Anleger hierzulande könnten am letzten Handelstag der Woche und Monat nach dem nächsten Rekordhoch lechzen. Eine Flut überwiegend positiver Quartalszahlen sorgt derzeit für Rückenwind und überlagert die geopolitischen Sorgen im Nahen Osten zumindest vorübergehend. Die Berichtssaison könnte den Märkten eine neue Navigationsroute weisen und den Investoren den zuletzt verloren geglaubten Kompass zurückgeben. Gleichzeitig bleibt der Iran-Konflikt ein Unsicherheitsfaktor, der jederzeit für erhöhte Nervosität sorgen kann. Entsprechend dürfte die Gratwanderung zwischen Gewinnoptimismus und Risikobewusstsein den Handel weiter prägen. Der Weg nach oben in Richtung Rekordhöhen dürfte schmal bleiben. Zur Wochenmitte war es insbesondere die im Vorfeld mit Spannung erwartete US-Notenbanksitzung, welche Anleger beschäftigte.
DAX

ifo-Index zieht zum dritten Mal in Folge an – US-Auftragseingänge für langlebige Güter unter den Erwartungen
Der ifo-Index, welcher nicht zuletzt auch als das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer angesehen wird, kletterte im Juli auf 86,6 Punkte und damit das dritte Mal in Serie, wie das in München ansässige ifo-Institut zu Wochenbeginn mitteilte. Monatlich befragt das Institut rund 9.000 Führungskräfte. Ökonomen, welche im Vorfeld von Reuters befragt wurden, hatten mit 86,0 Punkten gerechnet. Im Juni hatte der Index noch bei 85,7 Zählern notiert.
Die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent, nachdem Fachleute im Vorfeld mit einem Plus in Höhe von 2,5 Prozent gerechnet hatten. Im Vergleichsmonat zuvor waren die Auftragseingänge allerdings noch um 4 Prozent zurückgegangen.
Zur Wochenmitte hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wie erwartet das Leitzinsniveau bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Allerdings hatten drei Mitglieder des Offenmarktausschusses für eine Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts plädiert.
Deutsche Wirtschaft trotzt geopolitischen Risiken im Iran – Wachstum von 0,3 Prozent im Frühjahr
Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Risiken durch den Iran-Krieg gewachsen, wie neueste Daten am Donnerstag hervorbrachten. Im Zeitraum April bis Juni legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu und damit das dritte Mal in Folge. Im letzten Quartal 2025 konnte ein Wachstum von 0,3 Prozent und in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 ein Plus von 0,4 Prozent erzielt werden.
Privaten Einkommen und Konsumausgaben in den USA steigen nicht so stark wie gedacht
Die privaten Einkommen in den USA sind im Juni (gegenüber dem Vormonat) mit 0,2 Prozent weniger stark gestiegen als angenommen (0,3 Prozent), wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Die persönlichen Konsumausgaben kletterten im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent und damit ebenfalls nicht so stark wie gedacht (0,4 Prozent). Der sogenannte PCE-Index zog im Jahresvergleich um 3,7 Prozent an (zuvor 4,1 Prozent). Besagter Index wird nicht zuletzt auch als bevorzugtes Preismaß für die US-Notenbank angesehen.
Last but not least rücken am heutigen Freitag zudem noch die vorläufigen Inflationsdaten für die Europäische Union in den Blickpunkt (11:00 Uhr).
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