Nach dem geldpolitischen Event der US-Notenbank zeigen sich Anleger zunächst erleichtert. Der jüngste Zinsschritt seitens der Fed wird als Signal für geldpolitische Klarheit und Verlässlichkeit aufgenommen. Für die Märkte ist dies der erhoffte Stabilitätsanker in einem unruhigen Fahrwasser. Die Anleger goutieren die klare Linie und geldpolitische Standfestigkeit.
DAX

US-Notenbank erhöht wie erwartet die Zinsen
Erstmals seit 2023 hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent nach oben geschraubt. „Die heutige Entscheidung war richtig, um den Auftrag des Kongresses zur Gewährleistung stabiler Preise zu erfüllen“, so Fed-Chef Kevin Warsh. „Zur Unabhängigkeit der Federal Reserve gehört auch, dass wir uns auf unser Fachgebiet konzentrieren.“
Anleger hatten mit besagten Zinsschritt jedoch im Vorfeld schon gerechnet. Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen bereits 53,1 Prozent der Marktteilnehmer mit einem weiteren Zinsschritt in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der Sitzung am 28 Oktober.
EU-Inflation im August bei 3,2 Prozent – Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und Fed-Rede im Blick
Die finalen Inflationsraten für die Eurozone lagen neusten Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat zufolge mit 3,2 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) im August bei 3,2 Prozent und damit etwas niedriger als erwartet (3,3 Prozent), nach 2,9 Prozent im Juli. Gegenüber dem Vormonat legte der Preisdruck allerdings um 0,4 Prozent zu und damit doppelt so stark wie im Vergleichsmonat (0,2 Prozent).
Am heutigen Donnerstag blicken Anleger zudem auf die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr).
Am Freitag werden hierzulande um 08:00 Uhr noch die deutschen Erzeugerpreise erwartet (08:00 Uhr), welche geldpolitische Impulse senden könnten.
Eine Rede durch Fed-Vertreterin Michelle Bowman dürfte um 15:30 Uhr möglicherweise geldpolitische Impulse senden.



