verfallstag”. Alle drei Monate fällt dieser Tag mit dem Verfall der Futures zusammen. Man bezeichnet diesen Tag als “großen Verfallstag” oder Hexensabbat.
Der große Verfallstag ist aber nicht nur ein interessanter Stichtag, den die Börsenteilnehmer tatenlos beobachten! An diesem Datum und der Woche davor kommt es zu starken Preisbewegungen.
Der Grund: Die institutionellen Trader versuchen, auf den letzten Metern durch verschiedene Maßnahmen den Preis noch zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die Auswirkungen sind nicht nur für Options-Handler spürbar. Am Hexensabbat spielen die Märkte immer ein wenig verrückt.
An diesen Daten findet der Hexensabbat an den Börsen statt
Zu einem großen Verfallstag an der Börse kommt es immer am dritten Freitag des dritten Monats eines Quartals. Konkret bedeutet dies: Wenn Sie mit Optionen oder Futures handeln, sollten Sie den dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember eines Jahres in Ihrem Kalender markieren.
Folgende Termine stehen an:
| Große Verfallstage | |
| 2023 | 15.09.2023 |
| 15.12.2023 | |
| 2024 | 15.03.2024 |
| 21.06.2024 | |
| 20.09.2024 | |
| 20.12.2024 | |
| 2025 | 14.03.2025 |
| 20.06.2025 | |
| 19.09.2025 | |
| 19.12.2025 |
An diesen Daten verfallen Futures auf Aktien und Indizes. Die Optionen sind jedoch am dritten Freitag eines jeden Monats “fällig”. Man spricht hierbei vom “kleinen Verfallstag”. Für diesen stehen die folgenden Termine an:
| Kleiner Verfallstag | |
| 2023 | 18.08.2023 |
| 15.09.2023 ! Großer Verfallstag | |
| 20.10.2023 | |
| 17.11.2023 | |
| 15.12.2023 ! Großer Verfallstag! | |
| 2024 | 19.01.2024 |
| 16.02.2024 | |
| 15.03.2024 ! Großer Verfallstag | |
| 19.04.2024 | |
| 17.05.2024 | |
| 21.06.2024 ! Großer Verfallstag | |
| 19.07.2024 |
Der Hexensabbat findet zwar weltweit am selben Tag statt; die Uhrzeit kann sich jedoch aufgrund von Zeitverschiebung und abweichenden Gepflogenheiten maßgeblich unterscheiden!
An der wichtigsten europäischen Terminbörse Eurex in Frankfurt erfolgt der Verfall gestaffelt. Den Start machen Optionen und Futures, die auf den Indizes des Schweizer Anbieters STOXX basieren (12:00 Uhr). Es folgen der DAX und TecDAX um 13:00 Uhr sowie der MDAX um 13:05 Uhr.
Den Abschluss bilden die Futures und Optionen, die auf einzelnen Aktien basieren. Sie verfallen um 17:30 Uhr.
| Großer Verfallstag an der EUREX | |
| 12:00 Uhr | STOXX Indizes |
| 13:00 Uhr | DAX + TecDAX |
| 13:05 Uhr | MDAX |
| 17:30 Uhr | Aktien |
An den enorm wichtigen Terminbörsen der USA ist der große Verfallstag (“Triple Witching Hour”) hingegen einfacher gehalten: Hier verfallen alle Optionen und Futures zeitgleich um 16:00 Uhr EST. Die “Eastern Standard Time” liegt sieben Stunden hinter der deutschen Zeit (während Sommerzeit) und lässt sich auf verschiedenen Webseiten gut umrechnen.
Bedeutung des Begriffs Hexensabbat
Die Finanzwelt ist für ihre blumigen Fachbegriffe und Floskeln bekannt. Sie spiegeln die über 500-jährige Geschichte der Börsen wider - genügend Zeit, um eine eigene Sprache hervorzubringen! Der Hexensabbat sticht jedoch als besonders schrullige Formulierung hervor.
Die Herkunft ist dabei recht simpel: In der frühen Neuzeit bezog sich der Begriff noch tatsächlich auf Hexen und Zauberer. Man glaubte damals, diese würden sich regelmäßig mit dem Teufel zu einer wilden Party verabreden - dem Hexensabbat.
Die Folge, so die damaligen “Hexentheoretiker”, seien allerlei Katastrophen, Flüche und andere Schäden. So wie vor hunderten von Jahren keine logische Begründung für solche Phänomene verfügbar war, fehlt uns auch heute oft eine Erklärung für die Effekte des Datums an den Börsen.
Mit der Verwendung des Wortes “Sabbat”, des jüdischen Ruhetags, floss auch der damals vorherrschende Antijudaismus (historischer, religiös motivierter Hass auf das Judentum, der nahtlos in den modernen Antisemitismus überging) in den Begriff mit ein.
Der Hexensabbat ist dadurch ein gleich mehrfach problematisches Wort: Er nutzt zum einen in abwertender Weise religiöse Konzepte des Judentums; gleichzeitig bedient er aber auch die hartnäckigsten Verschwörungslügen!
Denn am Hexensabbat nehmen vermögende Personen und Organisationen (professionelle Trader, Hedgefonds und anderes “Smart Money”) massiven Einfluss auf die Märkte – oft zum Nachteil der “kleinen Anlegenden”.
Hier gibt es also Parallelen zum bis heute vorhaltenden Glauben, jüdische Gruppierungen würden im Hintergrund “die Fäden ziehen”. Finanzmärkte, Politik und Co. stünden unter der Kontrolle der Illuminaten oder einer jüdischen Weltverschwörung …
Erfolgreiche Trader sind, statistisch betrachtet, sehr rationale und logische Menschen. Ihnen müssen diese bizarren Verschwörungslügen absurd vorkommen. Dennoch bleibt ein fahler Beigeschmack bei der Bezeichnung.
Die sachlichere Formulierung “großer Verfallstag” oder die englische Bezeichnung “Triple Witching Hour” scheinen hier deutlich unbelasteter zu sein und bieten die gleiche inhaltliche Bedeutung.
Wirkung des Hexensabbat auf die Börsen
Welche Effekte der große Verfallstag auf die Börsen hat, lässt sich nur schwer vorhersagen. Scheinbar unerklärliche Phänomene beeinflussen die Kurse in diesem Zeitraum und haben dem Hexensabbat seinen Namen eingebracht.
Auch die Richtung, in die sich die Kurse am und um den großen Verfallstag bewegen, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersehen. Klar ist jedoch, dass in der Phase vor und kurz nach dem Datum erhebliche Schwankungen die Regel sind.
Dieser Anstieg der Volatilität beginnt üblicherweise am Montag der jeweiligen Woche und hat am Freitag, dem eigentlichen Hexensabbat, seinen Höhepunkt. Auch in der Folgewoche können die Schwankungen noch überdurchschnittlich ausfallen.
Am “kleinen Verfallstag”, dem dritten Freitag eines jeden Monats, sind solche Effekte ebenfalls spürbar. Sie fallen jedoch deutlich weniger stark aus als am großen Verfallstag alle drei Monate.
Ursachen: Darum spielen am Hexensabbat die Börsen verrückt
Die Gründe für hohe Volatilität und unberechenbare Kursbewegungen zum Hexensabbat an den Börsen sind natürlich weder Teufel, Hexen noch sonstige übernatürliche Gestalten. Stattdessen lassen sich die Entwicklungen recht simpel erklären.
Die institutionellen Trader, Investmentbanken, Hedgefonds etc. nutzen den Zeitpunkt auf mehrfache Weise, um Ihre Gewinne zu optimieren bzw. Verluste zu begrenzen. Sie verwenden dafür drei verschiedene Möglichkeiten:
Aktien/Indexkurse beeinflussen
Optionen und Futures, die als Underlying Aktien und Aktienindizes nutzen, hängen von deren Kursen ab. Entwickelt sich der Preis eines Assets nicht im Sinne eines Traders, besteht theoretisch die Möglichkeit, den Kurs durch Käufe oder Leerverkäufe der Aktie oder des Indizes beeinflussen.
Mit ausreichend Kapital ist es durchaus möglich, den Preis einer Aktie signifikant zu bewegen! Er steigt durch Käufe und sinkt durch einen Leerverkauf entsprechend. Institutionelle Trader kaufen oft in großem Umfang, um die Kurse so in ihrem Interesse zu verändern.
Gelingt das Vorhaben, können sie den Gewinn aus ihren Optionen und Futures maximieren oder Verluste vermeiden. Und selbst, wenn der Preis nicht bis zum gewünschten Wert wandert, kann der Unterschied oft größere Schäden verhindern.
Leider steht privaten Tradern diese Möglichkeit nicht zur Verfügung. Es ist enormes Investment vonnöten, um die Kurse auf diese Weise zu beeinflussen: Selbst bei Aktien von Firmen mit einer geringen Marktkapitalisierung braucht es einige Hunderttausend Dollar, um nennenswerte Preisveränderungen zu erzielen.
Bei großen Unternehmen müssten Sie mehrere Millionen Dollar zur Hand haben, um am großen Verfallstag die Kurse zu beeinflussen. Auch die Einflussnahme auf Aktienindizes gestaltet sich vielfach schwieriger: Ihr Wert basiert auf allen enthaltenen Aktien.
Dementsprechend wären auch hier gewaltige Summen erforderlich, um den Preis zu verändern.
Am Hexensabbat nehmen institutionelle Trader Einfluss auf Aktien, um ihre Optionen und Futures zu optimieren; die Effekte reichen jedoch noch viel weiter! Steigen die Kurse eines Unternehmens aus diesem Grund, kann dies zum Beispiel von Laien als Börsensignal fehlgedeutet werden.
Es kann dann zu weiteren Käufen/Verkäufen durch andere Trader kommen - ein richtiger Dominoeffekt, der sogar ganze Branchen beeinflussen kann und zum Mythos Hexensabbat maßgeblich beiträgt.
Zahlreiche Händlerinnen und Händler spekulieren sogar genau auf diese Volatilität und nutzen sie zum Beispiel beim Daytrading mit Aktien.
Für die Ausübung am Hexensabbat vorsorgen
Der Stillhalter einer Option kann, wenn der große Verfallstag naht, bereits absehen, ob sich eine Option oder Future positiv oder nachteilig entwickelt. Es kann sich so andeuten, dass es zur Ausübung kommen wird und der Underlying/die Aktie geliefert werden muss.
In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, sich bereits vor dem eigentlichen Datum mit dem jeweiligen Wertpapier einzudecken, um am entsprechenden Freitag gerüstet zu sein. Schon ein geringfügig günstigerer Preis kann bei den großen Volumina der institutionellen Trader gewaltige Unterschiede machen.
Die Zeichner (Stillhalter) erwerben die Aktien also im Voraus. Der Kauf von großen Mengen Wertpapieren wirkt sich entsprechend auf die Kurse aus und es kommt zu Steigerungen. Diese sind nicht anhand der Unternehmensdaten, Marktumfeld etc. zu erklären. Daher tragen sie zum mysteriösen Image des Hexensabbat an den Börsen bei.
Ausgleich nach dem Hexensabbat
Gewinne und Verluste liegen an den Börsen sehr nah beieinander. Kommt es zu einmal zu Verlusten, versuchen die Marktteilnehmener natürlich, diese durch neue Gewinne wieder auszugleichen. Institutionelle Trader agieren dabei nicht anders als Privatpersonen.
Wenn es also am Hexensabbat zu negativen Resultaten kam, versucht man, im Anschluss lukrative Trades, Optionsgeschäfte und Co. abzuschließen, um den Schaden glattzustellen. Um Gewinne zu erzielen, müssen überwiegend neue Positionen eröffnet werden - Geld fließt auf diese Weise in den Markt und bewirkt eine hohe Volatilität.
Für viele Trader - egal, ob privat oder institutionell - ist die Phase nach dem Hexensabbat an den Börsen besonders kritisch. Professionelle Trader spüren oft Druck von Ihren Vorgesetzten, Verluste vom vergangenen Verfallstag schnellstmöglich auszugleichen.
Privatanlegerinnen und Anleger möchten hingegen aus eigenem Antrieb ihre Niederlagen glattstellen. In beiden Fällen kann es zu riskanten Trading-Aktivitäten kommen. In jedem Fall aber ist in der Phase nach dem Hexensabbat an den Börsen viel Kapital im Umlauf und sorgt für entsprechende Volatilität.
Richtig auf den Hexensabbat an der Börse reagieren
Sicherlich fragen Sie sich, wie Sie den Hexensabbat und seine Effekte ideal für sich nutzen können. Generell ist der dreifache Hexensabbat an den Börsen stets ein zweischneidiges Schwert: Die Hexensabbat-Phase ist hochgradig interessant und kann durchaus lukrativ sein; gleichzeitig ist seine Wirkung extrem schwer vorherzusagen.
Kluge Trader können den Hexensabbat dennoch auf vielfältige Weise für sich nutzen. Folgende Tipps und Tricks haben sich in diesem Zusammenhang bewährt:
1. Ruhig bleiben
Langfristig-orientierte Investoren und die meisten Options-Trader (vor allem die Personen, die kein übermäßiges Risiko eingehen wollen) sollten am Hexensabbat Ruhe bewahren.
Die Effekte des großen Verfallstags sind nur von vorübergehender Dauer - überwiegend hat sich die Volatilität schon am folgenden Dienstag wieder auf ein normales Level eingependelt.
Auf keinen Fall sollten Sie die teilweise drastischen Kurssprünge als wichtige Marktsignale fehldeuten! Eine Preisveränderung direkt vor, am oder kurz nach dem Hexensabbat gibt nur wenig Aufschluss über zukünftige Entwicklungen der Märkte.
Investoren und Hobby-Trader (zum Beispiel Personen, die nebenberuflich einer Swing-Trading-Strategie folgen) sollten die Termine des Hexensabbats kennen. So können Sie sicherstellen, nicht versehentlich in die Falle zu tappen.
Je nach persönlichen Vorlieben und Strategie kann es sich in dieser Phase sogar anbieten, den Handel vorübergehend einzustellen. Haben sich die Kurse nach dem Hexensabbat wieder normalisiert, ist auch wieder die gewohnte Vorgehensweise möglich.
Optionshändler und -Händlerinnen sollten den Hexensabbat ohnehin in ihren Kalendern markiert haben, da er sich auf ihre Renditen auswirkt.
2. Für Risikofreudige: Trends am Hexensabbat nutzen
Die hohe Volatilität am Hexensabbat ermöglicht lukrative Trades, kommt jedoch auch mit einem erhöhten Risiko daher. In Abhängigkeit von Ihrer persönlichen Risikofreude und präferierten Strategie kann es sinnvoll sein, am Hexensabbat an den Börsen sogar verstärkt zu handeln!
Insbesondere Vorgehensweisen, die auf das Folgen bestehender Trends setzen, eignen sich am Hexensabbat ideal. So kommen Sie mit verschiedenen Swing-Trading-Strategien (nutzen die Auf-und-Abbewegungen während größerer Trends) am Hexensabbat voll auf Ihre Kosten!
Auch die Trendfolge-Strategie, eine der klassischen Daytrading Strategien, kann hier für Erfolge sorgen.
3. Volatilitätsprodukte
Die Volatilität ist kein Wert, in den Sie direkt investieren können. Dennoch besteht die Möglichkeit, von den Schwankungen der Märkte, wie sie vor allem am Hexensabbat vorkommen können, zu profitieren!
Verschiedene Anlageprodukte erzeugen Gewinne durch Veränderungen der Volatilität. Dabei kommen ganz unterschiedliche Konzepte zum Einsatz, die oft hochkomplex, aber nicht immer erfolgreich sind.
Zahlreiche Fonds und ETFs bieten Investments in Volatilität. Diese Produkte sind grundsätzlich geeignet, um den Marktschwankungen rund um den großen Verfallstag zu profitieren.
Denn steigt die Volatilität, nehmen auch solche Assets im Wert zu. Achten Sie bei der Auswahl jedoch unbedingt auf die Strategie und die bisherige Erfolgsgeschichte solcher ETFs und Fonds. Nicht alle von Ihnen sind lohnenswert!
Obwohl viele der erwähnten Produkte am Hexensabbat tatsächlich relative Höchststände erreichen, ist Vorsicht geboten! Der Hexensabbat bleibt unberechenbar, sodass auch ein kurzfristiges Investment in ein volatilitätsbasiertes Asset hohes Risiko mit sich bringt!
4. Direktes Trading der Volatilität
Sie möchten nicht auf ETFs, Fonds und Co. setzen, um von der höheren Volatilität am Hexensabbat zu profitieren? Dann können Sie die Vorgehensweisen der genannten Produkte auch selbst nachbilden!
Auch hier ist Vorsicht geboten! Die Gefahren sind bei dieser Vorgehensweise enorm. Wenn Sie zu den risikofreudigen Tradern gehören sollten, kann der Handel mit Volatilität für Sie jedoch interessant sein.
Eine naheliegende Möglichkeit ist der VIX, der Volatilitätsindex der CBOE. Er lässt sich nicht direkt handeln, wohl aber als Underlying für Optionen oder Futures einsetzen!
Der VIX spielt im Alltag vieler Trader noch keine nennenswerte Rolle - und das, obwohl es sich um ein interessantes Produkt handelt! Er eignet sich zur Beimischung oder Absicherung eines ausgewogenen Portfolios.
Da er mit vielen üblichen Marktfaktoren kaum korreliert, bietet der VIX eine neue strategische Dimension. VIX-Optionen sind mit monatlicher oder wöchentlicher Laufzeit verfügbar. Sie können rund um den Hexensabbat an der Börse genutzt werden, um von der hohen Volatilität dieser Phase zu profitieren.
Die ideale zeitliche Position, um die Effekte des Hexensabbats zu nutzen, könnte ein Ende der kurzlaufenden Option vor dem Hexensabbat sein. Kommt es um den Hexensabbat tatsächlich zu einer Steigerung der Volatilität, profitieren Sie dank der noch gültigen langlaufenden Option.
Die Strategie des Calendar Spread findet auch bei einigen Volatilitäts-Fonds Anwendung und kann durchaus stattliche Erfolge einbringen. Auch hier bleibt jedoch ein Risiko bestehen - der Hexensabbat ist und bleibt eine unberechenbare Phase an den Märkten!
Bedeutung von Hexensabbat und Brokerwahl
Auf den ersten Blick hat die Wahl Ihres Brokers nichts mit dem Hexensabbat zu tun - immerhin erfolgt der Verfall der Optionen ganz ohne Ihr Zutun. Dennoch hilft die Wahl des passenden Anbieters enorm dabei, vom Hexensabbat zu profitieren!
Besonders der Produktkatalog Ihres Brokers entscheidet maßgeblich über Ihren Erfolg. Es beginnt mit so offensichtlichen Punkten wie dem Fehlen von Optionshandel: So können die Neobroker, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen, in der Regel überhaupt keine Optionen oder Futures anbieten.
Ihr Angebot erstreckt sich meist nur über einige Aktien und ETFs. Somit sind Sie von vielen Volatilitätsprodukten sowie der Möglichkeit von VIX-Optionen und Calendar-Spreads ausgeschlossen.
Es zeigt sich einmal mehr, dass die Auswahl eines Brokers ein wichtiger Faktor ist. Zum Vergleich: Während einige Broker auf dem deutschen Markt weniger als 3.000 Aktien anbieten, glänzt CapTrader mit über 1,2 Millionen verfügbaren Wertpapieren!
Zudem sind die Konditionen Ihres Brokers ein wichtiger Faktor für den Erfolg am Hexensabbat. Der Optionshandel an der US-Börse CBOE ist bei CapTrader bereits ab 3,50 Dollar möglich, Deutsche Optionen handeln Sie bereits ab 2,00 Euro!
Damit haben Sie äußerst günstigen Zugang zu den nützlichen VIX-Optionen und tausenden weiteren Produkten. Dies erleichtert Ihnen die Vorbereitung auf den nächsten Hexensabbat an der Börse und reduziert Ihre Kosten maßgeblich!
Das kann CapTrader:
Optionshandel in über 15 Ländern mit günstigen Preisen ab 2,00 Euro (Deutschland) oder 3,50 Euro (USA) pro Option mit professioneller Software handeln - CapTrader ist nicht ohne Grund die erste Wahl für Options-Trader!
Fazit: Hexensabbat an den Börsen keinesfalls ignorieren!
Der Hexensabbat findet an der Börse immer am dritten Freitag des letzten Quartalsmonats (März, Juni, September, Dezember) statt. An diesem Termin verfallen die Optionen und Futures, die Aktien oder Aktienindizes als Basiswert nutzen.
Viele institutionelle Trader setzen kurz vor dem Verfall noch einmal alles daran, ihre Positionen zu verbessern: Sie kaufen, verkaufen oder nutzen einen Leerverkauf, um den Kurs der Aktien oder sogar eines ganzen Indizes zu beeinflussen.
Die Folge: Unvorhersehbare und scheinbar unerklärliche Preisveränderungen, die Optionen, Futures, aber auch Aktien und ganze Märkte betreffen können! Insbesondere eine steigende Volatilität ist die Regel. Der Hexensabbat hat seinen Namen und Ruf durch diese mysteriösen Entwicklungen erhalten.
Langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger sind gut damit beraten, den Hexensabbat weitgehend zu ignorieren. Sie sollten zwar von seiner Existenz wissen, um nicht versehentlich die Preisveränderungen in dieser Phase als langfristige Indikatoren fehlzudeuten.
Da aber schon wenige Tage nach dem Hexensabbat alles wieder beim Alten ist, sollten keine speziellen Anpassungen an der eigenen Strategie notwendig sein. Anders sieht es hingegen für Optionstrader aus!
Sind Sie im Options- oder Future-Handel aktiv, stellen der Hexensabbat (großer Verfallstag) und der kleine Verfallstag (monatlich, Verfall von Optionen und Futures, die nicht auf Aktien und Aktienindizes basieren) wichtige Termine für Sie dar.
Es ist sogar möglich, durch VIX-Optionen oder eine Calendar-Spread-Strategie von diesem Termin zu profitieren! Der Hexensabbat bleibt jedoch notorisch unberechenbar; daher sind auch solche Vorgehensweisen mit einem ernstzunehmenden Risiko verbunden!








