Die Aktienindizes dies- und jenseits des Atlantiks waren auch in der vierten Handelswoche nach Ausbruch des Iran-Konflikts von den geopolitischen Unwägbarkeiten geprägt. Die jüngste Verlängerung des Ultimatums durch Donald Trump sorgte dabei allerdings nicht für Entspannung. An den Märkten wächst die Skepsis, dass eine schnelle Lösung in Sicht ist. Die erneute Fristverlängerung wirkt weniger wie ein diplomatischer Fortschritt als vielmehr wie ein Zeichen dafür, dass eine tragfähige Einigung weiterhin auf sich warten lässt.
Solange es keine klaren Entspannungssignale gibt, dürften die Schlagzeilen auch in der neuen Handelswoche über Wohl und Wehe an den Börsen entscheiden.
In einer aus Sicht des Wirtschaftskalenders vergleichsweise überschaubaren Handelswoche kam es allerdings zwischenzeitlich immer wieder zu Impulsen.
DAX

Anleger zwischen vorsichtiger Hoffnung auf diplomatische Fortschritte und der latenten Gefahr vor einer weiteren Eskalation
Der Iran-Konflikt hält die Börsen weiterhin fest im Griff. Anleger bewegen sich aktuell zwischen vorsichtiger Hoffnung auf diplomatische Fortschritte und der latenten Gefahr einer weiteren Eskalation. Die aktuelle Gemengelage dürfte Investoren weiterhin viel abverlangen. US-Präsident Donald Trump hatte sein zuletzt 48-stündiges Ultimatum an den Iran um weitere fünf Tage auf 10 Tage verlängert. So werde er zunächst bis zum 6. April von Bombenangriffen auf iranische Kraftwerke absehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Der Ölpreis fungiert dabei als zentrales Risikobarometer für die Finanzmärkte. Steigende Notierungen schüren Inflationsängste, dämpfen zugleich die Wachstumsperspektiven und wirken damit als doppelter Gegenwind für Anteilsscheine.
Einkaufsmanager fallen dies- und jenseits des Atlantiks gemischt aus
Am Dienstag konnten die Einkaufsmanager hierzulande (HCOB) für die Bereiche verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistung als auch Gesamt alle besser zulegen als zunächst gedacht. Die Pendants für die Eurozone enttäuschten hingegen in den Bereichen Service und Gesamt.
Während für die USA (S&P Global) der verarbeitende Sektor besser ausfiel als erwartet, musste der Dienstleistungssektor Einbußen hinnehmen.
ifo-Index fällt auf tiefsten Stand seit Februar 2025 – GfK-Verbrauchervertrauen schwächer als gedacht
Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen ist wegen des Iran-Krieges gedrückt. Der ifo-Geschäftsklimaindex wurde am Mittwoch publik und ist auf den tiefsten Stand seit Februar 2025 gefallen. Mit 86,4 Punkten im März konnte das Konjunkturbarometer die im Vorfeld getätigten Erwartungen von 86,1 Einheiten allerdings übertreffen, nach 88,4 Punkten im Vormonat.
Das GfK-Konsumklima wurde am Donnerstag publik, welches mit minus 28 Zählern schwächer ausfiel als gedacht (-26,5 Punkte). Im Monat zuvor hatte besagter Wert bei minus 24,8 Punkten gelegen.
Hintergrund für den Rückgang dürften nicht zuletzt Inflationssorgen wegen des andauernden Konflikts im Nahen Osten sein.
Dow Jones Industrial Average Index

Ölpreis (West Texas Intermediate)





