“Günstig einkaufen, teuer verkaufen” kann auch bei Zinsen funktionieren! Beim Carry Trade leihen sich Händler Kapital zu einem günstigen Zinssatz, um es anschließend mit höherer Rendite einzusetzen. In einer vereinfachten Form handelt es sich bei Carry Trades um eine der beliebtesten Forex-Strategien!
Das wichtigste in Kürze
- Bei einem Carry Trade beschafft sich ein Händler Kapital zu günstigen Konditionen und erzeugt damit höhere Gewinne
- Händler nutzen diese Vorgehensweise beim Forex-Trading, um Währungen mit niedrigem Zinssatz gegen solche mit hohen Zinsen zu handeln
- Risiken entstehen unter anderem durch Zinsveränderungen oder Wechselkursänderungen
Carry Trade Definition und Beispiele
Der Begriff Carry Trade beschreibt ein Finanzgeschäft mit sehr einfachem Grundkonzept:
- Händler beschaffen sich zuerst Kapital am Finanzmarkt und müssen dafür Zinsen zahlen (Zinsaufwand). Sie wählen daher eine Währung mit geringen Zinssätzen aus.
- Sie investieren dieses Geld anschließend in Produkte mit höherer Verzinsung (Zinsertrag).
- Der Zinsunterschied stellt ihren Gewinn dar.

Ein solcher Carry Trade ist erfolgreich, wenn die Einnahmen größer als die Kosten für das Geschäft sind. Im umgekehrten Fall kommt es zu einem Verlust bzw. Misserfolg.
Es handelt sich um eine äußerst vielseitige Strategie, da Händler das günstig geliehene Geld auf unterschiedliche Arten einsetzen können. Möglich sind zum Beispiel:
- Festverzinsliche Produkte wie Tages- oder Festgeld
- Dividendenstarke Aktien oder andere Investitionen, die eine Gewinnbeteiligung bieten
- Lang-, mittel- oder kurzfristige Anleihen
- Und vieles mehr!
Gut zu Wissen:
Nicht unter den Begriff Carry Trade fallen Situationen, in denen Händler das geliehene Kapital für aktives Trading einsetzen. Wer das Geld also zum Beispiel als Daytrading Startkapital nutzt, Swing-Trading-Strategien ausübt oder damit Optionen handeln möchte, betreibt keinen Carry Trade! Hier handelt es sich viel mehr um Fremdkapital Trading!
Diese Form von Carry Trades ist jedoch sehr aufwendig: Investoren müssen Kredite in anderen Ländern aufnehmen, Währungen umtauschen und anschließend in zinstragende Produkte investieren. In der Praxis gehen quasi vor allem institutionelle Marktteilnehmer wie Funds und Banken, sowie Investoren mit großem Vermögen diesen Weg.
Für private Trader bietet sich oft eine einfachere Variante im Forex-Handel an.
Das kann CapTrader:
Mit 28 verfügbaren Währungen in über 100 Währungspaaren ist CapTrader der ideale Broker für Carry Trades und alle anderen Forex-Strategien! Sie profitieren dabei von höchster Liquidität, engen Spreads und hervorragenden Handelskonditionen.
Wie kommt es zu Zinsunterschieden?
Moderne Finanzmarkttheorien gehen davon aus, dass Carry Trades eigentlich nicht möglich sein dürften. Ähnlich, wie beim Arbitrage Trading, handelt es sich bei den Zinsunterschieden um eine Ineffizienz des Marktes.
In einem perfekten Marktumfeld dürften die Abweichungen nicht existieren, da die Marktteilnehmer auf der Suche nach Profit sofort im großen Umfang Positionen eröffnen. Diese Nachfrage würde eventuelle Unterschiede schnell schließen.
Die Tatsache, dass Carry Trades effektive Handelsstrategien sind, zeigt, dass die Vernetzung der Finanzmärkte nicht vollständig ist. Sie entstehen durch regionale Unterschiede, die für jeweils einzigartige wirtschaftliche Situationen sorgen. Sie sind die Basis für die attraktiven Zinsunterschiede, die sich Forex-Trader zunutze machen.
Gründe für die Abweichungen sind zahlreich. Betrachten wir einige der Länder, deren Währungen typischerweise für Carry Trades zum Einsatz kommen, zeigt sich schnell, wie es dazu kommt:
- Japan, einst das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen aller G7-Staaten und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, erlebte eine jahrzehntelange Phase schrumpfender Wirtschaft und dauerhafter Deflation. Diese endete erst in 2024 und zeichnete sich durch extrem niedrige und sogar negative Zinsen aus. Der japanische Yen war über viele Jahre die beliebteste Basiswährung für Carry Trades.
- Australien hingegen zeigte seit den Neunzigerjahren ein beeindruckendes Wachstum, das unter anderem von der Bergbauindustrie gestützt wurde. Mit 26 Jahren ohne Rezession stellte man einen weltweiten Rekord auf, der erst 2020 endete. Damit einhergehen hohe Zinsen (mit Ausnahme einer zweijährigen Covid-Phase) von zuletzt über 4 %, die den australischen Dollar ideal als Gegenwährung für Carry Trades machen.

- Die Vereinigten Staaten von Amerika bilden die weltweit größte Volkswirtschaft, die allein über ein Viertel der Weltwirtschaft ausmacht. Damit einher gingen Phasen intensiven Wachstums, aber auch besonders dramatische Krisen. Die Zinsrate der letzten Jahre stellt dementsprechend eine Achterbahnfahrt dar: Seit der Jahrtausendwende gab es drei Phasen von Zinsen über 5 %, drei Phasen mit Zinsen unter 1 % und etliche weitere, kleinere Veränderungen. Diese extremen Unterschiede haben den US-Dollar für Carry Trades sowohl als Basis- als auch Gegenwährung immer wieder interessant gemacht.
- Europäische Union: Seit der Finanzkrise 2008 lag der Leitzins in der Europäischen Union nahe der null-Prozent-Marke. Erst nach überstandener Covid-Krise kam es zu einem Anstieg, der bis auf knapp über 4 % kletterte. Der Euro bietet damit nicht nur interessante Möglichkeiten für Carry Trades; er ist auch – genau wie der US-Dollar – aufgrund seiner relativen Stabilität bei Forex-Tradern geschätzt.
Praktische Bedeutung im Forex-Handel
Das Konzept des Carry Trades kommt vor allem im Forex-Handel zum Einsatz, wo man es als “Currency Carry Trades” bezeichnet. Sie sind dort derart beliebt, dass sich die Bedeutung verschoben hat: Heute ist mit dem Begriff Carry Trade eigentlich immer diese Forex-Variante gemeint.
Händler können hier Kapital in einer Niedrig-Zins-Währung leihen und in ein besser verzinstes Zahlungsmittel umtauschen. Das eigentliche Anlegen in ein Finanzprodukt ist nicht mehr nötig, da es bereits für das bloße Halten der Position eine Entlohnung gibt: die Rollover-Rate
Rollover-Rate: So profitieren Sie von Currency Carry Trades
Forex-Positionen werden täglich um 11:00 Uhr deutscher Zeit (17:00 Uhr EST) geschlossen und die gleiche Position für den nächsten Handelstag eröffnet. Dieser Vorgang läuft automatisch ab und wird als “Tomorrow Next”, “Tom-next” oder “Rollen” bezeichnet.
Halten Trader ein Währungspaar mit unterschiedlicher Verzinsung, wird ihnen die Zinsdifferenz zu diesem Zeitpunkt verrechnet. Man spricht hierbei von der “Rollover-Rate”. Sie kann positiv oder negativ ausfallen und somit für Gewinne oder Verluste sorgen.
Entscheidend sind die Zinsenraten der Basis- und Gegenwährung.

- Hat die Basiswährung eine niedrigere Zinsrate als die Gegenwährung, entsteht ein Gewinn. Es liegt ein positiver Carry Trade vor. Der Broker schreibt dem Händler die Zinsdifferenz anteilig gut.
- Weist die Basiswährung hingegen einen höheren Zinssatz als die Gegenwährung auf, kommt es beim Rollvorgang zwischen zwei Tagen zu einem Verlust für den Händler. Der Broker zieht diese Kosten entsprechend ab und es liegt ein negativer Carry Trade vor.
Die Rollover-Rate berechnet sich aus der Zinsdifferenz der beiden Währungen. Da es sich nur um die anteilige Verzinsung für einen Tag handelt, muss das Ergebnis noch durch 365 Tage geteilt werden. Weiter spielt der jeweilige Umrechnungskurs in das Ergebnis hinein, sodass folgende Formel entsteht:

R Basiswährung: Zinsrate der Basiswährung
R Gegenwährung: Zinsrate der Gegenwährung
U = Umtauschrate
Beispiel für Carry Trades
Um einen Carry Trade mit positivem Ergebnis abzuschließen, müssen Händler ein Währungspaar mit einer passenden Zinsdifferenz halten: Die Basiswährung sollte eine möglichst geringe Verzinsung aufweisen, die Gegenwährung hingegen möglichst hohe Zinsen.
Eine beliebte Währung, um günstig Kapital zu beschaffen, war lange Zeit der japanische Yen: Der japanische Leitzins bewegt sich seit dem Jahr 2000 um die null Punkte und stieg erst 2024 wieder leicht an! In diesem Umfeld konnten sich Marktteilnehmer äußerst günstig Geld leihen.

Ein klassischer Carry Trade sieht daher zum Beispiel folgendermaßen aus:
- Ein Marktteilnehmer leiht sich japanische Yen von für einen niedrigen Zinssatz (Short-Position). Er zahlt dafür lediglich 0,5 % Zinsen p.A.
- Er kauft gleichzeitig Australische Dollar (Long-Position), da er hier eine hohe Verzinsung von 4 % erhält.
- Die Zinsdifferenz für diese Position beträgt 3,5 % pro Jahr
- Der Wechselkurs YEN:AUD liegt in unserem Beispiel bei 0,011
Daraus ergibt sich:
R Rollover = (0,5 - 4) / 365 × 0,011 = 0,871 %
Verläuft alles nach Plan, kann der Händler in unserem Beispiel also auf eine Rendite von 0,871 % an nur einem Handelstag hoffen. Vom Ergebnis sind noch Transaktionskosten abzuziehen. Wurde Margin-Trading betrieben (Handel mit Hebel), kann sich das Resultat noch vervielfachen.
Risiken von Carry Trades
Carry Trades bieten enormes Gewinnpotenzial und sind deshalb enorm beliebte Strategien beim Forex-Handel! Wie in der Finanzwelt üblich, gibt es aber auch hier keine Rendite ohne Risiken.
Ein Carry Trade unterliegt zwei typischen Gefahren:
1. Zinsveränderungen
Für einen erfolgreichen Carry Trade benötigt es eine Basiswährung mit niedrigem Zinssatz und eine Gegenwährung mit höheren Zinsen. Sollte sich die Verzinsung einer oder beider Währungen ungünstig entwickeln, ist eine verringerte Rendite oder sogar ein Verlust möglich!
Für die Basiswährung bedeutet dies:
- Steigende Zinsen = negativ, da es nun höhere Kosten verursacht, sich hier Geld zu leihen.
- Sinkende Zinsen = positiv, denn jetzt sinken die Kosten für den Geldverleih.
Für die Gegenwährung gilt:
- Steigende Zinsen = positiv, da ein Investor mehr Rendite erhält.
- Sinkende Zinsen = negativ, da es sich nun weniger lohnt, diese Währung zu halten.
Vereinfacht lässt sich sagen: Je größer der Abstand zwischen den Zinsraten der beiden Währungen ist, desto lukrativer der Carry Trade. Ein geringerer Abstand macht diese Strategie hingegen weniger profitabel.
Ein Blick auf die historische Zinsentwicklung in Japan und Australien zeigt, dass Veränderungen des beliebten Währungspaares durchaus häufig waren. Sie waren vor allem von der aktiven Zinspolitik Australiens angetrieben, während Japan über viele Jahre hinweg beständig -0,1 % beibehielt.

Zinsveränderungen können einen Carry Trade massiv beeinflussen; glücklicherweise treten sie vergleichsweise selten auf und werden von den verantwortlichen Institutionen fast immer angekündigt.
2. Wechselkursänderungen
Berechnungen zur Rendite eines Carry Trades basieren stets auf der Annahme eines gleichbleibenden Wechselkurses. Sollte sich der Kurs zwischen Basis- und Gegenwährung jedoch verändern, beeinflusst dies auch die möglichen Gewinne einer solchen Position!
Nimmt der Preis der Gegenwährung zu, können Trader sich (neben den Zinsgewinnen des Carry Trades) auch über einen Buchgewinn freuen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn die Basiswährung an Wert verliert.
Neben diesem Wertgewinn verbessert sich auch Rollover-Rate. Wir erhalten nun eine bessere Verzinsung, wenn das Währungspaar über Nacht gehalten wird.
Umgekehrt kommt es zu einem Wertverlust, wenn die Basiswährung an Wert gewinnt oder die Gegenwährung abnimmt. Dabei nimmt nicht nur der Preis des gehaltenen Währungspaares ab; auch die Rollover-Verzinsung reduziert sich.
In unserem Beispiel Yen – Australischer Dollar bedeutet dies:
- Wechselkurs YEN/AUD steigt = Wir erzielen einen zusätzlichen Gewinn und erhalten höhere Rollover-Rate.
- Wechselkurs YEN/AUD sinkt = Wir erzielen einen zusätzlichen Verlust und unsere Rollover-Rate sinkt.
Das kann CapTrader:
Bei ständiger Gefahr von Wechselkursänderungen ist das letzte, was Forex-Trader brauchen können, weitere Kosten und Aufschläge. Bei CapTrader können Sie bereits ab 3,75 € pro Transaktion Fremdwährungen handeln! So stellen wir sicher, dass Ihre Gewinne dort landen, wo sie hinsollen: in Ihrer Tasche!
Zusätzliche Risiken durch Hebeleinsatz
Ein wichtiger Grund für die enorme Beliebtheit des Forex-Handels ist die Möglichkeit, mit hohen Hebeln zu agieren. So lassen sich Gewinne, aber auch Verluste, vervielfachen. Aufgrund der möglichen Gefahren ist es allerdings beim Trading für Anfänger eher zu vermeiden.
Um einen Hebel, oder auf Englisch: Leverage, zu erzielen, leiht sich ein Händler zusätzliches Kapital von seinem Broker. Er muss den Betrag nach Abschluss des Geschäfts wieder zurückzahlen. In der Zwischenzeit kann er jedoch deutlich mehr Geld einsetzen und darf eventuelle Gewinne behalten.
Kommt es hingegen zu Verlusten, muss der Trader diese begrenzen oder selbst tragen. Verläuft ein Geschäft zu negativ und die Leihgabe des Brokers ist in Gefahr, kann es zum Margin Call kommen: Der Broker zieht die Reißleine und fordert den Händler auf, die Position zu schließen, zu verringern oder zusätzliches Geld einzubringen.
Bei Carry Trades bestehen ernstzunehmende Risiken:
- Zinsrisiko der Basiswährung
- Zinsrisiko der Gegenwährung
- Wechselkursrisiko zwischen den beiden Währungen
Ein solches Geschäft kann sich schnell entgegen unserer Erwartungen entwickeln und für Verluste sorgen. Durch einen Hebel verstärkt sich dieses Ergebnis noch. Wir möchten daher noch einmal betonen, dass Personen, die das Trading lernen möchten, zunächst nur mit sehr kleinen Hebeln oder völlig ohne agieren sollten.
Zudem empfiehlt sich, zunächst ein CapTrader Paper Trading Konto einzusetzen. Hier können Sie Carry Trades in einer sicheren Umgebung unter realen Bedingungen erproben.
Carry Trading in der Praxis
Wenn Sie Carry Trading nutzen möchten, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten mit eigenen Vor- und Nachteilen zur Verfügung. Welche Variante für Sie geeignet ist, hängt unter anderem von Ihren bisherigen Erfahrungen, dem verfügbaren Kapital und Ihrem Risikoprofil ab.
1. Currency Carry Trades
Die wohl einfachste Variante stellen Currency Carry Trades dar. Dabei halten Sie ein Währungspaar über Nacht, um die Rollover-Rate zu erhalten. Sofern der Zinssatz der Basiswährung niedriger als die Zinsen der Gegenwährung ist, wird diese Rollover-Rate positiv ausfallen. Sie erzielen einen Gewinn!
Für die Durchführung sind nur wenige Schritte erforderlich:
- Depot eröffnen bei einem Broker wie CapTrader, der Forex-Handel anbietet.
- Kapital einzahlen
- Passendes Währungspaar auswählen und kaufen
- Alternativ: Auch ein Leerverkauf der Währungen ist möglich
- Halten Sie ein Währungspaar mit Zinsdifferenz über Nacht, wird Ihnen die Rollover-Rate gutgeschrieben (oder bei ungünstiger Verzinsung abgezogen)
| Vorteile | Nachteile |
| Vorteilhafte Zinsveränderungen können zusätzliche Gewinne einbringen | Verlustrisiko durch ungünstige Zinsveränderungen |
| Vorteilhafte Wechselkursänderungen können zusätzliche Gewinne einbringen | Verlustrisiko durch ungünstige Wechselkursveränderungen |
| Hebeleinsatz möglich, um Gewinne zu steigern | Gewinn (ohne Hebeleinsatz) eher gering |
| Sie erhalten die Zahlung auch, wenn sich die Wechselkurse nicht verändern |
2. Carry Trade Finanzprodukte
Einen besonders einfachen Zugang zu Carry Trades bieten Finanzprodukte wie ETFs oder Fonds. Verschiedene Anbieter verfolgen eine Carry Trading Strategie, oft mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Ein Investment ist besonders einfach möglich: Sie müssen lediglich ein Depot eröffnen und das passende Anlageprodukt auswählen. Vorher sollten Sie jedoch die eingesetzte Strategie und bisherige Erfolge überprüfen, um sicherzustellen, dass das jeweilige Produkte zu Ihren Vorstellungen passt.
| Vorteile | Nachteile |
| Kein Aufwand für Sie, da Carry Trades automatisch oder durch Fondsmanager durchgeführt werden | Zusätzliche Kosten |
| Besonders einfacher Zugang über Ihren Broker | Geringe Transparenz |
| Oft bessere Performance, als ein Laien-Trader erwarten kann | Geringe Chance auf Überperformance / ein Profi-Trader kann mit Carry Trades deutlich mehr verdienen |
Fazit: Der Carry Trade ist eine beliebte Forex-Strategie – und das nicht ohne Grund!
Bei einem Carry Trade nutzen Händler Zinsunterschiede einzelner Währungen: Sie leihen sich Kapital in einer Niedrig-Zins-Währung und investieren es mit höherer Rendite in einer anderen.
Der maximale Gewinn ist der Zinsunterschied, abzüglich Transaktionskosten. Doch auch der Aufwand ist enorm! Deutlich einfacher und äußerst beliebt ist der sog. Currency Carry Trade. Händler halten dazu lediglich ein Währungspaar mit unterschiedlicher Verzinsung.
Ein Anteil der Verzinsung wird ihnen täglich gutgeschrieben. Diese Vorgehensweise ist im Forex-Handel weit verbreitet. In Kombination mit Hebeln kann sie attraktive Gewinne erzeugen.
Alle Carry Trades unterliegen allerdings auch verschiedenen Risiken: Sowohl Zinsveränderungen als auch schwankende Wechselkurse können unsere Rendite gefährden! Händler müssen daher nicht nur kurzfristige Trading Signale betrachten, sondern auch die langfristigen Prognosen zu einzelnen Währungen im Auge behalten.




