Der Bitcoin kann sich am Dienstag zwischenzeitlich über der Marke von 84.000 Dollar behaupten. Das jüngste Hin und Her dürfte nicht zuletzt auch als klassischer Faktencheck und damit als gewisse Ruhe vor dem Sturm verstanden werden. Womöglich haben Schnäppchenjäger den jüngsten Kursrückgang zum Einstieg in den Markt erachtet. Eine überzeugende Gegenbewegung sieht nach wie vor anders aus. Im Fokus stehen nun neue US-Preisdaten.
Bitcoin chart on monthly basis

Ökonomen erwarten eine September-Teuerung in Höhe von 3,6 Prozent – Zinssorgen könnten wieder an Fahrt aufnehmen
Im Blick stehen folgerichtig nun die US-Inflationsdaten am Mittwoch (14:30 Uhr), welche womöglich als Highlight der laufenden Handelswoche fungieren dürften. Auch Anleger am Kryptomarkt dürften auf besagte Daten reagieren, zumal die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in Bezug auf die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik mit Argusaugen auf die Inflationsentwicklung blicken.
Möglicherweise könnte die Teuerung im September gegenüber dem Vorjahresmonat neuesten Schätzungen zufolge nun um 3,6 Prozent angestiegen sein und damit deutlich stärker als im August (3,4 Prozent). Gegenüber dem Vormonat wird mit einem Plus in Höhe von 0,6 Prozent nach zuvor 0,4 Prozent gerechnet.
US-Erzeugerpreise dürften am Donnerstag geldpolitische Impulse geben
Auch die Entwicklung der US-Erzeugerpreise sollten Investoren im Auge behalten, welche für Donnerstag erwartet werden (14:30 Uhr).
Sollte die Inflationsentwicklung insgesamt stärker an Dynamik hinzugewonnen haben als gedacht, könnte dies der US-Notenbank tendenziell Argumente an die Hand geben, um das Leitzinsniveau weiter zu erhöhen. Die Aussicht auf weiter steigende Kapitalmarktzinsen dürfte wiederum die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosen Anlagen erhöhen, was zulasten von Bitcoin gehen kann.
Auch die sogenannten „US-Midterms“ in den USA könnten schon bald ihre Schatten vorauswerfen. Am 03. November sollen Teile des US-Kongresses neu gewählt werden. Anleger dürften weiterhin auf die Umsetzung kryptofreundlicher Maßnahmen durch US-Präsident Donald Trump hoffen.




