Die Hoffnung auf global sinkende Kapitalmarktzinsen hält Anleger weiterhin bei Laune. Insbesondere die Erwartung auf zeitnah sinkende Zinsen in den USA hatte die Kurse zuletzt getrieben. Indes impliziert die laufende Berichtssaison weiterhin reichlich Bewegungspotenzial. Mit rund 18.500 Punkten nach Handelsstart nähert sich der DAX seinem Rekordhoch bei 18.567 Zählern.
DAX 40 Chart
Source: Tradingview
Schwache US-Arbeitsmarktdaten nähren Zinssenkungsfantasien in den Reihen der US-Fed
Wieder an Fahrt aufnehmende Zinssenkungsfantasien in den USA haben dem deutschen Leitindex in der ersten Wochenhälfte kräftig Auftrieb verliehen. Bereits am vergangenen Freitag nährte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht die Aussicht auf zeitnah sinkende Leitzinsen in den Vereinigten Staaten. Denn außerhalb der Landwirtschaft wurden lediglich 175.000 neue Stellen geschaffen und damit deutlich weniger als erwartet (243.000). Auch die Arbeitslosenquote fiel mit 3,9 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher aus als gedacht.
Die Schwächephase am US-Jobmarkt könnte der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) weniger schlagkräftige Argumente an die Hand geben, um das Zinsniveau noch länger hochzuhalten.
In diesem Zusammenhang dürften in einem tendenziell überschaubaren Wirtschaftsdatenkalender zwei Reden durch Fed-Vertreter am heutigen Mittwoch im Fokus stehen.
Mit Jefferson (17:00 Uhr) und Cook (19:30 Uhr) setzt sich der Rede-Marathon in dieser Handelswoche damit weiter fort.
Handel findet an Christi Himmelfahrt statt in Frankfurt am Main statt
Trotz des gesetzlichen Feiertags in der Bundesrepublik Deutschland bleiben die Börsenpforten am Donnerstag an Christi Himmelfahrt in Frankfurt am Main am Donnerstag geöffnet.
Impulse könnten am Nachmittag (14:30 Uhr) neue Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA liefern. Vor allem nach dem jüngsten US-Jobbericht dürfte die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt von Interesse sein.
Am Freitag stehen erneut Reden durch Fed-Vertreter Bowman (15:00 Uhr), Goolsbee (18:45 Uhr) und Barr (19:30 Uhr) auf der Agenda. Auch die vorläufigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan könnten für Bewegung sorgen (16:00 Uhr).
Zahlenflut im DAX 40 - Berichtssaison als zusätzlicher Impulsgeber
Die Zahlenflut in der laufenden Berichtssaison dürfte zudem immer wieder wichtige Impulse liefern. Zur Wochenmitte gilt der Blick Fresenius, Siemens Energy, BMW, Munich RE sowie Continental und Henkel.
In den Reihen von Fresenius waren die Geschäfte besser gelaufen als erwartet. Auch der Gesamtausblick für das laufende Jahr wurde angehoben.
Der Reifenhersteller Continental hat im ersten Quartal durch die maue Entwicklung im Autozulieferergeschäft rote Zahlen geschrieben (minus 53 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor hatten die Hannoveraner noch einen Gewinn von 382 Millionen Euro einfahren können.
Siemens Energy konnte indes einen Gewinn von 108 Millionen Euro einstreichen, nach einem Verlust von 189 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Bereits am Dienstag hatten unter anderem Siemens Healthineers, die DHL Group, Heidelberg Materials, Zalando und Infineon ihre Zahlen vorgelegt.



