Der S&P 500 könnte auch zur Wochenmitte weiter unter Druck stehen. Im Blickpunkt stehen abermals die geopolitischen Risiken im Nahen Osten als auch die geldpolitischen Entwicklungen jenseits des Atlantiks. Neben den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten dürften sich die Blicke auch auf die Publikation des Konjunkturberichts der US-Notenbank richten, welcher für 20:00 Uhr erwartet wird.
S&P 500

Iran-Krieg: Iran und USA bekämpfen sich weiter – Geopolitische Risiken nehmen wieder an Fahrt auf
Eigenen Angaben zufolge hat das US-Militär in der Nacht sogenannte Luftabwehrstellungen und Radarsysteme als auch Gerät zum Verlegen von Seeminen attackiert. Die iranische Seite reagierte wiederum mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain, welche mit den USA verbündet sind. Der Iran-Krieg bleibt somit nach wie vor alles andere als beigelegt. Die jüngsten Entwicklungen zeigen vielmehr, dass Investoren die zuletzt schwelenden Risiken nicht aus den Augen verlieren sollten.
Zugleich dürften sich Anleger weiterhin über den Renditeanstieg am US-Anleihemarkt sorgen und dass trotz der jüngsten Intervention durch US-Finanzminister Scott Bessent und den damit einhergehenden Versuch, die Märkte zu beruhigen. Die wieder hochgekochten Spannungen im Nahen Osten haben die Ölpreise befeuert und damit auch die Inflationssorgen forciert.
30-year US Treasury bonds

Oil price (West Texas Intermediate)

ADP-Beschäftigungsdaten könnten ersten Appetizer auf US-Arbeitsmarktdaten abgeben
Im Blickpunkt der Anleger stehen heute die sogenannten ADP-Beschäftigungsdaten (14:15 Uhr), welche die Entwicklung der Beschäftigenzahlen im US-Privatsektor wiedergeben. Ökonomen erwarten, dass im August insgesamt 47.000 neue Jobs geschaffen wurden und damit etwas mehr als im Vormonat (44.000).
Die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) stehen folgerichtig am Freitag um 14:30 Uhr auf der Agenda. In diesem Fall wird mit 58.000 neuen Jobs außerhalb der US-Landwirtschaft gerechnet, nachdem im Vormonat ein Minus von 23.000 Einheiten ausgewiesen wurde. Die Arbeitslosenquote dürfte Schätzungen zufolge bei 4,1 Prozent und damit unverändert gegenüber dem Vormonat notieren.
Spannend dürfte zugleich auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sein. Gegenüber dem Vormonat wird in diesem Fall mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet (zuvor: 0,1 Prozent), was nicht zuletzt auch die Inflationsdynamik befeuern und damit die Zinssorgen forcieren könnte.
„Fed-Watch-Tool“: 70,2 Prozent der Marktteilnehmer rechnen mit Zinserhöhung auf September-Sitzung
Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen mittlerweile 70,2 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts und nur noch 29,8 Prozent mit einer Zinspause. Vor einer Woche hatten noch insgesamt 63,4 Prozent mit einer weiteren Zinspause auf der Sitzung am 16. September gerechnet.



