Der geopolitische Konflikt zwischen dem Iran und Israel hat Anleger in den vergangenen Tagen verstärkt umgetrieben. Die durch Donald Trump angekündigte Waffenruhe zwischen beiden Ländern hat wie erwartet für große Erleichterung gesorgt. Spekulationen um den Nachfolger des Fed-Chefs Jerome Powell und die damit im Zusammenhang stehende Hoffnung auf eine in Zukunft lockere US-Geldpolitik haben insbesondere am Donnerstag für Aufsehen gesorgt. Zum Wochenabschluss dürfte sich die Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung wichtiger US-Preisdaten richten.
DAX
Waffenruhe zwischen Iran und Israel gibt Auftrieb und holt Risikofreude zurück
Die durch Donald Trump angekündigte Feuerpause im Nahostkonflikt hat rund um den Globus für Aufatmen gesorgt. Allerdings hatten sich kurz nach Beginn der Waffenruhe zwischen dem Iran und Israel beide Seiten neue Angriffe vorgeworfen, woraufhin der US-Präsident zur Einhaltung mahnte. Die Feuerpause im Konflikt und damit einhergehenden Entspannungssignale haben Anleger willkommen geheißen. Trump zufolge soll es in der kommenden Woche bereits neue Gespräche mit dem Iran geben.
Spekulationen um möglichen Powell-Nachfolger bewegen – Anleger dürften auf Zinssenkungen hoffen
Im Mai 2026 endet der Vertrag von Fed-Chef Jerome Powell. Dem „Wall Street Journal“ zufolge habe der US-Präsident mit dem Gedanken gespielt, den Nachfolger Powells im September oder Oktober zu benennen und bekanntzugeben. Das WSJ selbst beruft sich dabei auf Insider, welche bei Namen nicht genannt werden wollen.
Trump hatte in der Vergangenheit Jerome Powell stark kritisiert und Zinssenkungen gefordert. In der vergangenen Woche hatte die Fed abermals das Leitzinsniveau unverändert gelassen. Seit Dezember notiert das Zinsband bei 4,25 bis 4,50 Prozent.
ifo-Index steigt auf höchsten Stand seit Mai 2024 – sechster Anstieg in Serie.
Als eines der Wochenhöhepunkte fungierte am Dienstag die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex, welcher auf den höchsten Stand seit über einem Jahr kletterte. Das Geschäftsklima legte im Juni um 0,9 Zähler auf 88,4 Punkte zu. Insgesamt stieg das Konjunkturbarometer damit den sechsten Monat in Folge. Monatlich befragt das in München ansässige Institut rund 9.000 Unternehmen.
GfK-Konsumklima nach drei Anstiegen leicht rückläufig – US-BIP schrumpft stärker als gedacht
Das GfK-Konsumklima ist in Deutschland nach drei Anstiegen in Serie wieder etwas zurückgegangen. Allerdings würden die Verbraucher so optimistisch auf die Wirtschaftslage blicken wie zuletzt vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Das GfK-Institut erwartet für den Juli ein leicht sinkendes Konsumklima in Höhe von 0,3 Punkten auf -20,3 Zähler.
Die US-Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten des Jahres deutlicher zurückgegangen als bis dato angenommen. Im ersten Quartal 2025 ging das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent auf das Jahr hochgerechnet zurück, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Ende Mai war man noch einem Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Jahresvergleich ausgegangen. Im vierten Quartal 2024 hatte das BIP noch bei 2,4 Prozent gelegen.
US-Preisdaten runden Handelswoche ab – Wichtige Inflationssignale denkbar
Am heutigen Freitag blicken Anleger abschließend auf die Publikation wichtiger US-Preisdaten. Für 14:30 Uhr wird die sogenannte Kernrate der persönlichen Konsumausgaben (Preisindex) erwartet.
Auch die finalen Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) für die US-amerikanische Seite sollten beachtet werden (16:00 Uhr).
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView




