Der Ölpreis dürfte das Damoklesschwert für die Märkte bleiben. Zwischen geopolitischen Risiken, sorgenvollen Blicken auf die Anleihemärkte und zunehmenden KI-Warnungen versuchten Anleger in den vergangenen Tage wieder die Spur zu finden. Solange der Energiemarkt den Takt vorgibt, bleibt dem Börsenbarometer wenig Spielraum für einen eigenen Rhythmus. Für Investoren steht am Ende der Handelswoche die bedrückende Erkenntnis im Raum, dass der Markt nach wie vor am Tropf des Ölpreises hängt. Nun hoffen Anleger jedoch wieder auf eine diplomatische Lösung zwischen dem Iran und den USA.
DAX

Anleger setzen erneut ein mögliches Ende des Nahostkonflikts
Medienberichten zufolge soll der Iran den USA nun einen neuen Plan vorgelegt haben, der die Straße von Hormus innerhalb weniger Tage wieder öffnen könnte. Der Konflikt zwischen beiden Kriegsparteien ist nach wie vor nicht gelöst. In der Vergangenheit hatte es bereits immer wieder Hoffnungen auf eine Lösung gegeben, welche sich bis heute jedoch nicht final bewahrheitet haben.
Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks liefern gemischte Signale
Am Mittwoch sorgten vorläufige Zahlen zu den Einkaufsmanagern (S&P Global) für Impulse. Die Indizes für Dienstleistungen als auch verarbeitendes Gewerbe hierzulande waren mit 49,70 Punkten bzw. 54,30 Zählern unter den jeweiligen Erwartungen geblieben (50,00 bzw. 54,50 Punkte).
In den USA konnten sich beide Bereiche besser entwickeln als gedacht.
ifo-index zieht das fünfte Mal in Serie an
Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im September auf 89,9 Punkte, nach 88,8 Einheiten im August und somit das fünfte Mal in Serie gestiegen, wie das in München ansässige ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Monatlich werden rund 9.000 verschiedene Führungskräfte befragt. Von Reuters befragte Fachleute hatten im Vorfeld mit 89,0 Punkten gerechnet.
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrem jüngsten Gutachten damit, dass das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland in diesem Jahr um 1,3 Prozent zulegen wird.
Dow Jones Industrial Average Index

GfK: Stimmung der Verbraucher erhält deutlichen Dämpfer – US-Daten runden Handelswoche ab
Die Stimmung der Verbraucher (GfK-Konsumklima) hat hierzulande im September einen deutlichen Dämpfer einstecken müssen. So sackte das Konsumklima den Einschätzungen zufolge für Oktober um 3,8 Punkte auf -30,6 Zähler ab, während der Vormonat (revidiert) bei -26,8 Punkten liegt. Zurückzuführen sei der Rückgang auf die ansteigende Sparneigung nebst einer gesenkten Erwartung an das Einkommen, hieß es.
Zum Wochenabschluss warten auf Anleger noch die Auftragseingänge für langlebige Güter (14:30 Uhr), welche konjunkturelle Impulse und damit auch geldpolitische Signale senden könnten.
Oil price (West Texas Intermediate)





