Wertpapiere aus der Bundesrepublik stehen oft im Ruf, nicht mit den Konkurrenten aus den USA mithalten zu können - zu Unrecht! Deutsche Aktien bieten viele interessante Möglichkeiten für Daytrader, Investoren und Dividendenjäger. Wir zeigen auf, wann und wie sich deutsche Titel lohnen und was Sie beim Handel beachten sollten.
Das wichtigste in Kürze
- Zahlreiche deutsche Aktien warten auf Investoren und bringen unterschiedliche Chancen und Risiken mit sich
- Obwohl der Leitindex DAX nur bedingt mit Schwergewichten wie dem S&P500 mithalten kann, lohnt sich ein Investment in deutsche Aktien
- Die deutsche Wirtschaft hat ein ausgeprägtes Eigenleben und kann für aktive Händler spannende Chancen bieten
- Zugang zu den Börsen, Steuerfragen und ähnliches sind bei einem “Heimspiel” leichter zu meistern
Deutsche Aktien im Vergleich
Wer von Aktieninvestments spricht, denkt meist zuerst an Unternehmen wie Apple, Amazon, Microsoft oder Tesla. Die US-Firmen zählen zu den wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung und erfreuen sich bei Anlegern größter Beliebtheit. Doch auch der heimische Markt schläft nicht: Deutsche Aktien bieten etliche Weltunternehmen sowie “Hidden Champions”.
Viele von ihnen glänzen mit attraktiven Kursgewinnen, zahlen zuverlässig eine hohe Dividende oder überzeugen mit hervorragender Krisenfestigkeit. Natürlich ist auch aber hier nicht alles Gold, was glänzt: Ein Investment in deutsche Titel bedarf einer eingehenden Prüfung, da es hier - wie immer an den Börsen - auch zu Verlusten oder gar vollständigen Pleiten kommen kann.
Denn aktuell sind in der Bundesrepublik lediglich rund 450 Firmen an der Börse gelistet. Zum Vergleich: Vor Beginn der Finanzkrise 2007 waren es noch 761 Betriebe! Es ist also viel Bewegung an den deutschen Börsen zu verzeichnen.

Aktive Händler, die zum Beispiel Aktien für Daytrading einsetzen, müssen wie gewohnt die passenden Positionen entdecken (zum Beispiel via Newstrading) und eine Long-Position oder einen Leerverkauf durchführen. Deutsche Aktien verhalten sich also nicht anders als Titel aus den USA, anderen EU-Staaten, dem Vereinigten Königreich, Japan, China oder allen anderen Nationen.
Das kann CapTrader:
Der Handel mit Wertpapieren aus anderen Nationen ist üblicherweise ein teures und stark limitiertes Unterfangen - nicht mit CapTrader! Wir bieten Zugang zu mehr als 150 Wertpapierbörsen in 33 Nationen zu durchweg günstigen Konditionen!
Unterschiede kann es jedoch durch den “Heimvorteil” geben, da Sie deutsche Firmen vermutlich besser kennen und leichter Informationen einholen können. Der Besuch einer Aktionärsversammlung, wie etwa die Porsche Hauptversammlung, ist ebenfalls leichter zu bewerkstelligen, wenn diese in der Bundesrepublik stattfindet.

Einfachere Steuern?
Das deutsche Steuerrecht gilt als eines der komplexesten und umfangreichsten der Welt. Beim Handel mit Wertpapieren aus dem Ausland können weitere Komplikationen hinzutreten. So müssen Dividenden zunächst im jeweiligen Land versteuert werden. Anschließend kommt die Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer in Deutschland hinzu.
Um diese doppelte Steuerbelastung zu vermeiden, existieren zwischen vielen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen. Durch sie ist es möglich, zu viel gezahlte Steuern zurückzufordern. Ein Vorgang, der - je nach Land - aufwendig und äußerst langwierig ist.
Bei deutschen Aktien besteht dieses Problem nicht! Hier wird lediglich die Abgeltungssteuer fällig und vereinfacht so den gesamten Prozess. Der zu zahlende Betrag lässt sich zudem weiter senken: Durch eine “Günstigerprüfung” können Sie Ihren persönlichen Einkommenssteuersatz anwenden lassen, sofern dieser unter der Abgeltungssteuer liegt.
Noch effektiver ist der Einsatz eines ausländischen Brokers wie CapTrader, da dieser die Steuer nicht automatisch abführt. Stattdessen müssen Sie Ihre Gewinne im Rahmen Ihrer Steuererklärung angeben und die Abgaben später entrichten. Ein Zeitvorteil, der Ihre Rendite enorm steigern kann, dass die jeweiligen Beträge deutlich länger für Geschäfte zur Verfügung stehen!
Das kann CapTrader:
CapTrader ist ein deutsches Unternehmen mit deutschsprachigem Kundendienst, gilt aber rechtlich als Broker mit Sitz im Ausland. Dadurch müssen wir von Ihren Gewinnen keine Steuern abziehen, sondern Sie geben diese im Rahmen Ihrer Steuererklärung an. Dies führt zu einem deutlichen finanziellen Vorteil, der Ihre Rendite stark steigern kann!
Die deutschen Indizes
Wie auch in anderen Nationen üblich, werden deutsche Aktien in verschiedenen Indizes zusammengefasst. Diese Gruppierungen folgen bestimmten Regeln und sortieren die Unternehmen zum Beispiel anhand der Branche, der Marktkapitalisierung oder des Handelsplatzes.
Der bekannteste Vertreter ist zweifellos der deutsche Aktienindex DAX. Er umfasst die 40 (vor November 2020: 30) größten, börsennotierten Firmen aus Deutschland nach Marktkapitalisierung. Aufgrund der geringen Größe verfügt der Index über eine schmale Basis und gibt die Entwicklungen der deutschen Wirtschaft nicht immer akkurat wieder.
Die geringe Anzahl und Beschränkung auf die hochkarätigen Betriebe macht den DAX jedoch aus Anlegersicht besonders attraktiv und kann für lukrative Renditen sorgen. Es handelt sich dabei um einen Total-Price-Index, bei dem nicht einfach nur die Kurse der enthaltenen Wertpapiere addiert werden!
Dividenden, Zinsen, Bezugsrechtsangebote und andere Ausschüttungen zählen ebenfalls mit dazu. Damit entspricht der DAX in seiner Funktion etwa dem Dow Jones Industrial Average aus den USA. Der bekanntere S&P 500 hingegen ist hingegen ein reiner Preisindex.
Sie möchten mehr über die US-Indizes wissen? Unser Beitrag “Die wichtigsten US-Indizes im Überblick” enthält alle Informationen.
Zur “DAX-Familie” gehören noch weitere Indizes, die jeweils spezielle Werte abbilden:
| Bezeichnung | Enthaltene Titel |
| DAXK | Gleiche Titel wie im DAX, aber Berechnung ohne die Dividenden zu berücksichtigen |
| MDAX | Der “Mid Cap DAX” enthält die 50 größten deutschen Unternehmen nach Marktkapitalisierung und Handelsvolumen, die auf den DAX folgen, das heißt: Position 41 bis 90 der Liste der größten Firmen |
| SDAX | Der “Small Cap DAX” enthält die 70 größten Firmen, die auf den MDAX folgen, also Position 91 bis 160 der Liste der größten Unternehmen |
| TecDAX | Enthält die 30 größten Technologie-Unternehmen aus Deutschland nach Marktkapitalisierung und Handelsvolumen. Ursprünglich ein eigenständiger Index, sind die Firmen seit 2018 auch im DAX, MDAX und SDAX enthalten. Der TecDAX wird als Index parallel weitergeführt. |
| HDAX | Setzt sich aus DAX, MDAX und TecDAX zusammen. Da Firmen sowohl im DAX/MDAX als auch TecDAX gleichzeitig enthalten sein können, kann die genaue Anzahl an Titeln schwanken. Der HDAX ist der Nachfolger des DAX100 |
| CDAX | Der CDAX enthält alle deutschen Aktien, die an der Börse Frankfurt notiert sind und General Standard und Prime Standard erfüllen. Aktuell sind rund 360 Titel enthalten |
| VDAX-NEW | Optionen handeln ist eine beliebte Möglichkeit, um sich gegen fallende Kurse abzusichern oder von Bewegungen zu profitieren. Der VDAX-NEW misst die Anzahl der “at-the-money” und “out-of-the-money” Optionen auf den DAX und somit die implizite Volatilität. Er gibt dadurch Einblick in die Stimmung der Marktteilnehmer und dient als Basiswert für Derivate. Er ist das Gegenstück zum VIX des US-Index S&P 500. |
| ShortDAX | Der ShortDAX bildet die Preisentwicklung des DAX umgekehrt proportional ab, das heißt: Sinkt der Kurs des DAX um 1 %, steigt der ShortDAX um 1 %. So können auch Marktteilnehmer, deren Broker keinen Leerverkauf ermöglicht, von einem fallenden Markt profitieren. |
Sollten Sie von der weiteren Entwicklung einer deutschen Aktie oder einem Index nicht überzeugt sein, können Sie dennoch profitieren: Hochwertige Broker wie CapTrader bieten Ihnen die Möglichkeit, durch flexibel gestaltete Short-Positionen (Leerverkauf), Optionen und andere Derivate von fallen Kursen zu profitieren.
Das kann CapTrader:
Das breite Sortiment von CapTrader umfasst unter anderem Optionen, Futures und Optionsscheine sowie den Marginhandel mit Aktien und anderen Assets. Sie können also auf unterschiedliche Arten sowohl von steigenden als auch fallenden Kursen profitieren!
Beste Wertpapiere: Attraktive deutsche Aktien für unterschiedliche Strategien
Wertpapiere aus Deutschland werden von vielen Anlegern und Händlern eher stiefmütterlich behandelt. So steht etwa der DAX im Ruf, weniger rentabel zu sein als zum Beispiel der US-Index S&P 500. Tatsächlich ist die durchschnittliche Rendite, über längere Zeiträume betrachtet, geringer.
Zudem verzeichnet der deutsche Index erhebliche Schwankungen - deutlich mehr als viele andere Indizes. Dies liegt unter anderem in der eher geringen Anzahl an enthaltenen Unternehmen begründet.
Für langfristig orientierte Anleger ist ein Investment in den gesamten DAX, zum Beispiel über ETFs, also durchaus denkbar; andere Indizes können hier aber mehr bieten. Aktive Händler hingegen, die Aktienindizes und Aktien für Daytrading einsetzen, können mit dem deutschen Leitindex und seinen ausgeprägten Auf- und Abbewegungen sehr gute Ergebnisse erzielen.
Auch Investoren auf der Suche nach Einzelaktien werden in der Bundesrepublik fündig! Deutsche Aktien umfassen viele interessante Titel: Aktien mit hoher Dividende, starkem Wachstum, hoher Volatilität oder besonderer Krisenfestigkeit sind verfügbar.
Wir haben im Folgenden exemplarisch einige spannende deutsche Aktien für Sie ausgewählt. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nicht um eine Anlageberatung handelt! Wir empfehlen werden ein Investment in die vorgestellten Titel, noch raten wir davon ab. Die Liste dient lediglich dazu, verschiedene Aspekte des Aktienmarkts zu illustrieren.
1. Für Dividendenjäger: Volkswagen, Mercedes-Benz Group oder BASF?
Deutsche Aktien, insbesondere die Schwergewichte des DAX, halten einige Titel mit hervorragender Dividendenrendite bereit! Wer durch die Gewinnausschüttungen zusätzlichen Cashflow generieren möchte oder gar ein ganzes Dividendenportfolio aufbaut, wird hier schnell fündig.
In dieser Kategorie stechen vor allem zwei Autohersteller, die Mercedes-Benz Group und Volkswagen, hervor. Sie bieten zum Verfassungszeitpunkt eine Dividendenrendite von über acht Prozent!
Mercedes ist mit seinen Premium-Fahrzeugen vom internationalen Automarkt nicht mehr wegzudenken. Der Wechsel auf elektrische Antriebe fällt dem Traditionsunternehmen jedoch schwer und die Konkurrenz ist stark. Zudem gelten Prognosen in dieser wechselhaften Branche ohnehin als schwierig.
Kurseinbrüche sind also durchaus möglich - neben dem Aussetzen oder Kürzen der Dividende sind sie die Hauptsorge von Anlegern, die auf Dividendenaktien setzen. Solche Preisrückgänge können die Einnahmen aus Gewinnausschüttungen schnell aufbrauchen.
Wer langfristig vom Unternehmen überzeugt ist, kann sich mit den Wertpapieren eine dividendenstarke deutsche Aktie ins Portfolio holen. Mit einer Ausschüttungsquote von zuletzt rund 43 Prozent scheinen die Auszahlungen weiterhin sicher zu sein. Auch Steigerungen sind problemlos möglich.
Auch Volkswagen sticht als Automobilhersteller mit hoher Dividende hervor: Rund einen Euro pro Aktie können Anleger hier pro Jahr erwarten, was - je nach Aktienkurs - einer Dividendenrendite von ungefähr acht Prozent entspricht.
Schwankungen sind ebenfalls nicht ungewöhnlich: nach dem Ende der COVID-Krise konnten Anleger ihr Kapital in kurzer Zeit verdreifachen! Seither sind die Kurse jedoch wieder stark gefallen und liegen heute sogar unter dem krisenbedingten Ausgangswert.
Für Dividendenjäger hervorragend ist jedoch die geringe Ausschüttungsquote: Volkswagen gibt aktuell nur rund ein Drittel seiner Gewinne an die Anleger aus. Hier sind also weitere Steigerungen denkbar.
Ganz anders sieht es bei BASF aus, einer weiteren deutschen Aktie, die auf den ersten Blick mit einer hohen Dividendenrendite locken kann: rund 7,5 Prozent sind hier pro Jahr zu erwarten! Die Ausschüttungsquote liegt jedoch bei über 100 Prozent! Es wird also mehr an die Anleger ausgegeben, als das Unternehmen durch seine Gewinne erwirtschaftet.
Kein langfristig haltbarer Zustand und ein deutliches Warnzeichen. Auch der Stillstand der Dividende (keine Erhöhung im letzten Jahr) und die durchwachsenen Ansichten der Analysten geben Grund zur Sorge. Insgesamt scheint BASF also nicht die beste deutsche Aktie für Investoren zu sein, die eine sichere Dividende wünschen.
2. Kurssteigerungen: SÜSS, Ionos, Rheinmetall
Unter den deutschen Aktien finden sich zahlreiche Titel, die ein gewaltiges Wachstum aufweisen. Sie bieten ideale Gelegenheiten für Long-Positionen und sind so für Neueinsteiger und langfristig orientierte Anleger bestens geeignet.
Starke Kursgewinne sind für Investoren, die die entsprechenden Wertpapiere besitzen, natürlich sehr angenehm. Zu schnelles Wachstum kann jedoch mit erheblichen Risiken einhergehen, vor allem, wenn die Preise an den Börsen nicht dem realen Unternehmenswert entsprechen.
Die folgenden drei Unternehmen haben sich in den letzten Wochen durch massives Wachstum hervorgetan. Ob die hohen Kurse nur auf dem Börsenparkett entstanden oder durch die wirtschaftliche Leistung gerechtfertigt sind, müssen potenzielle Anleger selbst entscheiden.
Das Münchner Unternehmen SÜSS MicroTec SE bietet Produktionsanlagen und verwandte Leistungen für den Bereich der Halbleiter und Nanotechnik an. Der aktuelle Künstliche-Intelligenz-Boom, der sich zum Beispiel durch die Beliebtheit von KI-Trading zeigt, befeuerte das Geschäft - und das Interesse der Anleger!
Der Preis einer Aktie hat sich in den letzten fünf Jahren nahezu verachtfacht! In der besonders “heißen Phase” des AI-Booms, die spätestens 2024 einsetzte, gelang eine Verdreifachung innerhalb eines halben Jahres. Wie bei allen Börsengeschäften sind aber auch hier vergangene Gewinne kein Garant für die zukünftige Performance.
Die Ionos Gruppe dürfte vielen noch als “1&1” aus den Anfangstagen des Internets bekannt sein. Seither hat man die Internetangebote in ein eigenes Subunternehmen ausgelagert und konzentriert sich ganz auf Hosting und Cloud-Computing. Damit traf man einen Nerv, denn die Nachfrage nach dezentraler Rechen- und Speicherleistung ist in den letzten Jahren förmlich explodiert.
Für Ionos hat dies zu einem Kurswachstum von rund 130 Prozent in den vergangenen 12 Monaten geführt. Die Aussichten, so die Analysten, scheinen hierbei weiterhin positiv.
Waffenhersteller Rheinmetall profitierte vom russischen Angriff auf die Ukraine und der daraufhin drastisch gestiegenen Nachfrage. Die Kurse sprangen von einem Höchstwert zum nächsten und konnten sich in rund zwei Jahren verfünffachen.
Anleger, die keine moralischen Bedenken haben, können sich die deutsche Aktie Rheinmetall ins Portfolio holen und auf weiteres Wachstum hoffen. Auch gibt es jedoch keine Garantie für weitere Zugewinne - der Höhepunkt könnte bereits erreicht sein. Die Meinungen der Analysten sind jedoch überwiegend positiv.

3. Niedrige Volatilität: Osram, Beiersdorf und Telekom
Wertpapiere mit niedriger Volatilität gelten vielen Anlegern als langweilig und wenig lukrativ, da sie während Hochphasen an den Märkten ein unterdurchschnittliches Wachstum zeigen. Sie leiden jedoch auch in Krisenzeiten weniger unter Kurseinbrüchen. Insgesamt sorgt dies für eine attraktive Investmentklasse, die Stabilität und gute Durchschnittsrenditen in das eigene Portfolio bringen.
Traditionell gelten nicht-zyklische Konsumgüter als Paradebeispiele für stabile Wertpapiere. Denn auch in Krisenzeiten wird gegessen, getrunken, geduscht oder Zähne geputzt. Hiervon profitiert zum Beispiel das Unternehmen Beiersdorf mit seinen Marken Nivea, Labello oder Eucerin.
Besonders spannend ist dabei der Effekt der COVID-Krise 2020: Während andere Branchen hier teilweise mehr als die Hälfte an Wert einbüßen mussten, trotzte Beiersdorf den Einbrüchen. Gepaart mit einem auch ansonsten attraktiven Wachstum entsteht eine ansprechende deutsche Aktie für langfristige Investments
Auch die OSRAM Licht AG verzeichnete zuletzt wenig Kursschwankungen und entwickelt sich mit einer Volatilität von rund sieben Prozent sehr gleichmäßig. Seit nunmehr knapp vier Jahren liegt der Preis einer Aktie bei 50 Euro. Anleger haben sich damit aber nicht nur ein stabiles Investment ins Portfolio geholt, sondern in der Zwischenzeit eine jährliche Dividende von rund 4,5 Prozent verdient!
Auch Telekommunikation ist weitgehend krisenresistent, denn auch während einer Pandemie oder einer Finanzkrise wird weiterhin telefoniert, gesurft oder online gearbeitet. Die Deutsche Telekom profitiert davon und erlebt ein weitgehend kontinuierliches Kurswachstum. Anleger dürfen sich, neben krisenfestem Wachstum, zudem über eine Dividende von rund drei Prozent freuen.
Fazit: Deutsche Aktien besser als ihr Ruf
Deutsche Aktien sind für Anleger aus der Bundesrepublik besonders attraktiv: Sie kennen nicht nur die Unternehmen gut, sondern müssen sich auch keine Gedanken bezüglich Doppelbesteuerung von Dividenden machen!
Wer einen Broker wie CapTrader mit Depotführung im Ausland verwendet, kann zusätzlich die Zahlung der Abgeltungssteuer bis zur nächsten Steuererklärung hinauszögern. Das Kapital steht so länger zur Verfügung und kann weitere Rendite generieren.
Zudem bieten deutsche Aktien ein breites Spektrum, das sich für unterschiedlichste Strategien eignet. Titel wie Volkswagen oder Mercedes-Benz glänzen mit einer hohen Dividende, SÜSS oder Ionos zeigten zuletzt kräftiges Kurswachstum und mit Osram oder Beiersdorf stehen stabile, nicht-zyklische Wertpapiere zur Verfügung.
Dennoch spielen deutsche Aktien bei vielen Anlegern nur eine untergeordnete Rolle. Indizes wie der DAX, MDAX oder TecDAX können mit der Performance anderer Produkte schlicht nicht mithalten. Wer etwa die wichtigsten US-Indizes im Überblick betrachtet, sieht schnell, dass zum Beispiel der S&P hier deutlich mehr Rendite erzeugt.
Deutsche Aktien geraten dadurch in den Ruf, nicht zu den lukrativsten Wertpapieren zu gehören. Tatsächlich zeigt aber ein Blick auf einzelne Titel, dass deutsche Aktien problemlos mit den attraktivsten Titeln aus aller Welt mithalten können. Die etwas schwächere Leistung von DAX und Co. lässt keine Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen zu.
