Geprägt waren die vergangenen Handelswoche insbesondere durch die Furcht der Ankündigung neuer US-Strafzölle. Am späten Mittwochabend kündigte US-Präsident Autozölle in Höhe von 25 Prozent an. Aus Sicht des Wirtschaftskalenders blicken Anleger insbesondere am Freitagnachmittag auf neue US-Preisdaten.
DAX
Quelle: TradingView
Trump kündigt Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos an
Donald Trump hat für Autoimporte in die USA Sonderzölle in Höhe von 25 Prozent angeordnet, welche ab dem 02. April in Kraft treten sollen. Gleichzeitig sollen auch Autoteile betroffen sein, hieß es. Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit immer wieder Strafzölle auf Autos angedroht. Aktuell werden importierte Autos mit einem Zoll von 2,5 Prozent belegt. Anleger dürften nun entsprechende Gegenmaßnahmen der EU-Kommission fürchten, was die Eskalationsspirale weiter vorantreiben könnte.
Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks mit gemischten Signalen
Zu Wochenbeginn signalisierten die Einkaufsmanagerindizes (S&P Global) für das verarbeitende Gewerbe einen leichten Aufschwung, welcher mit 48,30 Zählern allerdings immer noch unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt. Für den Dienstleistungssektor und dem Gesamtindex ging es indes leicht abwärts, beide können jedoch immer noch über 50 Zählern verweilen.
Während sich in der Eurozone ein ähnliches Bild abzeichnet, konnte das Pendant für die USA im Dienstleistungsbereich hingegen deutlich zulegen, musste im verarbeitenden Sektor allerdings Federn lassen.
ifo-Index zeigt Stärke – Hoffen auf Besserung
Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel indes mit 86,7 Punkten so hoch aus wie erwartet, nach 85,4 Punkten im Vormonat. „Die deutsche Wirtschaft hoff auf Besserung“, hieß es aus den Reihen des Instituts. Nicht zuletzt dürfte das jüngst beschlossene Finanzpaket durch die deutsche Bundesregierung als Hoffnungsschimmer verstanden werden.
Geldpolitische Impulse durch verschiedene Fed-Vertreter
Gleichzeitig äußerten sich immer wieder verschiedene Fed-Notenbanker. Austan Goolsbee, Präsident des Notenbankablegers aus Chicago sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview gegenüber der „Financial Times“, dass er in den kommenden zwölf bis 18 Monaten mit einem „deutlich niedrigeren“ Zinssatz rechne. "Meiner Ansicht nach ist Abwarten die richtige Herangehensweise, wenn Staub in der Luft liegt und man es mit Unsicherheit zu tun hat", sagte Goolsbee am Dienstg gegenüber der „Financial Times“.
US-BIP-Wachstumsrate fällt besser aus als gedacht – GfK-Konsumbarometer wächst überschaubar
Einen kleinen Lichtblick gab es indes am Donnerstag durch die publizierte BIP-Wachstumsrate für die USA, welche im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,4 Prozent zulegen konnte und damit etwas stärker als gedacht (2,3 Prozent). Jerome Powell hatte zuletzt von einer insgesamt starken Wirtschaft gesprochen, allerdings für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von lediglich 1,7 Prozent in Aussicht gestellt, nach 2,1 Prozent im Dezember.
Das GfK-Konsumbarometer verbesserte sich am heutigen Freitagmorgen entgegen den höheren Erwartungen mit 0,1 Zähler auf minus 21,3 Punkte. Hintergründe für die Verunsicherung dürfte die jüngste Ankündigung der anziehenden Staatsschulden durch das Finanzpaket und der US-Zollpolitik sein.
US-Preisdaten runden Handelswoche ab – Hoffen auf Zinssenkungssignale
Am heutigen Freitag richtet sich abschließend die Aufmerksamkeit auf den sogenannten „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben (13:30 Uhr). Anleger versprechen sich in diesem Zusammenhang wichtige Inflationssignale und somit möglicherweise geldpolitische Impulse.
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