Zwischen den Jahren ist der Handel hierzulande als auch an der Wall Street erwartungsgemäß entspannt verlaufen, zumal ein Großteil der Anleger ohnehin angesichts der jüngsten Feiertage das Börsengeschehen lediglich von der Seitenlinie aus betrachtet haben dürfte. Dennoch haben chinesische Konjunkturdaten in der verkürzten Handelswoche für Aufsehen gesorgt. Während hierzulande die Neuwahlen der zukünftigen Bundesregierung ihre Schatten vorauswerfen, dürfte der offizielle Amtsantritt durch Donald Trump am 20. Januar mit Spannung erwartet werden.
DAX Chart
Quelle: TradingView
China-Daten fallen gemischt aus – Impulsarmer Handel wegen Silvester und Neujahr
In der Nacht von Montag auf Dienstag und damit noch im alten Jahr war der PMI-Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe mit 52,20 Punkten besser ausgefallen als gedacht (50,20 Punkte). Gegenteilig sorgte allerdings der NBS-Produktionsindex für negative Signale. Nur haarscharf notiert dieser mit 50,10 Punkten oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.
Am Dienstag blieb der Handel wegen Silvester in Frankfurt am Main zudem geschlossen, während an der Wall Street noch regulär gehandelt werden konnte. Wegen Neujahr blieb der Handel rund um den Globus am Mittwoch allerdings geschlossen.
Der Caixin-Index für die Produktion fiel mit 50,50 Punkten ebenfalls schwächer aus als gedacht (51,70 Punkte).
Chinas Wirtschaft ächzt weiterhin unter Immobilienkrise – Furcht vor Strafzöllen durch Trump
Die gemischten Signale aus dem Reich der Mitte zeigen, dass die heimische Konjunktur trotz der jüngsten Stützungsmaßnahmen durch die Regierung noch nicht über dem Berg ist. China ächzt weiterhin unter der schwelenden Immobilienkrise. Zudem fürchtet die Wirtschaft die durch Donald Trump angekündigten Strafzölle auf Einfuhren in die USA.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe niedriger als gedacht – NFPs werden kommenden Freitag publik
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fielen am Donnerstag mit 211.000 Einheiten deutlich niedriger aus als erwartet (222.000 Einheiten), nach insgesamt 219.000 Anträgen in der Woche zuvor.
Am kommenden Freitag richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts (Non-Farm Payrolls). Marktteilnehmer versprechen sich wichtige Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik. Ende Januar kommt die Fed erstmals im neuen Jahr planmäßig zusammen, um über den Leitzins zu entscheiden.
Am heutigen Nachmittag sollten Anleger zudem noch dem ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Auge behalten (16:00 Uhr).
E-Autobauer Tesla mit Absatzproblemen auf wichtigen Absatzmärkten
Für Aufsehen sorgte zudem am Donnerstag eine Mitteilung in den Reihen des E-Autoherstellers Teslas. Wegen einer schwächeren Nachfrage nach E-Autos sieht sich das von Elon Musk geleitete Unternehmen auf mehreren Absatzmärkten unter Druck. Erstmals in der Geschichte wurden 2024 weniger Fahrzeuge als im Vorjahr verkauft, hieß es. So sank der Absatz um 1,1 Prozent auf 1,79 Millionen Fahrzeuge. Die Papiere gaben daraufhin zwischenzeitlich um über sieben Prozent nach.
Tesla Chart
Quelle: TradingView




