Willkommen zurück zu einem neuen Artikel über REITs und Co! Wer regelmäßig vorbeischaut, weiß, dass Immobilien und insbesondere Real Estate Investment Trusts eine höherer Gewichtung in meinem Depot haben. Zuletzt gab es Blogbeiträge zu einzelnen REITs wie Mid-America Apartment Communities, den REIT-Sektorüberblick und ein kleiner Deep Dive in das Nischenthema Preferred Shares.
Heute möchte ich aber sozusagen eine Ebene höher einsteigen, denn an Immobilien lässt sich nicht nur verdienen, indem man sie direkt besitzt oder via REIT daran beteiligt ist. Eine weitere Möglichkeit sind sog. Alternative Asset Manager, die institutionelles Kapital verwalten (und zunehmend das von Privatanlegern) und damit u.a. Immobilien, Infrastruktur, Private Credit und/oder Private Equity finanzieren.
Mit Blick auf Immobilien ist das schon seit einiger Zeit sehr interessant. Denn bereits 2025 deutete sich eine Übernahmewelle bei börsennotierten REITs an, die sich 2026 nochmal deutlich beschleunigt hat. Allein in Q1 sind fünf Übernahmen mit einem Volumen von ca. 26 Milliarden USD angekündigt worden. Zum Vergleich, 2025 waren es 14 Milliarden bei ebenfalls fünf Deals. Im Regelfall haben die Käufer dabei hohe Aufschläge auf den Börsenkurs gezahlt und trotzdem ein Schnäppchen geschossen.
Auf der Käuferseite tauchen immer wieder bekannte Namen wie Brookfield, Blackstone, Ares oder Blue Owl auf. Und genau einige dieser Unternehmen schauen wir uns heute näher an inkl. eines kleinen Exoten.
Was machen Alternative Asset Manager?
Ein (Equity) REIT besitzt im Regelfall Immobilien und verdient an den daraus generierten Mieten. Bei einem Asset Manager funktioniert das Geschäftsmodell etwas anders. Solche Unternehmen sammeln Kapital ein von Pensions- und Staatsfonds, von Versicherungen, von vermögenden Privatkunden oder zunehmen auch von normalen Privatanlegern und investieren das eingesammelte Kapital in die unterschiedlichsten Strategien.

Geschäftsmodell eines Alternative Asset Managers am Beispiel von Brookfield
(Quelle: Brookfield Asset Management)
Dafür erhält der Manager laufende Verwaltungsgebühren, die um sog. Performance Fees oder andere Gebührenarten für besondere Erfolge oder Erreichen von Meilensteinen ergänzt werden können. Je mehr Kapital verwaltet wird, hier sprich man übrigens vom AUM (Assets under management), desto besser lässt sich das Geschäftsmodell skalieren.
Einen Bereich finde ich besonders spannend, nämlich Permanent Capital. Darunter versteht man Kapital, was nicht wie bei einem klassischen Fonds innerhalb eines vorab definierten Zeitraums zurückgezahl werden muss. Börsennotierte REITs und auch BDCs usw. können einem Alternative Asset Manager über sehr lange Zeiträume Gebühren bescheren. Genau aus diesem Grund haben Patria Investments, Blue Owl Capial Inc., Brookfield Asset Management und Ares Management in den vergangenen Jahren viel Geld und Zeit in den Aufbau solcher Stukturen investiert.
Damit unterscheiden sich übrigens auch die Kennzahlen, auf die man bei solchen Unternehmen schauen sollte. Statt AFFO, dem Multiple P/AFFO oder Net Debt / EBITDA sind v.a. die AUM und der Teil des AUM, der Gebühren einbringt (Fee-bearing AUM), Fee Related Earnings und Distributable Earnings interessant. Die genaue Definition unterscheidet sich dabei von Unternehmen zu Unternehmen, ein direkter Vergleich ist daher nur näherungsweise möglich.
Patria Investments
Beginnen möchte ich mit dem wohl unbekanntesten Unternehmen, nämlich Patria Investments (TWS-Ticker: PAX, ISIN: KYG694511059). PAX ist ursprünglich ein lateinamerikanischer Asset Manager, der seinen Schwerpunkt u.a. auf Private Equity, Infrastruktur, Real Estate und Credit gelegt hat. In der Zwischenzeit ist das Unternehmen auch in Europa und den USA auf dem Vormarsch und verwaltet Assets von mehr als 62 Milliarden USD.
Speziell im Immobilienbereich ist Patria schon seit einigen Jahren immer Mal wieder in Erscheinung getreten. Das Unternehmen ist durch mehrere Übernahmen nämlich stark gewachsen und hat sich insbesondere in Brasilien eine ziemlich interessante Position aufgebaut. Beispielsweise kamen mit der Übernahme von RBR Gestão nochmals rund 1,3 Milliarden USD Fee-Earning AUM hinzu. Patria Investments hat damit seine Stellung als größer unabhängiger Manager börsennotierter REITs (bzw. brasilianischer FIIs, sog. Fundos de Investimento Imobiliário) weiter ausgebaut. RBR hatte zwölf Fonds verwaltet, von denen elf börsennotierte Immobilienfonds gewesen sind. Zusammen mit den bereits vorhandenen Plattformen ist das Real Estate Business von Patria pro forma auf rund 8,5 Milliarden USD Fee-Earning AUM gewachsen.

Überblick Asset Classes im PAX Portfolio (Quelle: Patria Investments 2Q26 Earnings Presentation)
Das gefällt mir vor allem deshalb, weil etwa 90 % des Immobiliengeschäfts von Patria zum Zeitpunkt der RBR-Übernahme aus Permanent Capital bestanden haben. Die entsprechenden Verwaltungsgebühren verschwinden also nicht einfach wieder, weil ein Fonds nach einigen Jahren abgewickelt wird. Dieser Ausbau des permanenten Kapitals ist einer der Punkte, weshalb ich die Entwicklung bei Patria besonders spannend finde.
Aktuelle Entwicklung bei Patria
Auch operativ ist es zuletzt gut gelaufen. In Q2 2026 hat Patria 2,3 Milliarden USD neues Kapital eingesammelt und damit im ersten Halbjahr bereits 4,5 Milliarden USD. Das Fee-Earning AUM ist gegenüber dem Vorjahr um 32 % auf 48,9 Milliarden USD gestiegen. Rund 11 Milliarden USD beziehungsweise 22 % davon entfallen mittlerweile auf Permanent Capital.
Die Fee Related Earnings haben im zweiten Quartal um 24 % auf 57,1 Millionen USD zugelegt, während die Distributable Earnings je Aktie sogar um 31 % auf 0,32 USD gestiegen sind. Für das Gesamtjahr erwartet das Management Fee Related Earnings zwischen 225 und 245 Millionen USD.
Dabei wächst Patria nicht nur organisch. Anfang 2026 ist die Mehrheitsübernahme von Solis abgeschlossen worden, wodurch etwa 3,5 Milliarden USD Fee-Earning AUM aus dem brasilianischen Private Credit Geschäft hinzugekommen sind. Mit WP Global Partners ist zudem eine US-Plattform mit weiteren rund 1,8 Milliarden USD Fee-Earning AUM übernommen worden.
Natürlich bekommt man dieses Wachstum nicht ohne zusätzliche Risiken. Patria ist deutlich stärker von Lateinamerika und insbesondere Brasilien abhängig als die anderen drei Unternehmen in diesem Artikel. Hinzu kommen Währungsrisiken und die Aufgabe, die vielen übernommenen Plattformen vernünftig zu integrieren.
Dafür ist die Bewertung deutlich niedriger als bei den großen US-Peers. Bei einem Aktienkurs von rund 11,50 USD und einer Quartalsdividende von zuletzt 0,1625 USD liegt die annualisierte Dividendenrendite bei etwa 5,7%. Für mich ist Patria deshalb der Exot in diesem Vergleich, gleichzeitig aber auch das Unternehmen, bei dem der Zusammenhang mit börsennotierten Immobilienfonds am unmittelbarsten ist.
Blue Owl Capital Inc.
Bei Blue Owl Capital Inc. (TWS-Ticker OWL, ISIN: US09581B1035), nicht zu verwechseln mit der Corp. mit dem selben Namen (das ist eine BDC) sieht die Sache schon etwas anders aus. Das Unternehmen verwaltet inzwischen 319 Milliarden USD und gliedert seine Aktivitäten in Credit, Real Assets und GP Strategic Capital. Allein auf die Real Assets Plattform entfallen 89,4 Milliarden USD. Dort befinden sich mehr als 6.100 Immobilien und über 870 Mieterbeziehungen bzw. Partnerschaften.
Blue Owl ist damit natürlich weit mehr als ein Immobilienmanager. Trotzdem hat sich Real Estate zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber entwickelt. Besonders interessant ist für mich der Net Lease Bereich. Blue Owl investiert dort beispielsweise in Industrieimmobilien, Healthcare, Essential Retail und Rechenzentren, die in der Regel langfristig an einzelne Unternehmen vermietet werden.
Dass es sich dabei mittlerweile um ziemlich große Dimensionen handelt, hat man zuletzt auch in Europa gesehen. Anfang August ist der erste europäische Net Lease Fonds mit Kapitalzusagen von über 1,6 Milliarden Euro geschlossen worden. Ursprünglich hatte Blue Owl nur eine Milliarde Euro einsammeln wollen. Der Fonds soll unter anderem in Industrie, Logistik, Healthcare, Life Science, Rechenzentren und versorgungsorientierte Einzelhandelsimmobilien investieren.

Überblick OWL Real Assets AUM (Quelle: Blue Owl Capital Inc. Second Quarter 2026)
Von STORE Capital bis Sila Realty
Blue Owl ist für REIT-Investoren auch deshalb interessant, weil das Unternehmen immer wieder direkt auf dem börsennotierten Immobilienmarkt auftaucht. Im April hat Blue Owl beispielsweise die Übernahme von Sila Realty Trust angekündigt. Die Transaktion hat Sila mit rund 2,4 Milliarden USD bewertet und den Aktionären einen Aufschlag von etwa 19 % auf den vorherigen Schlusskurs gebracht. Im Juli ist die Übernahme abgeschlossen worden.
Das passt ziemlich gut zum aktuellen Umfeld. Börsennotierte REITs sind in einigen Bereichen weiterhin günstiger bewertet als vergleichbare Immobilien im privaten Markt. Für große Asset Manager, die ohnehin Milliarden an Kapital investieren müssen, können komplette REIT-Portfolios deshalb attraktiver sein als der mühsame Zukauf einzelner Immobilien.
Ein weiterer Wachstumstreiber sind Data Center, in deren Bau und Betrieb aktuell bekanntlich Unsummen an Kapital investiert wird. Genau hier sehe ich den etwas kuriosen Gegensatz zur Diskussion um Künstliche Intelligenz. Blue Owl ist wegen der Probleme im Private Credit Sektor und der Angst vor möglichen Kreditausfällen bei Technologieunternehmen zeitweise deutlich unter Druck geraten. Gleichzeitig gehört das Unternehmen über seine Real Assets Plattform zu den großen Kapitalgebern für die Infrastruktur, die für den weiteren KI-Ausbau überhaupt erst benötigt wird.
Das heißt allerdings nicht, dass ich die Sorgen im Private Credit komplett ignorieren würde. Die Ausfallrate im US Private Credit Markt hat zuletzt angezogen und bei einzelnen semi-liquiden Fonds hat es erhöhte Rückgabewünsche gegeben. Auch Blue Owl Produkte sind davon betroffen gewesen. Gleichzeitig sind die 319 Milliarden USD AUM inzwischen aber deutlich diversifizierter als noch vor einigen Jahren.

Dividenden-Historie von Blue Owl Capital Inc. seit 2023 (Quelle: DivvyDiary)
Bei einem Aktienkurs von zuletzt zwischen 11,50 bis 12 USD und einer Quartalsdividende von 0,23 USD kommt Blue Owl derzeit auf eine Dividendenrendite im Bereich von rund 8 %. Das ist innerhalb dieses Vergleichs mit Abstand am meisten und zeigt gleichzeitig, wie viel Skepsis aktuell eingepreist ist.
Brookfield Asset Management
Von einem relativ jungen Börsenwert wechseln wir zu einem der wohl bekanntesten Namen im Bereich Real Assets. Bei Brookfield muss man zunächst aufpassen, welche Aktie man eigentlich betrachtet. Brookfield Corporation ist unter dem TWS-Ticker BN (ISIN: CA11271J1075) gelistet, während Brookfield Asset Management unter dem TWS-Ticker BAM (ISIN: CA1130041058) gehandelt wird.
In diesem Artikel interessiert mich BAM, denn dort steckt das Asset Management Geschäft. Brookfield bezeichnet BAM selbst als asset-light Investment Manager, dessen Erträge zu einem großen Teil aus wiederkehrenden Gebühren entstehen. Insgesamt werden inzwischen mehr als eine Billion USD verwaltet!

Überblick Real Estate Segment von Brookfield
(Quelle: Brookfield Asset Management Investor Presentation February 2026)
Brookfield ist dabei keineswegs ein reiner Immobilienmanager. Infrastruktur, erneuerbare Energien, Private Equity und Credit spielen ebenfalls eine große Rolle. Die Wurzeln des Konzerns liegen aber stark bei Real Assets und kaum ein anderer Asset Manager verfügt über eine vergleichbare operative Erfahrung mit Immobilien und Infrastruktur.
Größe schafft Möglichkeiten
Das zweite Quartal 2026 hat ziemlich eindrucksvoll gezeigt, welche Skaleneffekte inzwischen entstanden sind. Brookfield hat innerhalb von drei Monaten satte 77 Milliarden USD neues Kapital eingesammelt, womit die Summe im ersten Halbjahr bereits bei 98 Milliarden USD gelegen hat. Das Fee-Bearing Capital ist gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf 672 Milliarden USD gestiegen. Die Fee Related Earnings haben um 20 % auf 808 Millionen USD zugelegt und die Distributable Earnings um 15 % auf 707 Millionen USD.
Auch im Immobilienbereich ist Brookfield wieder offensiver geworden. Im zweiten Quartal sind dort rund 4,3 Milliarden USD eingesammelt und etwa 5,2 Milliarden USD investiert worden. Unter anderem hat Brookfield ein großes US-Portfolio aus Manufactured Housing erworben. Dazu kommen mehrere Übernahmen börsennotierter Immobiliengesellschaften.
Peakstone Realty Trust ist dafür ein gutes Beispiel. Brookfield hat den Industrial REIT Anfang 2026 für etwa 1,2 Milliarden USD übernommen und dabei rund 34 % Aufschlag auf den vorherigen Börsenkurs bezahlt. Bereits Ende 2025 hat ein von Brookfield und GIC geführtes Konsortium zudem den australischen National Storage REIT übernommen.
Man sieht daran ganz gut, welche Vorteile Größe mit sich bringt. Brookfield kann nicht nur Milliarden einsammeln, sondern diese anschließend auch in Transaktionen stecken, die für kleinere Asset Manager schlicht zu groß wären.
Die Kehrseite ist die Bewertung. BAM wird vom Markt bereits als Qualitätsunternehmen behandelt und ist deshalb deutlich teurer bewertet als Patria Investment oder aktuell auch Blue Owl Capital. Die Quartalsdividende liegt bei 0,5025 USD, womit die Dividendenrendite bei einem Kurs um 53 USD knapp 3,8 % beträgt.
Dafür bekommt man aus meiner Sicht das am breitesten aufgestellte und qualitativ stärkste Geschäftsmodell dieser Auswahl. Wer bei einem Alternative Asset Manager weniger auf die maximale Dividendenrendite und stärker auf langfristiges Wachstum sowie Skaleneffekte schaut, dürfte sich deshalb bei BAM am ehesten wiederfinden.
Ares Management als Alternative
Als vierten Wert möchte ich noch Ares Management (TWS-Ticker ARES, ISIN: US03990B1017) betrachten. Auch Ares ist deutlich mehr als ein Immobilienmanager und vor allem für sein großes Privat Credit Segment bekannt. Trotzdem ist der Real Assets Bereich inzwischen beachtlich.
Ende Q2 hat Ares insgesamt 671,3 Milliarden USD verwaltet. Davon haben rund 151 Milliarden USD zum Real Assets Segment gehört. Gleichzeitig sind die gesamtem AUM gegenüber dem Vorjahr um 17 % gewachsen.

Ares Management - Assets Under Management
(Quelle: Ares Management Corporation Reports Second Quarter 2026 Results)
Besonders bemerkenswert finde ich die aktuelle Dynamik im Fundraising. Im zweiten Quartal hat Ares mehr als 36 Milliarden USD neues Kapital eingesammelt, was einen neuen Rekord dargestellt hat. 9,7 Milliarden USD davon sind in Real Assets Strategien geflossen. Die Fee Related Earnings haben mit 491 Millionen USD ebenfalls rund 20 % über dem Vorjahreswert gelegen. Gleichzeitig standen rund 170 Milliarden USD noch nicht investiertes Kapital bereit.
Für diesen Artikel passt Ares natürlich insbesondere wegen Whitestone REIT. Ares hat die Übernahme des Shopping Center REITs im Juli abgeschlossen, nachdem im April ein Kaufpreis von rund 1,7 Milliarden USD vereinbart worden ist. Bezogen auf den unbeeinflussten Börsenkurs lag das Premium bei ungefähr 26 %.
Auch hier hat also ein großer Asset Manager einen börsennotierten Immobilienbestand übernommen, nachdem der Aktienmarkt diesen über längere Zeit deutlich niedriger bewertet hatte.
Die Dividende von Ares ist in diesem Jahr auf 1,35 USD je Quartal angehoben worden. Bei Kursen im Bereich von rund 143 USD entspricht das ebenfalls einer Rendite von knapp 3,8 Prozent.
Für mich wäre Ares in diesem Vergleich die Alternative zu Brookfield. Das Unternehmen ist bei Private Credit zwar stärker gewichtet, besitzt aber inzwischen ebenfalls eine enorme Real Assets Plattform und hat über die vergangenen Jahre gezeigt, dass es sehr erfolgreich Kapital einsammeln und skalieren kann.
Vergleich

Vergleich der im Artikel besprochenen Alternative Asset Manager
(Quelle: eigene Darstellung)
Optionshandel
Ich selbst handle aktiv Optionen, aber fast ausschließlich als sog. "Stillhalter". Daher interessiert es mich natürlich auch bei den oben genannten Werten, welche sich für zusätzlichen Cashflow oder für einen günstigen Einstieg mittels Andienung eignen. Die Volatilität (VIX) ist aktuell bei einem niedrigen Wert von ~16, entsprechend gering fallen auch die Prämien aus und man muss festhalten, dass in dieser Situation der Verkauf von Put-Optionen nicht die beste Idee ist. Dennoch möchte ich der Vollständigkeit wegen, einige interessante Möglichkeiten aufzeigen:
- Patria Investments: Für PAX bieten sich Short Puts mit Strike von $10 im Januar '27 an, die eine ordentliche Prämien liefern
- Blue Owl Capital Inc.: Bei OWL bieten sich Short Puts länger laufend mit Strike von $11 im Oktober '26 oder länger laufend mit Strike von $10 im August '27 an
- Brookfield Asset Management: Bei BAM bieten sich Short Puts länger laufend mit Strike von $50 im Oktober '26 oder länger laufend mit Strike von $50 im Januar '28 an
- Ares Management: Für ARES bietet sich langlaufende Short Puts mit Strike von $130 im Juni '27 an
Fazit
Alternative Asset Manager sind keine REITs und ich würde sie auch nicht als Ersatz für klassische Immobilienaktien betrachten. Für mich sind sie aber ein ergänzendes Element. Statt selbst die Mieteinnahmen einzelner Immobilien zu kassieren, verdient man hier an den Gebühren auf immer größere Kapitalmengen, die wiederum in Immobilien, Infrastruktur, Kredite und andere alternative Anlagen investiert werden.
Gerade dieses Jahr zeigt ziemlich gut, warum dieser Bereich interessant ist. Während viele börsennotierte REITs weiterhin mit Abschlägen auf ihre privaten Immobilienwerte gehandelt worden sind, haben die großen Player damit begonnen, genau diese Differenz auszunutzen und einen REIT nach dem anderen vom Markt zu nehmen.
Patria Investments nimmt dabei eine Sonderstellung ein, weil das Unternehmen selbst eine große Plattform börsennotierter brasilianischer Immobilienfonds aufgebaut hat und mit etwas mehr als 60 Milliarden USD AUM noch wesentlich kleiner ist. Genau das bringt zusätzliche Risiken mit sich, eröffnet aber auch mehr Wachstumspotenzial.
Blue Owl Capital gefällt mir aktuell vor allem aufgrund der Kombination aus hoher Dividendenrendite, dem schnell wachsenden Real Assets Segments und der zunehmenden Bedeutung von Net Lease sowie Data Centern. Brookfield Asset Management wäre dagegen mein Qualitätsfavorit, wenn Bewertung und laufende Ausschüttung weniger wichtig sind bzw. wären. Ares Management ist eine ebenfalls sehr interessante Alternative, die mit einer mittlerweile über 150 Milliarden USD schweren Real Assets Plattform keinesfalls nur als Private-Credit-Manager betrachtet werden sollte.
Für REIT-Anleger lohnt sich der Blick damit durchaus eine Etage höher. Denn manchmal ist es eben nicht nur interessant, wem die Immobilien gehören, sondern auch, wer das Kapital verwaltet, mit dem sie gekauft werden!
