Nach der Fed-Notenbanksitzung dürfte spätestens jetzt wieder Nüchternheit eingekehrt sein. Optimisten und Skeptiker geben sich derzeit die Klinke in die Hand. Nachdem die Fed ihre klare Linie signalisiert hat, dürfte wieder der nüchterne Blick auf die Konjunkturdaten zählen. Zugleich sorgt der Rückgang des Ölpreises wie ein Stoßdämpfer für die Märkte. Im Fokus der vergangenen Handelstage stand erwartungsgemäß insbesondere die US-Notenbanksitzung, welche erstmals seit 2023 wieder an den Zinsschrauben nach oben drehte.
DAX

ZEW-Index kann Erwartungen nicht erfüllen – US-Einzelhandelsumsätze stärker als gedacht
Der am Dienstag veröffentlichte ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen lag mit 34,7 Punkten deutlich unter den im Vorfeld getätigten Erwartungen (37 Punkte), nach 34,2 Zählern im August.
Wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorging, legten die US-Einzelhandelsumsätze im August gegenüber dem Juli um 1,2 Prozent zu und damit stärker als erwartet (0,8 Prozent), nachdem diese im Vergleichsmonat noch um 0,5 Prozent zurückgingen. Besagte Entwicklung könnte auf eine gewisse Robustheit der US-Wirtschaft hindeuten. Anleger könnten in diesem Zusammenhang hoffen, dass die Volkswirtschaft Zinserhöhungen verkraften dürfte. Zu beachten gilt jedoch, dass ein Teil des Umsatzanstiegs von höheren Preisen, insbesondere von Benzin, resultiert.
Zinsband in den USA liegt nun bei 3,75 bis 4,00 Prozent – Weitere Zinserhöhung bis Ende 2026 denkbar
Wie erwartet hat der US-amerikanische Währungshüter am Mittwochabend an den Zinsschrauben in Höhe eines Viertelprozentpunkts nach oben geschraubt. Das Zinsband liegt damit bei einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. In ihrem Ausblick signalisierte die Fed zugleich, dass die Zinszügel bis Ende 2026 noch ein weiteres Mal angezogen werden könnten.

Deutsche Erzeugerpreise befeuern Inflationssorgen hierzulande
Bereits heute Morgen wurden die deutschen Erzeugerpreise publik, welche die Inflationssorgen nicht abreißen lassen dürften. So haben die deutschen Hersteller im August ihre Preise so stark erhöht wie seit über drei Jahren nicht mehr. Diese legten im Mittel gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
In der neuen Handelswoche dürfte insbesondere ein geplantes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Staatspräsident Xi Jinping im Fokus stehen. Als eines der zentralen Gesprächsthemen dürften Handelsfragen fungieren.
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