Wer Margintrading betreibt, kann hohe Gewinne erzielen - aber auch die Höhe der möglichen Verluste steigt. Ist das Kapital eines Traders nicht ausreichend, kann ein Broker den Margin Call auslösen. Was das ist, wie Sie ihn vermeiden und was zu tun ist, wenn er eintrifft, haben wir für Sie zusammengestellt.
Das wichtigste in Kürze
- Der Margin Call ist eine Aufforderung Ihres Brokers, Ihre Mindestmargin (Eigenkapital für einen Margintrade) anzupassen
- Sie können in diesem Fall weiteres Kapital hinzufügen, die gefährdete Position schließen oder reduzieren
- Wie viel Kapital Sie vorhalten müssen, kann stark schwanken – Volatilität des Assets, Regeln der Finanzaufsicht und mehr entscheiden
- Eine automatische Schließung ist sicherer und bereits bei vielen Brokern Standard
Margin Call - Definition und Bedeutung
Bei Geschäften an der Börse können Händler ihr Kapital einsetzen, um Assets wie Aktien, ETFs, Devisen und vieles mehr zu kaufen. Sie profitieren in diesem Fall von steigenden Kursen. Durch einen Leerverkauf ist es zudem möglich, bei sinkenden Preisen Profit zu erzielen.
Um die Gewinne aus einer solchen Handelstätigkeit zu steigern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste: mehr Kapital einsetzen! Hochwertige Broker bieten dafür das Margintrading an. Dabei verleihen sie zusätzliche Mittel, sodass die Gesamtmenge für eine Position gesteigert werden kann.
Händler müssen lediglich einen Teilbetrag, die sogenannte Margin (Englisch für Deckungsbetrag, Sicherungsbetrag) besteuern.

War der Trade erfolgreich, verkaufen die Händler das Asset für einen höheren Preis. Sie behalten den Betrag, den sie selbst beigesteuert haben, sowie den Gewinn. Dieser fällt höher aus, da (durch die Leihgabe) mehr Kapital eingesetzt wurde. Der Broker erhält den geliehenen Geldbetrag sowie eine Leihgebühr (Marginzins) zurück.
Sollte sich die Position jedoch nicht im Sinne des Händlers entwickeln, drohen deutlich höhere Verluste! Denn der vom Broker geliehene Betrag muss früher oder später zurückgezahlt werden. Hat der Trader dieses Kapital an der Börse verloren, müsste er die Rückzahlung aus anderer Quelle veranlassen.
Eine solche “Nachschusspflicht” ist für private Marktteilnehmer in Deutschland seit einiger Zeit nicht mehr zulässig. Um im Ernstfall nicht auf den Kosten sitzenzubleiben, führen die Broker daher einen sogenannten Margin Call aus. Sie kontaktieren den Händler schon bevor die Verluste überhandnehmen und weisen ihn auf die Problematik hin.
Der Trader hat nun unter anderem die Möglichkeit, die schlecht laufende Position zu schließen oder zu reduzieren und so weitere Einbußen zu vermeiden. Er muss in diesem Fall mit dem bereits entstandenen Verlust leben. Der Broker erhält das geliehene Kapital sowie eine zusätzliche Leihgebühr zurück.
Alternativ ist es möglich, weiteres Kapital auf das Depot einzuzahlen. Dadurch steigt der Eigenkapitalanteil (Margin) und es können weitere Kurseinbrüche kompensiert werden. Diese Methode bietet sich an, wenn der Händler weiterhin an die positive Entwicklung der Position glaubt.
Aufgrund der Dringlichkeit einer Verlustbegrenzung und der Geschwindigkeit der Märkte ist es auch üblich, dass der Broker die gefährdeten Positionen direkt schließt. Dieser Vorgang wird als Margin Call bezeichnet.

Handeln mit Hebeln
Wenn Sie sich für einen Handel zusätzliches Kapital von Ihrem Broker leihen, vervielfachen Sie die Entwicklung der Kurse: Sie handeln jetzt mit einer viel größeren Summe, sodass jede Preisveränderung in Prozent einen deutlich größeren Betrag in Euro, Dollar und Co. darstellt. Man spricht daher beim Marginhandel auch von Hebeln oder gehebelten Produkten.
Um die Wirkung eines solchen Hebels einzuschätzen, müssen Sie lediglich das Ergebnis einer Preisveränderung mit der Höhe des Hebels multiplizieren.
Beispiel:
Sie möchten Aktien eines Unternehmens A kaufen, die aktuell für 20,00 Euro pro Stück notieren. Aktuell haben Sie 10.000 Euro auf Ihrem Depot zur Verfügung. Sie nutzen Margintrading und leihen sich von Ihrem Broker weitere 10.000 Euro. Ihr verfügbares Kapital hat sich nun verdoppelt, sodass es sich um einen Hebel mit dem Faktor 2 handelt.
Sie kaufen mit den verfügbaren 20.000 Euro anschließend insgesamt 1.000 Aktien zum Preis von je 20,00 Euro.
- Sollte der Kurs der Wertpapiere um 1 Prozent steigen, erzielen Sie einen Kursgewinn von 200 Euro - auf Ihr persönliches Kapital (10.000 Euro) berechnet entspricht dies einem Wert von 2 Prozent!
- Steigt der Kurs um zwei Prozent, beträgt Ihr Kursgewinn 400 Euro oder vier Prozent Ihres (persönlichen, nicht geliehenen) Kapitals.
- Eine Steigerung um drei Prozent bedeutet einen Gewinn von sechs Prozent und so weiter …
Sinkt der Preis der Wertpapiere jedoch um ein Prozent, verlieren Sie 200 Euro. Auch dieser Wert entspricht indessen zwei Prozent Ihres persönlichen Kapitals von 10.000 Euro. Ein Kurseinbruch um fünf Prozent (1.000 Euro) würde einen Verlust von zehn Prozent bedeuten und so weiter …

Da sich sämtliche Ergebnisse verdoppeln, spricht man von einem zweifachen Hebel. Leihen Sie sich höhere Beträge, sind auch dreifache, vierfache, … Hebel möglich.
Egal, wie sich die Kurse entwickelt haben: Sie müssen die geliehenen 10.000 Euro wieder zurückzahlen. Sollten sich die Verluste so stark summieren, dass diese Rückzahlung in Gefahr ist, kommt es zum Margin Call: Ihr Broker informiert Sie über die Problematik und wird Sie auffordern, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Nicht in diesem Beispiel aufgeführt sind die Leihgebühren für die 10.000 Euro sowie die Kosten Ihres Brokers und des Handelsplatzes. Je nach Anbieter, Asset, Betrag und Tradingfrequenz kann es hier zu einer größeren Mehrbelastungen kommen. Gerade bei den Marginzinssätzen gibt es erhebliche Unterschiede bei den verschiedenen Brokern.
Das kann CapTrader:
CapTrader bietet Ihnen günstigste Marginzinssätze für den Handel an über 150 Börsen! Auch die Ordergebühren selbst sind außerordentlich günstig. US-Aktien handeln Sie bereits ab $ 0,01 pro Stück (Orderminimum: $ 2,00), EU-Aktien ab 0,1 % vom Ordervolumen (Orderminimum: 2,00 €), Optionen handeln ab 2,00 €, Futures ab 1,00 €, ETFs ab 2,00 € …
Was passiert bei einem Margin Call?
Beim Margintrading kann es vorkommen, dass eine oder mehrere Personen hohe Verluste verzeichnen. Übersteigen die Einbußen den Eigenkapitalanteil des Depotinhabers, wäre das vom Broker geliehene Geld in Gefahr. Bevor es dazu kommt, wird ein Broker jedoch den Margin Call auslösen.
Es handelt sich dabei um die Aufforderung an den Depotinhaber, die Mindestmargin einzuhalten. Dies wäre durch eine Erhöhung der Kapitalmenge oder Schließung/Reduktion der gefährdeten Positionen möglich. Ein Margin Call erfolgt in der Regel und aufgrund der schnellen Umsetzung durch eine E-Mail, oder einen direkten Hinweis in den Handelsplattformen.
Heute sind diese Methoden aber eher unüblich: die Geschwindigkeit der Märkte, längere Handelszeiten, mehr Kunden pro Broker und andere Faktoren haben es deutlich erschwert, Margin Calls rechtzeitig auszuführen. Die betroffenen Händler sind nicht immer verfügbar und könnten kaum schnell genug reagieren.
Hochwertige Broker sind daher längst dazu übergegangen, gefährdete Positionen nach einer Warnung direkt glattstellen. Da es sich bei diesem Vorgang heute bereits um den de facto Standard handelt, fällt auch diese automatische Schließung unter den Begriff Margin Call. Es muss sich also nicht immer um eine E-Mail oder einen Anruf vom Broker handeln!
Die Glattstellung bei Gefahr hat sowohl Vor- als auch Nachteile für den Trader: Sie kann größere Schäden zuverlässig vermeiden, sorgt aber bei Händlern oft für Unmut. Kommt es zum Margin Call, werden Futures und andere Securities verkauft - dabei kann der Broker keine Rücksicht auf die Strategie des Traders nehmen, der vielleicht eine andere Wahl getroffen hätte.
Wer legt die Margin-Grenzen fest?
Ob und wann es zu einem Margin Call kommt, hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie hoch oder niedrig die Mindestmargin ist! Dabei sind zunächst zwei Arten von Deckungsbeträgen zu unterscheiden:
- Ersteinschuss: Dieser Betrag muss im Depot vorhanden sein, um eine (Margin-)Position zu eröffnen. Dadurch kann der Broker sichergehen, dass ausreichend Kapital verfügbar ist, um eventuelle Verluste auszugleichen. Ist der Betrag nicht vorhanden, kann der gewünschte Handel nicht abgeschlossen werden.
- Mindesteinschuss: Eine Mindestsumme, die sich im Depot befinden muss, um die Handelsposition aufrechtzuerhalten. Wird sie unterschritten, löst der Broker den Margin Call aus.
Die entscheidende Grenze ist also der Mindesteinschuss. Dessen Höhe bestimmt letztlich der Broker. Bei außerbörslich gehandelten Produkten, zum Beispiel bei Forexgeschäften, hat er dabei völlig freie Hand. Börsengehandelte Assets wie Aktien, ETFs oder kurzfristige Anleihen unterliegen hingegen den Vorgaben der BaFin:
| Asset | Mindesteinschuss/Margin laut BaFin | = Maximaler Hebel |
| Kryptowährungen | 50 % | 2 |
| Aktien | 20 % | 5 |
| Forex (Majors) | 3,33 % | 30 |
| Forex (Nebenpaare) | 5 % | 20 |
| Gold | 5 % | 20 |
| “Haupt”-Indizes (S&P500, DAX30 etc.) | 5 % | 20 |
| Andere Indizes | 10 % | 10 |
| Rohstoffe | 10 % | 10 |
| Sonstige Basiswerte | 20 % | 5 |
Diese Werte basieren vor allem auf dem Gefahrenpotenzial der jeweiligen Anlageklasse. Insbesondere das Verlustrisiko innerhalb eines Handelstages gilt dabei als wichtiger Basiswert.
Die Vorgaben der BaFin bilden lediglich das Minimum. In der Praxis können die Broker höhere Werte vorgeben - von dieser Möglichkeit machen sie auch ausgiebig Gebrauch! Das ist nachvollziehbar, da sich so das finanzielle Risiko für die Anbieter reduzieren lässt, ohne die Kunden übermäßig zu belasten.
Dabei ist eine regelmäßige Anpassung üblich. Die Broker verwenden dazu komplexe Algorithmen, um die möglichen Gefahren zu berechnen und entsprechende Korrekturen des Mindesteinschusses vorzunehmen. Sie erfassen Faktoren wie Veränderungen der Volatilität, maximale Preisbewegungen, Spreads zwischen ähnlichen Produkten und mehr.
Zudem sind höhere Grenzen üblich, wenn Sie Positionen über Nacht geöffnet halten. Aufgrund des hohen “Gap Risikos” zwischen Handelstagen verlangen die meisten Anbieter zwischen Börsentagen oder am Wochenende deutlich höhere Beträge.
Trader können in diesem Zeitraum nicht auf Veränderungen reagieren, da die Börsen geschlossen sind. Zur Öffnung am nächsten Morgen kann es dann zu massiven Einbrüchen kommen, wenn sich die Effekte der letzten Nacht/Wochenendes plötzlich in den Preisen widerspiegeln.
So können Sie einen Margin Call verhindern
Der Margin Call - egal, ob in der historischen Anruf-Form oder als automatische Glattstellung gefährdeter Positionen - ist ein unangenehmes Ereignis, das die meisten Händler unbedingt vermeiden möchten. Denn er steht für hohe Verluste und gilt vielen als Zeichen, dass ein Trader Fehler begangen hat.
Die gute Nachricht lautet, dass Sie einen Margin Call mit einigen einfachen Schritten verhindern können! Trader, die den Grundregeln des aktiven Handels und den wichtigsten Trading-Tipps folgen, dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit nie ein solches Ereignis erleben.
Die wohl beste Absicherung: ausufernde Verluste, die zu einem Margin Call führen, von vornherein zu verhindern. Hierzu sollten Sie die Grundlagen des Money Management und Risikomanagement beachten und die maximalen Verluste einer einzelnen Position immer begrenzen. Es gibt dafür zwei grundlegende Methoden:
- Verluste durch eine “einfache Absicherung” beschränken. Durch Stop-Loss-Orders, Trailing-Stop-Loss-Orders und ähnliche Orderformen können Sie den maximal möglichen Verlust festlegen. Erreicht der Kurs diese Sicherung, löst eine Verkaufsorder aus und schließt die Position automatisch. Mit Ausnahme seltener “Flash Crashes” (der Markt bricht derart schnell und massiv ein, dass die Stop-Order nur mit großen Verlusten oder gar nicht ausgeführt werden kann) sind Sie dadurch gegen übermäßige Verluste geschützt.
- Sie sichern Ihre Positionen durch Hedging ab. Dabei können Sie entweder potenzielle Verluste durch eine entgegengesetzte Position kompensieren (verliert die eine, gewinnt die andere) oder sich durch Derivate einen zukünftigen Preis sichern. Dafür sind zum Beispiel Terminkontrakte wie Optionen ideal. Wenn Sie schon Optionen handeln, können Sie diese zum Beispiel durch Delta-Hedging ebenfalls sichern.
Eine weitere Sicherungsmethode, die dem Bereich Money Management entstammt, ist die Wahl passender Positionsgrößen. Eine beliebte Faustregel besagt, dass der mögliche Verlust eines Trades nicht mehr als ein Prozent Ihres verfügbaren Kapitals betragen sollte. Auch, wenn dieser Wert nicht für alle Händler und sämtliche Strategen zutrifft, handelt es sich um eine nützliche, erste Richtlinie.
Der häufigste Auslöser für einen Margin Call ist nämlich das “übertraden” des eigenen Depots: Ein zu großer Anteil des verfügbaren Kapitals ist in zu riskanten Positionen gebunden. Besonders, wenn mehrere solcher Trades in die Verlustzone laufen, können sich die Einbußen schnell summieren!
Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie daher nicht nur das Risiko eines einzelnen Geschäfts bedenken, sondern auch das Gesamtrisiko Ihres Portfolios im Blick behalten. Tritt das Worst-Case-Szenario ein und alle Positionen erzeugen den maximalen Verlust, sollten Sie idealerweise immer noch über der Mindestmargin Ihres Brokers liegen.
Deckungssumme berechnen
Welcher Mindestbetrag in Ihrem Depot vorhanden sein muss, damit es nicht zu einem Margin Call kommt, teilt Ihnen Ihr Broker mit. Ein manuelles Berechnen ist daher nicht nötig. Es wäre in der Praxis auch kaum möglich, da dafür recht komplexe Kalkulationen mit Kennzahlen zum Einsatz kommen, die nur dem Anbieter zur Verfügung stehen.
Sie können bei der Eröffnung einer Marginposition einsehen, welcher Mindesteinschuss erforderlich ist. Dieser Wert ist zwar nur zum aktuellen Zeitpunkt gültig und kann sich schnell ändern; er bildet jedoch einen guten Richtwert.
Der aktuelle Mindesteinschuss einer Position ist bei Abschluss der Order sichtbar.
Beachten Sie dabei, dass die Deckungssumme für alle Positionen vorhanden sein muss. Das heißt: Haben Sie zum Beispiel einen Trade mit einer Margin von 5.000 Euro, einen mit 7.000 Euro und einen mit 10.000 Euro, muss Ihr Depot Sicherheiten in Höhe von insgesamt 23.000 Euro aufweisen. Ist weniger Kapital vorhanden, kann es zum Margin Call kommen.
Dabei muss die Deckungssumme keineswegs immer in Cash vorliegen! Die meisten Anbieter akzeptieren heute auch Aktien, Anleihen und andere Werte als hinterlegte Sicherheiten. Unter spezialisierten Kryptobrokern ist auch das Hinterlegen von Bitcoin und Co. üblich. Welche Assets Ihr Broker akzeptiert, sollten Sie den jeweiligen Geschäftsbedingungen entnehmen.
Ist Margintrading und der Margin Call eine Gefahr für Kleinanleger?
Besonders Neueinsteiger, die ein erstes Investment an den Finanzmärkten in Betracht ziehen, haben oft ein stark verzerrtes Bild der möglichen Gefahren. Sie hören Horrorgeschichten von Händlern, die nicht nur ihr gesamtes Kapital verloren, sondern sich darüber hinaus mit gewaltigen Summen verschuldet haben.
Dass dieses Szenario für private Anleger nicht sehr realistisch ist, wissen erfahrenere Trader natürlich. Denn Kleinanleger und selbst aktive Händler sind gleich mehrfach vor Margin Calls oder einer Verschuldung geschützt:
1. Margintrading ist nicht standardmäßig verfügbar
Der Handel mit geliehenem Kapital ist in Deutschland nur bei einer kleinen Anzahl an Brokern möglich. Aber selbst bei diesen “Profi-Brokern” erhalten Sie nicht automatisch Zugang zu gehebelten Produkten! Auch Future Trading und ähnliche komplexe Derivate bleiben regulären Anlegern zunächst verwehrt.
Für den Handel mit solchen Vehikeln ist ein spezielles Marginkonto erforderlich, das gesondert beantragt werden muss. Im Zuge des Anmeldevorgangs erfolgt eine grundsätzliche Prüfung der Eignung eines Händlers. Auch die Kapitalanforderungen unterscheiden sich von einem “normalen” Depot, dem sog. Cashkonto.
Dadurch ist sichergestellt, dass Kleinanleger, langfristig orientierte Investoren und andere Personen, die keine derartigen Risiken eingehen wollen, geschützt sind. Ein versehentlicher Handel mit Hebelprodukten ist durch den vorher nötigen Antrag ausgeschlossen. Der Margin Call wird bei solchen Marktteilnehmern niemals eintreffen, da der Marginhandel nicht verfügbar ist.
Das kann CapTrader:
Als einer der wenigen Broker in Deutschland bietet CapTrader Marginkonten und “Profi-Werkzeuge” wie Optionen, Futures oder Devisen an. Gleichzeitig machen wir es durch unsere preisgekrönte App, den mehrfach ausgezeichneten Kundenservice und unser sehr breites Angebot an Aktien, ETFs und Anleihen aber auch Trading-Einsteigern und Anlegern einfach, erfolgreich zu investieren!
2. Keine Nachschusspflicht in Deutschland
Ein Händler erzeugt durch den Handel mit Hebeln so große Verluste, dass er mehr Geld verliert, als er zur Verfügung hatte. Er muss nun gewaltige Summen nachzahlen. Ein Horrorszenario, das so für private Marktteilnehmer in Deutschland nicht möglich ist!
Denn die Nachschusspflicht (Verpflichtung, die erzeugten Verluste durch zusätzliche Zahlungen auszugleichen), besteht für diesen Personenkreis nicht. Sollten sie derart hohe Summen verlieren, kommt es zum Margin Call und die verlustreiche Position wird geschlossen.
Die Vorgaben dazu stammen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin und sollen private Anleger vor den Gefahren des Tradings schützen. Die einzelnen Broker führen Margin Calls aus, um die Regelungen praktisch umzusetzen.
Fazit: Der Margin Call ist ein unangenehmes, aber vermeidbares Ereignis
Durch Margintrading können Händler zusätzlich zum eigenen Vermögen weiteres Kapital von ihrem Broker leihen. So lassen sich die möglichen Gewinne, aber auch Verluste, erheblich steigern. Erzeugt ein solches Geschäft zu hohe Einbußen, könnte ein Trader mehr verlieren, als er selbst besitzt. Der Broker zieht in diesem Fall die “Notbremse”: es kommt zum Margin Call.
Dabei handelt es sich um die Aufforderung an den Depotinhaber, die gefährdete Position zu schließen, zu reduzieren oder rechtzeitig weiteres Kapital einzuzahlen. Auf diese Weise könnte der Händler die Mindestmargin wiederherstellen. Dieser notwendige Grundwert wird vom jeweiligen Broker festgelegt.
Für die Berechnung kommen verschiedene Parameter sowie die Vorgaben der BaFin zum Einsatz. Ist die Deckungssumme unterschritten, kann sich der Broker mit dem Trader in Verbindung setzen. Deutlich häufiger ist jedoch die automatische Liquidation: Der Dienstleister schließt betroffene und, falls nötig, noch weitere Positionen, um einen Ausgleich zu schaffen.
Egal, ob sich der Broker bei Ihnen meldet oder Ihre Trades direkt glattstellt: Der Margin Call ist ein unangenehmes Ereignis, das in der Regel nach erheblichen Verlusten auftritt. Es lässt sich jedoch durch einfache Schritte vermeiden!
Händler sollten dabei die Grundlagen des Money Managements, vor allem die Regeln zur richtigen Positionsgröße und des maximalen Risikos, beachten. So können Sie ein “überhebeln” oder “übertraden” Ihres Depots verhindern. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass alle Trades durch Stop-Orders oder andere Sicherungsmechanismen geschützt sind.
Marginhandel kommt besonders oft bei Devisengeschäften zum Einsatz. Unser Beitrag zu Forex-Signalen erklärt, wie Sie in diesem schwierigen Bereich erfolgreich handeln können!




