Nach Veröffentlichung neuer US-Preisdaten suchen Anleger an der US-Technologiebörse Nasdaq wieder das Risiko. Anleger hoffen, dass der geldpolitische Gegenwind jenseits des Atlantiks in Zukunft doch nicht so stark ausfällt.
Zugleich sind sich Investoren noch nicht ganz einig, wie die jüngsten Aussagen Trumps in Bezug auf die KI-Branche einzuordnen sind. Die Hoffnung, dass die regulatorischen Daumenschrauben im KI-Sektor am Ende des Tages womöglich doch nicht so stark angezogen werden wie befürchtet, könnte als zweischneidiges Schwert fungieren. Auf der einen Seite könnten Investitionen und Innovationen beflügelt werden. Andererseits wächst die Gefahr, dass die Risiken und Nebenwirkungen der Künstlichen Intelligenz womöglich als Bumerang fungieren.
Nasdaq 100 
Trump will bei Künstlicher Intelligenz auf Selbstkontrolle setzen
Für Rückenwind dürfte die auch die Nachricht gesorgt haben, dass US-Präsident Donald Trump auf eine gesetzliche Regulierung der KI-Branche nach wie vor verzichten will und sich KI-Unternehmen freiwillig selbst kontrollieren sollen.
Laut Trump würden sich die Unternehmen selber kontrollieren, hieß es nach einem Treffen mit Vertretern großer Tech-Unternehmen in Washington. So würde eine Selbstregulierung der KI-Branche ausreichen, hieß es weiter.
US-Preisdaten schwächer als erwartet – Geldpolitische Sorgen lassen etwas nach
Die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben ist mit 0,2 Prozent weniger stark ausgefallen (im Vergleich zum Vormonat) als gedacht (0,3 Prozent), nach zuletzt 0,1 Prozent. In diesem Zusammenhang könnten die Zinssorgen etwas an Dynamik verloren haben. Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen tatsächlich derzeit 65,1 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause auf der kommenden Sitzung am 28. Oktober und 34,9 Prozent mit einer Zinspause. Vor einem Tag hatte noch rund die Hälfte mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts gerechnet.
Am Freitag stehen folgerichtig die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) auf der Agenda (14:30 Uhr). Ökonomen rechnen neuesten Daten zufolge mit einem Stellenaufbau in Höhe von 90.000 Einheiten (zuvor: 162.000 neue Stellen). Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,1 Prozent verweilen.




