Das Glas ist derzeit weder halb voll noch halb leer. Anleger bleiben hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf Diplomatie im Iran-Krieg und der Sorge vor einer nicht enden wollenden Hängepartie. Flankiert werden die geopolitischen Risiken von hohen Ölpreisnotierungen und rekordträchtigen Anleiherenditen.
Auch wenn Investoren am deutschen Aktienmarkt derzeit ein Stück weit ihre eigene Suppe kochen, sollte dies nicht über schwelende Risikofaktoren geo- und geldpolitischer Natur hinwegtäuschen.
Im Fokus der Anleger stehen in dieser Woche neben neuen Inflationsdaten für die Bundesrepublik Deutschland insbesondere neue Jobdaten aus den USA. Zudem melden sich einige Fed-Vertreter zu Wort, welche für geldpolitische Impulse sorgen könnten.
DAX

Erste Hinweise über US-Arbeitsmarkt durch „JOLTs“ und ADP-Daten denkbar – Fed-Vertreter im Fokus
Am heutigen Dienstag könnten die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey) für wichtige Impulse sorgen (16:00 Uhr) und damit für einen ersten Vorgeschmack auf die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten.
Zugleich werden Alberto Musalem (St. Louis/13:30 Uhr), Michelle Bowman (17:00 Uhr), Gouverneur Michael Barr (18:40 Uhr), Austan Goolsbee (Chicago/19:00 Uhr), John Williams (20:00 Uhr) als auch Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller (21:00 Uhr) erwartet.
Vorläufige Inflationsraten für die deutsche Seite werden am Mittwoch um 14:00 Uhr erwartet. Ökonomen rechnen mit einer Teuerungsrate für den Monat September in Höhe von 3,2 Prozent, nach 2,9 Prozent im August (im Vergleich zum Vorjahresmonat).
Zugleich sollten auch die ADP-Beschäftigungsdaten beachtet werden, welche wie die „JOLTs“ erste Hinweise in Bezug auf den US-Jobmarkt abgeben könnten.
Preisdaten und BIP für die USA am Mittwoch im Blick
Um 14:30 Uhr steht folgerichtig die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben in den USA auf der Agenda. In diesem Fall wird mit einem Anstieg gegenüber dem Vormonat in Höhe von 0,3 Prozent gerechnet (zuvor: 0,2 Prozent).
Die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten sollte ebenfalls beachtet werden. Fachleute erwarten einen Anstieg gegenüber dem Vorquartal in Summe von 1,5 Prozent und damit eine deutliche Abschwächung vs. dem Vergleichszeitraum (2,1 Prozent).
Am Donnerstag dürfte der ISM-Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe wichtige Impulse senden (16:00 Uhr).
EU-Inflationsdaten und US-Jobdaten am Freitag im Fokus
Der Freitag bringt am Vormittag (11:00 Uhr) zunächst vorläufige Inflationszahlen für die Eurozone hervor. Erwartet wird eine Teuerungsrate in Höhe von 3,6 Prozent im September gegenüber dem Vorjahresmonat (zuvor: 3,2 Prozent).
Als Wochenhöhepunkt dürften die US-Jobdaten um 14:30 Uhr fungieren. Ökonomen rechnen mit einem Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Summe von 84.000 Einheiten, nach 162.000 neuen Jobs im August.
Zudem wird eine Arbeitslosenquote in Höhe von 4,1 Prozent erwartet.
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US-Staatsanleihen (10 Jahre)





