Anleger suchen derzeit ihre Balance zwischen geopolitischen Risiken, der Sorge vor zu hohen Erwartungen an die KI-Branche und dem anstehenden Zahlenreigen an der Wall Street. Der deutsche Leitindex bleibt in einem Spannungsfeld aus Vorsicht und Optimismus gefangen. Anleger stehen mit einem Fuß auf der KI-Bremse und mit dem anderen auf dem Gaspedal der Hoffnungen einer überzeugenden US-Berichtssaison.
DAX

US-Inflation am Mittwoch im Blick – Ökonomen erwarten Teuerungsrate von 3,7 Prozent
Im Mittelpunkt des Handelsgeschehens dürften zur Wochenmitte insbesondere die US-Inflationsdaten stehen (14:30 Uhr). Aktuellen Schätzungen zufolge erwarten Ökonomen eine September-Teuerungsrate in Höhe von 3,7 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat), nach zuletzt 3,4 Prozent im August.
Für die Kernrate der Inflation, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, könnte es im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent auf 2,5 Prozent nach oben gegangen sein.
US-Notenbank könnte auf Oktober-Sitzung ihre Füße stillhalten
Die Inflationsentwicklung dürfte nicht zuletzt einen wichtigen Einfluss auf die US-Geldpolitik haben. In 15 Tagen kommt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zusammen, um über das zukünftige Leitzinsniveau zu entscheiden. 80,6 Prozent der Marktteilnehmer rechnen derzeit mit einer Zinspause und 19,4 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
US-Erzeugerpreise dürften Inflationssignale senden – Rede durch Kevin Warsh im Blick
Am Donnerstag dürften insbesondere die US-Erzeugerpreise als auch die US-amerikanischen Einzelhandelsumsätze wichtige Impulse abgeben (14:30 Uhr).
Eine Rede durch Fed-Chef Kevin Warsh rückt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in den Blickpunkt (05:30 Uhr).
US-Berichtssaison könnte immer wieder für Impulse sorgen
Am heutigen Dienstag legen Citigroup (ISIN: US1729674242), Goldman Sachs (ISIN: US38141G1040), Johnson & Johnson (ISIN: US47816011046, JP Morgan (ISIN: US46625H1005), UnitedHealth (US91324P1021) und Wells Fargo (ISIN: US9497461015) die Ergebnisse ihres abgelaufenen Geschäftsquartals vor.
Am Mittwoch dürften die Zahlen von Bank of America (ISIN: US0605051046), BlackRock (ISIN: US09290D1019) und Morgan Stanley (ISIN: US6174464486) für Bewegung sorgen.




