Der Hochfrequenzhandel ist ein computerbasierter, voll-automatisierter, blitzschneller Handel mit einer hohen Anzahl von Trades. Dieses High Frequency Trading unterliegt in Deutschland und den meisten anderen Nationen strengen Regeln und Vorgaben. Ob und wie sich diese Handelsform für private Händler eignet, welche Bedingungen zu erfüllen sind und welche Bedeutung High Frequency Trading hat, haben wir für Sie zusammengefasst.
Das wichtigste in Kürze
- Hochfrequenzhandel liegt vor, wenn eine hohe Anzahl vollautomatischer Trades ohne menschliche Entscheidungen betrieben werden und dazu latenzmindernde Infrastruktur zum Einsatz kommt
- Die Handelsform ist für private Anleger kaum zugänglich und kommt fast ausschließlich im professionellen Bereich zum Einsatz
- High Frequency Trading gilt als umstritten und kann erhebliche Auswirkungen auf die Märkte und Börsen haben. Es ist daher streng reglementiert und benötigt eine entsprechende Erlaubnis
- Private Trader können Alternativen einsetzen, die auf dem gleichen Konzept basieren
Hochfrequenzhandel an der Börse: was steckt dahinter?
Leistungsfähige Computer bilden schon seit Jahrzehnten das Rückgrat der Finanzmärkte. Neben dem Einsatz in Banken, Behörden und für die Infrastruktur der Märkte finden die Systeme aber auch auf Seiten der Händler immer breitere Verwendung.
AI-gestützte Anlageempfehlungen, Trading-Bots und Automatisierungen in Trading-Programmen gehören heute schon zum Alltag. Sie optimieren unsere Handelsentscheidungen, aber die meisten Trader öffnen und schließen ihre Positionen noch selbst, mit Unterstützung der Systeme.
Ganz anders sieht es beim Hochfrequenzhandel aus: Hier laufen die Trades völlig automatisiert, ganz ohne menschliches Zutun ab. Wie der Name schon vermuten lässt, ist hier auch die Anzahl der Trades enorm hoch.
Die eingesetzten Hochleistungscomputer können im Bereich von Mikrosekunden, also dem Millionstel einer Sekunde, reagieren. Um diesen Zeitvorteil überhaupt nutzen zu können, ist auch eine entsprechende Infrastruktur erforderlich: High Frequency Trading findet oft in der direkten Nähe der Börsen statt, um die Datenübertragung zu beschleunigen.
Anhand vorprogrammierter Algorithmen handeln die Systeme blitzschnell und versuchen so, Gewinne zu realisieren. Das gelingt zum Beispiel, indem man Verzögerungen des Marktes erkennt und “schneller als die Konkurrenz” agiert. Auch Unterschiede zwischen Handelsplätzen lassen sich so nutzen.
Der Handel in Hochfrequenz macht an der Börse bereits einen Großteil des Handelsaufkommens aus. Seine Befürworter argumentieren, er trüge dort zur Liquidität und niedrigen Spreads bei und wäre für die Funktion der Börsen und der gesamten Wirtschaft sehr wichtig. Es gibt jedoch auch sehr kritische Stimmen.
Definition: der Hochfrequenzhandel ist streng reglementiert
Das High Frequncy Trading ist in Europa reglementiert und in mehreren Gesetzen definiert. Aber Handel mit hohen Geschwindigkeiten und dem Einsatz von Computern ist nicht automatisch Hochfrequenz-Trading! Sie müssen sich also keine Sorgen machen, dass Ihre Scalping-Strategie eine offizielle Erlaubnis benötigt.
In Deutschland ist dabei vor allem das Hochfrequenzhandelsgesetz entscheidend. Eine sehr ähnliche Definition findet sich außerdem in der “Markets in Financial Instruments Directive” (MiFID), einer EU-Richtlinie zu verschiedenen Finanzinstrumenten. Sie legen das High Frequency Trading wie folgt fest:
Hochfrequenz-Trading liegt vor, wenn
- Ein System den Handel (Einleitung, Weiterleitung, Ausführung etc.) selbstständig und ohne menschliches Zutun verarbeitet.
- Sogenannte “latenzmindernde Infrastrukturen” zum Einsatz kommen.
- Ein hohes untertägiges Mitteilungsaufkommen vorliegt.
Treffen alle drei Punkte auf eine Handelsstrategie zu und die ausführende Person handelt auf eigene Rechnung, wird eine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz benötigt.
Der erste Definitionspunkt, der Handel ohne menschliches Zutun, ist in Zeiten von Trading-Bots und Algorithmen vergleichsweise häufig anzutreffen. Jeder Trader kann heute entsprechende Programme einsetzen. Aber nur, wenn auch die nächsten beiden Vorgaben erfüllt sind, liegt tatsächlicher Hochfrequenzhandel vor.
Unter den “latenzmindernden Infrastrukturen” versteht man dabei technische Maßnahmen, die den Handel beschleunigen sollen. Da eine normale Internetverbindung zum Beispiel eine leichte Verzögerung bei der Datenübertragung aufweist, ist sie für den Handel im Mikrosekundenbereich nicht geeignet.
Die beliebteste Maßnahme, um diesen Zeitverlust zu umgehen, ist die örtliche Nähe zu den Handelsplätzen. Befindet sich ein Hochleistungscomputer in direkter Nachbarschaft zu den Servern der Börse, gelingt die Signalübertragung wesentlich schneller.
Müssen die Daten hingegen erst um die halbe Welt “reisen”, ist der Zeitvorteil der High Frequency Trading-Systeme dahin. Zuletzt ist eine hohe Menge an Trades (“hohes untertägiges Mitteilungsaufkommen”) erforderlich, um die Definition für Hochfrequenzhandel zu erfüllen.
Die Behörden nennen hier bewusst keine konkreten Zahlen, aber in der Praxis sind mehrere Tausend Trades pro Tag nötig, um diesen Definitionspunkt zu erfüllen. Insgesamt sind die Gefahren, fälschlicherweise als High Frequency Trader eingestuft zu werden, also sehr gering.
Liegt Hochfrequenzhandel laut Gesetz vor, sind auch die zahlreichen Vorgaben der Behörden zu erfüllen. Die Unternehmen müssen zum Beispiel verschiedene Sicherheitsvorkehrungen treffen und ständig überwachen, um unbeabsichtigte Marktmanipulationen zu vermeiden.
Die vielen Regelungen sind ein weiterer Grund, warum diese Art des Handels für Privatpersonen nicht realistisch durchführbar ist: Selbst, wenn Sie die nötigen Computersysteme und das technische Knowhow für High Frequency Trading hätten, würden die rechtlichen Anforderungen den Rahmen sprengen.
Hochfrequenzhandel, Fluch oder Segen?
Das Konzept Hochfrequenzhandel steht seit langem in der Kritik. Gegner und Befürworter bringe unterschiedliche Argumente vor. Fakt ist, dass von einem unregulierten High Frequency Handel erhebliche Gefahren ausgehen. Diese Art von Trades ist deshalb an allen Märkten stark reglementiert und überwacht.
Die einzelnen Börsen und Aufsichtsbehörden nutzen unterschiedliche Maßnahmen, um diese Risiken zu minimieren. Mit Volatilitätsunterbrechungen begrenzt man zum Beispiel die Möglichkeit der Algorithmen, Schäden zu verursachen.
Zudem analysieren die Kontrollorgane mit hohem Aufwand Marktbewegungen. Denn durch den Hochfrequenzhandel sind Manipulationen möglich - insbesondere in Verbindung mit hohen Kapitalmengen. Einige derartige Betrugsversuche konnten die Behörde in der Vergangenheit bereits erkennen und aufhalten.
Die Betreiber von Hochfrequenz-Trading müssen zu diesem Zweck ihre Algorithmen auf Anfrage offenlegen. Durch automatisierte Plausibilitätsprüfungen können die Börsen weitere Ungereimtheiten aufdecken. Trotz dieser umfangreichen Sicherungsmaßnahmen bleiben Ungewissheiten und Probleme bestehen.
Vorzüge
Der Hochfrequenzhandel macht an der Börse einen großen Teil der täglichen Trades aus. Dadurch bewegen sich gewaltige Mengen an Aktien, Futures, Devisen und Co. In der Folge steigt unweigerlich die Liquidität, was wiederum positiv für Banken, Unternehmen und Kleinanleger ist.
Da durch High Frequency Trader ständig Geschäfte abgeschlossen werden, finden andere Händler leichter eine Gegenseite für ihre eigenen Positionen. Befürworter der Methode gehen davon aus, dass sich auf diese Weise der Spread (Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis) an den Märkten reduziert.
Der hauptsächliche Vorzug und letztlich der Grund, warum Banken und Unternehmen diese Art des Handels betreiben, ist jedoch die Gewinnaussicht. Durch den Handel entstehen Einnahmen “aus dem Nichts”, was für die beteiligten Institutionen natürlich äußerst positiv ist.
Probleme
Hochfrequenz-Trading ist durchaus kritisch zu sehen, da zahlreiche direkte und indirekte Probleme daraus entstehen können. Das scheinbar magische Geldvermehren (insbesondere durch Arbitrage-Strategien), das die Handelstechnik bietet, hat erhebliche ethische Komplikationen.
Die Beteiligten erzeugen zusätzliches Vermögen, ohne einen Marktwert beigetragen zu haben. Andere Marktteilnehmer, wie zum Beispiel Arbeiter und Angestellte, erleben dadurch letztlich eine Entwertung ihrer Arbeitskraft: Wenn Geld aus dem Nichts geschaffen werden kann, verliert die eigene, geleistet Arbeit an Bedeutung.
Kritiker merken außerdem an, dass durch den Handel in Hochfrequenzen den Börsen eine erhöhte Nachfrage vorgetäuscht wird. Da die High Frequency Trader kein tatsächliches Interesse an den gehandelten Werten haben (sie kaufen z.B. Aktien nicht, weil sie an das Potenzial des Unternehmens glauben), verfälschen und verzerren die Marktdaten.
Dutzende von Studien, die diese Problematik in der Vergangenheit untersuchten, kamen zum gleichen Ergebnis: Der Hochfrequenzhandel an der Börse erhöht die Kosten für andere Marktteilnehmer.
Durch die hervorgerufenen Verzerrungen und die Unberechenbarkeit sinkt außerdem das Vertrauen der Bevölkerung in die Finanzmärkte insgesamt. Zudem ist der Hochfrequenzhandel anfällig für Fehler und Manipulationsversuche.
Aufgrund der hohen Geschwindigkeit, mit der die Systeme ihre Algorithmen ausführen, summieren sich auch die Schäden in kurzer Zeit zu gewaltigen Summen. Die Folgen können nicht nur die Unternehmen treffen, die diese Art des Handels betreiben, sondern auch negative Einflüsse auf die Märkte selbst nehmen.
Böswillige oder unabsichtliche Manipulationen haben immer wieder für erhebliche Schäden gesorgt. In Anbetracht der Gefahren und Probleme, die mit dem Hochfrequenz-Trading einhergehen, ist der Wunsch nach strengeren Regulierungen oder sogar einem vollständigen Verbot nicht überraschend.
Obwohl zahlreiche Kritiker derartige Maßnahmen fordern, sind Änderungen an den Vorgaben für High Frequency Trading in Deutschland eher unwahrscheinlich.
High Frequency Trading Strategien
Beim Handel in Hochfrequenz können unterschiedliche Strategien zum Einsatz kommen. Sie alle nutzen die Vorzüge der Computersysteme und basieren auf einem von zwei grundlegenden Konzepten:
- Die hohe Geschwindigkeit der Trading-Systeme oder
- Die Möglichkeit, hohe Trading-Volumen in kurzer Zeit abzusetzen
Hochfrequenzgeschäfte sind für Privatpersonen aufgrund des erheblichen technischen und regulatorischen Aufwands zwar nicht zugänglich; sie bieten jedoch interessante strategische Ansätze und können Händlern bei der Optimierung ihrer eigenen Vorgehensweise helfen.
Zudem ist es sinnvoll, das Hochfrequenz-Konzept zu kennen. Nur so können Sie die Funktionsweise der Märkte verstehen und langfristig erfolgreich handeln!
1. Volumenstrategien
Durch leistungsfähige Computer können die Betreiber tausende von Orders in kürzester Zeit platzieren. Die Systeme können ebenso problemlos Dutzende von Handelsplätzen und eine unbegrenzte Anzahl von Assets überwachen, um sofort auf Veränderungen zu reagieren.
Damit ist es zum Beispiel möglich, sämtliche verfügbaren Aktien eines Unternehmens an unterschiedlichen Orten der Welt zu kaufen, sobald diese verfügbar sind. Andere Volumenstrategien setzen auf Preisveränderungen, die durch das Auslösen einer hohen Menge an Trades hervorgerufen werden.
2. Geschwindigkeitsstrategien
Der überwiegende Teil der Hochfrequenz-Händler nutzt die überlegene Geschwindigkeit der Programme, um Vorteile am Markt zu realisieren. Durch die Möglichkeit, Preisunterschiede innerhalb von Mikrosekunden zu handeln, können sie Differenzen oder kurzzeitige Angebote ideal ausnutzen.
Eine beliebte Variante, diese Geschwindigkeit zu nutzen, ist der Arbitrage-Handel. Hierbei nutzt man minimalste Preisunterschiede zwischen verschiedenen Börsen. Da sich solche Differenzen meist äußerst schnell wieder ausgleichen, ist ein hohes Tempo erforderlich.
Die Computer bewegen große Volumina blitzschnell zwischen den Handelsplätzen. So könnte das System etwa Aktien an Handelsplatz A für 100 Euro einkaufen und diese sofort an Handelsplatz B für 100,01 Euro verkaufen.
Ein Cent Gewinn scheint zunächst nicht der Rede wert, summiert sich aber bei einem hohen Volumen pro Trade. Zudem können Tausende solcher Transaktionen in kurzer Zeit abgewickelt werden, was die Einnahmen ebenfalls drastisch steigert.
Arbitrage-Strategien sind auch unter privaten Händlern weit verbreitet. Ohne die Infrastruktur des Hochfrequenz-Tradings sind solche Vorgehensweisen jedoch deutlich seltener erfolgreich.
Zudem benötigen Sie Zugang zu entsprechenden Daten, um die Preisunterschiede schnell und zuverlässig zu entdecken - ein weiterer Grund, weshalb Arbitrage-Trading eher für Profis geeignet ist.
Durch Signaldienste, wie zum Beispiel Forex-Signale, hat sich der Zugang zu Handelsdaten für Privatpersonen in den letzten Jahren jedoch verbessert. Arbitrage und ähnliche Tradingformen haben dadurch eine kleine Renaissance erlebt.
Ebenfalls in den Bereich der geschwindigkeitsbasierten Strategien fällt das Ausnutzen günstiger, aber zeitlich begrenzter Gelegenheiten. Die Systeme der Hochfrequenz-Händler beobachten dabei unterschiedlichste Assets und warten auf attraktive Gelegenheiten.
Ein größerer, plötzlicher Abverkauf oder eine plötzliche Spitze in den Kursen sind typische Beispiele. Derartige Chancen sind nur mit der hohen Geschwindigkeit der Computer nutzbar.
Umsetzung für private Händler
Es ist zwar nicht völlig unmöglich, aber die Hochfrequenzgeschäfte sind für private Händler nur äußerst schwer umzusetzen. Durch die hohen technischen und rechtlichen Anforderungen kommt der Einsatz fast ausschließlich für Banken und andere Institute infrage.
Als privater Marktteilnehmer können Sie jedoch die gleichen Techniken (in leicht abgewandelter Form) anwenden und somit vom dahinterstehenden Konzept profitieren. Dafür stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung
1. Trading-Bots und automatisiertes Trading
Das Automatisieren von Handelsentscheidungen und Transaktionen hat in den Finanzmärkten eine lange Geschichte. Sogar eine einfache Limit- oder Stop-Order stellt letztlich eine Automatisierung dar: Sie legen fest, dass eine Transaktion automatisch ausgeführt werden soll, wenn ein festgelegter Wert erreicht wird.
Dieses Konzept lässt sich aber noch viel weiter führen! Mit hochwertigen Trading-Programmen können Sie komplexe Strategien in Regeln überführen, die die Software dann für Sie ausführt. Dabei profitieren Sie von der emotionslosen Durchführung des Computers - er kennt keine Panik, Gier oder Unsicherheit.
Händler können heute aus immer mehr Angeboten zum automatischen Trading auswählen. Umso wichtiger ist es daher, dass Sie eine Trading-Software mit passenden Schnittstellen verwenden. Nur so können Sie die externen Tools auch in der Praxis einsetzen.
Das kann CapTrader:
CapTrader-Kunden erhalten kostenlosen Zugriff auf mehrere professionelle Trading-Programme. Alternativ können Sie ein Trading-Tool über externe Schnittstellen anbinden. Unser erfahrener, deutscher Kundenservice hilft Ihnen bei Fragen und Problemen.
Besonders beliebt ist derzeit das “KI-Trading”. Künstliche Intelligenz ist ohnehin in aller Munde und macht auch vor dem Finanzmarkt nicht halt. Die lernfähigen Computersystem können Ihre Strategie optimieren oder mit hoher Präzision für Sie umsetzen.
Die Angebote umfassen oft vollautomatische KI-Investments, die meist über attraktive Apps in wenigen Sekunden angelegt sind. Sie richten sich jedoch eher an unerfahrene Personen und konnten bisher noch keine langfristig lukrative Rendite vorweisen.
Als zusätzlicher Input für Ihre eigene Trading-Strategie sind die Programme aber durchaus nützlich. Unabhängig davon, ob Sie eine KI einsetzen, in einem Trading-Programm direkt Regeln erstellen oder externe Software nutzen … es ist dringend zu empfehlen, die Anwendung zuerst auf einem Demo-Konto zu erproben!
Bei der Automatisierung kann viel schiefgehen. Auch im Hochfrequenz-Bereich sind lange Testschleifen und Stresstests der Programme unbedingt erforderlich. Sie können Ihre Bots, Automatisierung und externe Trading-Software zum Beispiel über ein Demo-Konto bei CapTrader testen.
2. Trading-Strategien mit hoher Geschwindigkeit
Der zweite, wichtige Vorteil beim Trading in Hochfrequenz ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die Programme die Anweisungen ausführen. Dieser Aspekt lässt sich mit regulären Computern und typischen Internet-Hausanschlüssen leider nicht nachbilden - die Umsetzung einer Handelsanweisung dauert einfach zu lange.
Schnelles Trading ist jedoch auch unter privaten Händlern beliebt. Hier ist insbesondere das Scalping zu nennen, eine Handels-Philosophie, bei der sich zahlreiche schnelle Trades mit kleinen Gewinnen summieren. Da die Hochfrequenzgeschäfte für Nicht-Profis eher unzugänglich sind, gilt das Scalping gemeinhin als schnellste Handelsform.

Unter den Trading-Formen gilt das Scalping gemeinhin als schnellste Form. Der Hochfrequenzhandel ist zwar noch deutlich schneller, jedoch für private Händler nahezu unzugänglich.
Das Scalping ähnelt damit der Funktionsweise des Hochfrequenz-Tradings. High Frequency Trading wird daher auch oft scherzhaft als “Scalping-Strategie auf Speed” bezeichnet.
Während beim Handel in Hochfrequenz die technischen Möglichkeiten eine entscheidende Rolle spielen (niedrige Latenz/schnelle Datenübertragung, leistungsfähige Computer …) sind beim Scalping die Fachkenntnis des Händlers und seine Disziplin die wichtigsten Erfolgsfaktoren.
Zudem sollten Sie bedenken, dass bei schnellen Handelsstrategien der Broker eine enorm wichtige Rolle spielt! Kaufen Sie nur gelegentlich einzelne Aktien, sind die Kosten für den Handel eher zu vernachlässigen.
Beim Scalping, Hochfrequenzgeschäften und ähnlichen Vorgehensweisen platzieren Sie jedoch mehrere Dutzend bis hin zu Tausenden von Trades pro Tag! Bereits kleinste Unterschiede im Abrechnungsmodell Ihres Brokers können auf dadurch massive Unterschiede bewirken.
So ist CapTrader beim Handel mit US-Aktien zum Beispiel mehr als zehnmal billiger als vergleichbare Angebote einer deutschen Hausbank. Bei Transaktion an deutschen Börsen unterbietet CapTrader die Banken immerhin um die Hälfte.
Das kann CapTrader:
Mit Handelspreisen ab $ 0,01 pro US-Aktie oder 0,1 Prozent vom Orderwert für deutsche Wertpapiere erhalten Sie bei CapTrader günstigste Konditionen. Auch Optionen (ab 2,00 Euro), Futures (ab 1,00 Euro) oder Forex-Trading (ab 3,75 Euro) bleibt Ihre Rendite durch die niedrigen Kosten verschont.
Fazit: Hochfrequenzhandel bleibt den Profis vorbehalten
Der Hochfrequenzhandel wirkt äußerst einladend, verspricht er doch kontinuierliche Renditen ohne eigenes Zutun. Leider bleibt diese Form des Tradings nach wie vor den Profis vorbehalten.
Die notwendige Infrastruktur aus leistungsfähigen Computern und schnellster Datenübertragung können private Trader kaum bereitstellen. Zudem ist dieser Handel in hoher Frequenz streng reguliert!
Wer die Definition für High Frequency Trading erfüllt (Handel ohne menschliche Entscheidungen, latenzmindernde Technik, hohes Handelsaufkommen), benötigt eine Erlaubnis nach dem Hochfrequenzhandelsgesetz.
Eine Hürde, die in Anbetracht der Gefahren durchaus gerechtfertigt ist: Durch das Hochfrequenz-Trading können - beabsichtigt oder unbeabsichtigt - Verzerrungen der Märkte entstehen, die erhebliche Schäden anrichten. Auch waschechte Manipulationen traten in der Vergangenheit auf.
Private Trader können dennoch die Philosophie des Hochfrequenzhandels für ihre eigene Vorgehensweise anwenden: Strategien wie das Scalping oder der Einsatz von Trading-Bots und Automatisierung nutzen den gleichen Ansatz wie das High Frequency Trading.
Hier ist auch keine offizielle Erlaubnis erforderlich! Dennoch sind Sie gut damit beraten, solche Strategien zunächst auf einem Demo-Konto zu erproben. Denn die Risiken sind erheblich.








