Der Fokus der Anleger dürfte sich gen Wochenschluss auf die Veröffentlichung neuer US-Preisdaten richten. Auch einige Fed-Vertreter kommen abermals zu Wort. In diesem Zusammenhang könnte die Ausgestaltung über die zukünftige Geldpolitik jenseits des Atlantiks weiterhin über Wohl und Wehe entscheiden.
DAX 40 Chart
Source: Tradingview
GfK-Verbrauchervertrauen hellt sich etwas auf – Inflationsraten im Blick
Bereits am Mittwochmorgen konnte das Gfk-Verbrauchervertrauen mit minus 20,9 Punkten besser ausfallen als erwartet (-22,5 Punkte), nach minus 24 Zählern im Vormonat.
Die finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland (14:00 Uhr) gilt es ebenfalls im Auge zu behalten. Erwartet wird eine Mai-Teuerungsrate von 2,4 Prozent nach 2,2 Prozent im Vormonat (per Jahresmonatsvergleich).
Vor Veröffentlichung des US-Konjunkturberichts (Beige Book) um 20:00 Uhr gilt es eine Rede durch John Williams von der New York-Fed im Auge zu behalten (19:45 Uhr).
US-Konjunkturdaten und Fed-Reden dürften am Donnerstag bewegen
Die zweiten Schätzungen zum US-Bruttoinlandsprodukt (14:30 Uhr) dürften am Donnerstag auf Anlegerinteresse stoßen. Erwartet wird ein Plus von 1,3 Prozent für die ersten drei Monate des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorquartal (zuvor: +3,4 Prozent).
Weitere Reden durch die Fed-Vertreter Williams (18:05 Uhr) und Logan (Dallas/23:00 Uhr) runden den Handelstag ab.
Keine Veränderung des „PCE-Deflators“ erwartet – Anleger dürften Zahlen nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen
Erste Schätzungen zur Entwicklung der EU-Inflation (Kernrate) für den Monat Mai werden am Freitag um 11:00 Uhr publik. Erwartet wird eine Rate von 2,8 Prozent nach 2,7 Prozent im April (per Jahresmonatsvergleich).
Als Wochenhighlight dürfte folgerichtig die Publikation neuer US-Preisdaten fungieren (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten in diesem Fall einen Status quo von 2,8 Prozent. Besagte Daten werden nicht zuletzt als wichtige Indikation im Hinblick auf die US-Inflationsentwicklung angesehen, welche somit eine hohe Bedeutung besitzen.
Unter dem Strich dürfte die geldpolitischen Entwicklungen zunächst dominieren. Bereits am kommenden Donnerstag könnte die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Juni-Sitzung an den berüchtigten Zinsschrauben nach unten drehen. Ob sich die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr noch zu einer Zinssenkung hinreißen lässt, bleibt abzuwarten. Aktuell gehen Marktteilnehmer von einer möglichen Senkung im November aus.



