Spätestens mit der teilweisen Legalisierung in Deutschland sind die Aktien von Cannabisunternehmen auf das Radar vieler Investoren gewandert. Die noch junge Branche ist überwiegend in Nordamerika beheimatet und verzeichnet massives Wachstum, doch der Markt ist hart umkämpft.
Wir erklären im folgenden Beitrag, wie Sie dieses interessante, aber auch riskante Umfeld verstehen und für sich nutzen können und stellen einige wichtige Player des Cannabisgewerbes vor. Zudem werfen wir einen Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und mögliche Alternativen zu den Aktien.
The most important in a nutshell
- Produktion, Vermarktung und Verkauf von Cannabisprodukten ist eine noch junge Branche mit erheblichem Gewinnpotenzial
- Das starke Wachstum der beteiligten Unternehmen hängt unter anderem von der rechtlichen Entwicklung rund um die Welt ab
- Wertpapiere der Firmen sind oft hochvolatil, versprechen aber auch hohe Renditen
- Neben verschiedenen Aktien stehen auch ETFs und sogar REITs zur Verfügung
Boommarkt Cannabis
Cannabis gilt, nach Alkohol und Nikotin, als beliebteste Droge der Welt. Konsumenten schätzen die Hanfpflanze unter anderem aufgrund ihrer beruhigenden, schmerzlindernden und stimmungsverändernden Wirkung. Gleichzeitig kann es durch den Konsum jedoch zu kognitiven Einschränkungen kommen.
Besonders bei jungen Menschen sind die Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung durchaus erheblich, sodass stets zwischen Gefahren und Nutzen abzuwägen ist. Unter anderem deshalb ist der Anbau, Handel und die private Verwendung in den meisten Ländern der Welt weiterhin illegal.
Obwohl der Markt durch den rechtlichen Status der Droge eingeschränkt ist, zeigt er enormes Wachstum: laut Prognosen dürfte der weltweite Umsatz in 2024 bei rund 61 Milliarden USD liegen. Bis 2028 soll er bereits auf über 100 Milliarden USD anwachsen.
Es ist kaum überraschend, dass zahlreiche Investoren über Cannabis Aktien an diesem Boom teilhaben möchten. Doch die noch junge Branche ist kein leichtes Umfeld für Investments: Die Volatilität der Aktien ist hoch und eine Pleite ebenso wahrscheinlich wie die Entwicklung zum Tenbagger.
Aktuell dominieren nordamerikanische Unternehmen. In Kanada und den USA genießt Marihuana nicht nur eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz, sondern ist auch teilweise oder völlig legal. Auf dem schnell wachsenden europäischen und internationalen Markt sind diese Firmen ebenfalls sehr erfolgreich.

Wertpapiere aus der Cannabisindustrie bieten spannende Vor- und Nachteile
Der Cannabismarkt umfasst dabei weit mehr als nur die psychoaktiven Bestandteile der Hanfpflanze, die rund um die Welt geraucht werden:
- TBC-Öle sollen schmerzlindernde und beruhigende Effekte, ohne die psychoaktive Komponente, haben.
- In einem breiten Sortiment von Kosmetikprodukten kommt die Pflanze aufgrund ihrer positiven Eigenschaften ebenfalls zum Einsatz
- Cannabishaltige Süßigkeiten wie Gummibärchen oder Kekse stehen als Alternative zum Rauchen zur Verfügung und erfreuen sich großer Beliebtheit.
- Durch das Vapen in verschiedenen E-Zigaretten und anderen Geräten ist ein Konsum ebenfalls möglich.
- Marijuana-Extrakte (“Hash Öl”, “Wax” etc.) und Tinkturen bieten hohe Konzentrationen und kommen für unterschiedliche Anwendungen infrage.
- Sogar in Form von Limonade kann man Marijuana heute verzehren.
Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung im medizinischen Bereich. Cannabis und cannabishaltige Medikamente spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von chronischen Schmerzen, Epilepsie oder zur Linderung der Effekte einer Chemotherapie.

Rechtlicher Status rund um die Welt
Lohnen sich Cannabis Unternehmen und können sie langfristig Growth Aktien, dividendenstarke Aktien und andere “Klassiker” überbieten? Diese grundlegende Frage hängt fast vollständig von der rechtlichen Entwicklung rund um die Welt ab!
Aktuell stehen die Zeichen auf Wachstum: Der Einsatz zu medizinischen Zwecken ist bereits in der Mehrzahl der wichtigsten Industrienationen legal, jedoch meist streng reglementiert. Privater Konsum ist hingegen noch weniger verbreitet. Doch auch hier lockert sich die Gesetzgebung in immer mehr Ländern und erweitert den Absatzmarkt.
Je schneller diese Entwicklung vonstattengeht, desto attraktiver dürften auch die Ergebnisse der Cannabis Unternehmen ausfallen. Sollte es hingegen zu Rückschritten bei der Legalisierung kommen (wie zuletzt in Thailand), dürften auch Aktien der Cannabisfirmen in Schwierigkeiten geraten.
Die Vereinten Nationen haben die Einstufung von Cannabis im Jahr 2020 in eine Klasse I Droge abgeändert. Diese Veränderung erlaubt es einzelnen Staaten, den Konsum nach Belieben zu legalisieren und hat viel zur Verbreitung beigetragen.
Die wichtigsten Märkte sehen aktuell (Stand Juni 2024) wie folgt aus:
- USA und Kanada: Marihuana ist in den USA auf Bundesebene als illegale Droge ohne medizinischen Nutzen eingestuft. Die entsprechenden Gesetze werden jedoch in Staaten, die sich für eine Legalisierung entscheiden, nicht angewendet. Derzeit sind Cannabisprodukte in 38 von 50 Staaten legal. Dieser Teil des Landes bildet damit den weltweit größten Markt, angeführt von Kalifornien und New York.
Kanada stellt, trotz einer überschaubaren Bevölkerung von 40 Millionen, den zweitgrößten Absatzmarkt dar. Das Land führte die Cannabislegalisierung bereits 2018 durch.
- Germany: In der Bundesrepublik ist Marihuana für medizinische Anwendungen seit 2017 legal. Seither haben mehr als 7 Millionen Bundesbürger dieses Angebot angenommen. Zum ersten April 2024 trat dann die Teillegalisierung in Kraft.
- Andere EU-Staaten: Der Trend geht in der Europäischen Union ganz eindeutig zur Entkriminalisierung oder gar Legalisierung! Insbesondere seit dem überragenden Erfolg der Entkriminalisierung aller Drogen in Portugal 2001 haben zahlreiche Staaten ihre Gesetze gelockert. Die EU ist damit auf dem Weg, sich zum größten Absatzmarkt der Welt zu entwickeln.
- Thailand: Als bisher einziger Staat hat sich Thailand entschieden, eine 2022 durchgeführte Entkriminalisierung rückgängig zu machen. Das Land erlebte einen enormen Boom der Cannabisindustrie, inklusive entsprechender Shops und Social Clubs. Durch einen Mangel an staatlicher Aufsicht geriet der wachsende Wirtschaftszweig außer Kontrolle. Cannabiskonsum ist heute erneut illegal, die Verwendung zu medizinischen Zwecken jedoch unter strenger Reglementierung möglich.
Das bedeutet die deutsche Teillegalisierung für den Cannabismarkt
Germany bildet durch seine große Bevölkerung einen hochinteressanten Absatzmarkt für Cannabisunternehmen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass zahlreiche Cannabis Aktien einen deutlichen Sprung am 23. Februar 2024, dem Tag, an dem die Teillegalisierung beschlossen wurde, verzeichneten.
Die Symbolwirkung verstärkt sich durch die Tatsache, dass die Bundesrepublik für ihre restriktive und sehr konservative Drogenpolitik bekannt war. Man erwartet ein schnelles Wachstum der Cannabisindustrie und -Wirtschaft.
Entgegen der Hoffnungen vieler Befürworter dürfte lokale Produktion jedoch eher die Ausnahme bleiben: Wie in anderen Staaten zuvor wird wohl auch Deutschland vor allem ein weiteres Tätigkeitsfeld für Firmen aus den USA und Kanada be
Diese Unternehmen verfügen bereits über die nötige Infrastruktur und Erfahrung in der Erschließung neuer Märkte. Aufgrund ihrer Größe (teilweise mehrere Milliarden USD Marktkapitalisierung) sind sie in der idealen Position, auch den deutschen Markt unter sich aufzuteilen. Für die bekannten Cannabis Aktien dürfte die Teillegalisierung also weiteres Wachstum bedeuten.
Marktanalyse
Um das Potenzial der Cannabis Aktien erfassen zu können, ist ein Blick auf die Entwicklung der Nachfrage und des rechtlichen Status der Droge unverzichtbar. Dabei fällt Nordamerika als am weitesten entwickelter Markt eine für Investoren besonders interessante Rolle zu. Die dortigen Entwicklungen wirken sich zum eine direkt auf andere Länder aus. Außerdem lassen sich historische Vorgänge in vielen Fällen gut übertragen.
Aktuelle Prognosen sagen dem US-Markt ein Wachstum von rund 14 Prozent jährlich voraus - und das, obwohl man Nordamerika gemeinhin eine bereits sehr hohe Sättigung unterstellt! Tatsächlich dürften diese Zugewinne weniger durch den “klassischen Konsum” entstehen.

Pharmazeutische und kosmetische Anwendungen sowie Cannabisalternativen wie CBD-Öle sind die wichtigsten Treiber für den Absatzmarkt und die Cannabis Aktien. Positiv wirkt sich auch der generelle Trend zu natürlichen und nachhaltigen Produkten in allen Lebensbereichen aus - Cannabis erfüllt beide Kriterien.
Im medizinischen Sektor finden sich immer neue Einsatzfelder, angetrieben durch eine umfangreiche und sehr gut finanzierte Forschungsindustrie. Marihuana spielt zum Beispiel bei der Schmerzlinderung und der Behandlung Chemotherapie-Nebeneffekten eine wichtige Rolle. Cannabishaltige Medikamente sind zudem zur Behandlung von Epilepsie und weiterer Erkrankungen zugelassen.
International zeichnet sich der Markt durch ein noch größeres Wachstumspotenzial aus. Die Teillegalisierung in Deutschland hat ein riesiges Geschäftsfeld zugänglich gemacht und dürfte in den nächsten Jahren für zusätzliche Umsätze bei den Cannabis Aktien sorgen.
Weitere Nationen und ganze Regionen könnten in Zukunft folgen. So ist Marihuana in Asien und dem Mittleren Osten weiterhin überwiegend kriminalisiert. Hier könnte eine Öffnung für Milliarden neuer Konsumenten sorgen. Das Potenzial der Cannabis Aktien und des Marktes ist also kaum zu überschätzen.
Am Beispiel Thailands zeigt sich jedoch, dass es bei der Umsetzung durchaus Fallstricke zu beachten gibt: Als erstes südostasiatisches Land legalisierte man 2022 Cannabisproduktion und -Konsum. Grund waren vor allem wirtschaftliche Interessen. Durch mangelnde Überwachung kam es jedoch zu einem unkontrollierten Wachstum der neuen Industrie.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung sank rapide und eine Rückkehr zur Kriminalisierung erfolgte. Dieser Vorgang demonstriert sehr gut, dass die Droge nach wie vor mit einem Stigma belegt ist und, wenn eine unreglementierte Einführung erfolgt, für ernsthafte Probleme sorgen kann.
Marihuana-Politik erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl - Rückschläge sind daher jederzeit möglich und könnten sich, vor allem Kurz- und Mittelfristig, auch auf die Cannabis Aktien auswirken.
Welche Cannabis Aktien könnten sich lohnen?
Das enorme Potenzial des Cannabismarktes stellt kaum ein Experte infrage. Die Auswahl der passenden Cannabis Aktien, um davon zu profitieren, ist hingegen ein deutlich komplexeres Unterfangen! Der Markt zeichnet sich durch erhebliche Schwankungen aus, was Investments potenziell lohnend, aber auch gefährlich macht. Die Wertpapiere sind dadurch zum Beispiel für das Day trading with shares gut geeignet.
Mehrere Finanzaufsichtsbehörden haben zudem Warnungen herausgegeben, vor Cannabisinvestments die Legitimität der Angebote zu prüfen. Vor allem außerbörslich gibt es viele unseriöse Machenschaften, die oft auf junge Anleger abzielen.
Bei börsengehandelten Cannabisunternehmen ist ebenfalls eine gesunde Vorsicht geboten: Die Firmen setzen häufig auf maximales Wachstum, um später rentabel zu agieren. Dieser ambitionierte Plan geht für viele Unternehmen nicht auf, wodurch Aktienkurse massiv einbrechen oder die Insolvenz drohen kann.
Eine eigene Subkultur von Anlegern hat sich entwickelt, die ausschließlich auf Cannabis Aktien setzen. Sie diskutieren in dedizierten Foren ausgiebig über Vor- und Nachteile einzelner Wertpapiere, Prognosen etc. Die meist erheblichen Risiken tragen für Sie zur Attraktivität solcher Titel bei.
Wer nicht derart tief in die Materie einsteigen möchte, kann dennoch am lukrativen Boom teilhaben. Hier sind vor allem etablierte Player von Interesse, da diese bei der Öffnung neuer Märkte (wie aktuell Deutschland) naturgemäß den Löwenanteil für sich vereinnahmen können. Sie bilden die sichersten Investments dieser äußerst volatilen, jungen Branche.
Wir möchten Ihnen im Folgenden die Cannabis Aktien mit der größten Marktkapitalisierung vorstellen. Im Anschluss gehen wir auf einige eher ungewöhnliche und aus anderen Gründen interessante Titel ein.
Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nicht um eine Anlageberatung handelt - wir empfehlen weder den Kauf dieser Wertpapiere, noch raten wir davon ab. Die Liste dient lediglich zur Übersicht der Unternehmen der Branche und spiegelt das Interesse anderer Anleger wider.
Curaleaf (CURLF)
Das US-Unternehmen Curaleaf ist die größte Cannabis Aktie nach Marktkapitalisierung: knapp 3,5 Milliarden USD bringt man auf die Waage. Tätigkeitsfeld ist primär der US-Markt, aber kürzlich erfolgte Zukäufe in Polen und Kanada sollen auch in anderen Regionen für Wachstum sorgen.
In den USA hat man sich zuletzt aus den Staaten Kalifornien, Colorado und Oregon zurückgezogen, um Kosten einzusparen - ein Schritt, den die Börsen mit erheblichen Kurseinbrüchen quittierten. Seither gelang jedoch eine Erholung. Mit dem explosionsartigen Wachstum (und anschließendem Rückgang) während der COVID-Pandemie können diese jüngsten Erfolge jedoch nicht mithalten.
Curaleaf zeigte das typische, starke Wachstum der Cannabis Aktien während der Pandemie. Diesen Höhenflug konnte man jedoch nicht halten.
Green Thumb Industries (GTII.CN)
Auch das mit 3,65 Milliarden USD zweitgrößte Cannabisunternehmen kommt aus den USA. Green Thumb’s 4.500 Mitarbeiter sind mit der Produktion und Vermarktung von Cannabisprodukten in den Vereinigten Staaten beschäftigt.
Die Cannabis Aktie verzeichnete 2009 einen unglaublichen Kursanstieg: Der Preis eines Wertpapiers stieg kurzzeitig auf über 7.000 USD! Seither hat das Unternehmen 99,9 Prozent seines Wertes eingebüßt, konnte aber eine Insolvenz vermeiden und zeigt bereits seit längerem wieder stabile Kurse.

Trulieve Cannabis (TRUL.CN)
Trulieve sticht durch eine lange Unternehmensgeschichte (Gründung: 1990) unter den Cannabis Aktien hervor. Der Fokus liegt besonders auf der medizinischen Anwendung. Mit diesem Schwerpunkt hat man es zu einer Marktkapitalisierung von rund 2,6 Milliarden USD gebracht.
Wie in der Branche üblich zeigen die Kurse von Trulieve eine ausgeprägte Spitze während der COVID-Pandemie.
Tilray (TLRY)
Tilray ist das erste Unternehmen in unserer Liste, das nicht aus den USA stammt. Die Kanadier können eine Marktkapitalisierung von 1,55 Milliarden USD aufweisen. Geschäftsfeld ist der medizinische Sektor, wobei kürzliche Zukäufe einen verstärkten Fokus auf private Konsumenten zeigen.
Die ausgeprägte Spitze während der Pandemie gehört für Cannabis Aktien zum Standard.
Auch in Kanada ging es nach dem enormen Wachstum während der Pandemie steil bergab. Die Talsohle scheint jedoch aktuell überwunden zu sein und weitere Zugewinne denkbar.
Innovative Industrial (IIPR)
Mit Innovative Industrial steht Anlegern ein REIT zur Verfügung, der sich auf die Cannabisindustrie spezialisiert hat. Bei den Real Estate Investment Trusts handelt es sich um eine besondere Form von Unternehmen, die extreme Steuervorteile genießen, im Gegenzug aber auch nahezu ihre gesamten Gewinne an die Investoren ausschütten müssen.
Innovative Industrial verpachtet Lagerhäuser, Gewächshäuser und andere Infrastruktur an Cannabisproduzenten. Im kleineren Umfang besitzt man auch Ladenflächen für Shops sowie Versandzentren, die ebenfalls verpachtet werden. Mit einer Marktkapitalisierung von rund drei Milliarden USD zählt man zudem zu den größten Firmen der Branche.
Der “Cannabis REIT” vereint dabei interessante Vorzüge: Real Estate Investment Trusts zählen zu den Aktien mit hoher Dividende - in diesem Fall aktuell 6,66 Prozent. Gleichzeitig setzt man hier nicht direkt auf ein einzelnes Cannabisunternehmen, sondern die Industrie als ganzes: Sollte ein Produzent insolvent werden, würde ein neuer Marktteilnehmer sicherlich die gemieteten Flächen übernehmen.
In der Praxis hat sich dieser Plan leider (noch?) nicht bewährt. Die Kurse der letzten Jahre bilden eine wilde Achterbahnfahrt. Während der COVID-Pandemie ging es, wie auch bei den “normalen” Cannabis Aktien, steil bergauf. Dieses Momentum konnte der vorliegende REIT jedoch nicht halten.
Auch IIPR folgte der starken Aufwärts- und anschließenden Abwärtsbewegung der Cannabis Aktien während der Pandemie.
Cannabis-ETFs
Für Anleger, die breit gestreut in die Cannabisindustrie investieren möchten, steht eine Reihe von ETFs zur Verfügung. Sie setzen sich aus Anteilen an verschiedenen Unternehmen der Branche zusammen. Welche Firmen ihren Weg in einen Exchange Traded Fund finden und welchen Anteil sie dort ausmachen, hängt davon ab, welcher Index nachgebildet wird.
The Cannabis-ETF mit dem größten Volumen ist der Pure US Cannabis ETF (MSOS) von AdvisorShares: Er verwaltet Assets im Wert von mehr als einer Milliarde USD. Zahlreiche kleinere Funds stehen ebenfalls zur Verfügung.
Es ist kaum überraschend, dass auch ein ETF, der Cannabis Aktien abbildet, den gleichen Höhepunkt während der Pandemie zeigte.
Doch Vorsicht: Bei einem zu geringen Volumen kann einem solchen Fund die Schließung drohen, da das Angebot für den Betreiber nicht rentabel ist. In diesem Fall kann es zu Verlusten kommen, wenn der Kurs zum Zeitpunkt der Auflösung ungünstig steht.
Darauf sollen Sie achten!
Wertpapiere aus dem Cannabisbereich können ein riskantes Investment mit hohen Gewinnchancen bilden. Leider ist das Investment nicht immer ganz einfach! Nahezu die gesamte Branche ist in den USA und Kanada angesiedelt und somit für europäische Anleger nur schwer zugänglich.
Die Heimatbörsen der Unternehmen sind bei den meisten Brokern nicht verfügbar: Handelsplätze beschränken sich meist nur auf eine Handvoll europäischer und US-Börsen. Die Cannabiswertpapiere auf diese Weise zu erwerben, ist mit einigen Nachteilen verbunden!
Insbesondere das geringere Handelsvolumen hat dabei negative Effekte. So gehen etwa die Papiere eines kanadischen Cannabisunternehmens an einer Börse in Deutschland deutlich seltener über die digitale Theke, als an der kanadischen Heimatbörse der Firma. Die Folge kann ein deutlich höherer Spread (Differenz zwischen Ein- und Verkaufspreisen) sein.
Also the Ausführung kann, vor allem bei großen Orders, länger dauern. Eine geringfügig längere Wartezeit ist für die meisten Investoren kein Problem, da eine Sekunde mehr oder weniger kaum einen Unterschied macht. Bei besonders schnellen Handelsformen, wie etwa dem Scalping, ist diese Differenz jedoch enorm von Bedeutung!
Marihuana-ETFs lassen sich ebenfalls nicht bei allen Brokern erwerben: Die Anbieter führen in der Regel nur eine sehr begrenzte Auswahl an Herausgebern. Ist Ihr gewünschter Fund nicht in diesem Sortiment enthalten, bleibt Ihnen der Einkauf verwehrt.
Die gute Nachricht lautet: Sie können jederzeit ein neues Open an account, um die Anzahl an verfügbaren Titeln zu erweitern. Bei CapTrader dauert der Anmeldevorgang nur wenige Minuten und wird von einem preisgekrönten Kundenservice unterstützt. Da es keine Depotführungsgebühr gibt, ist diese “Erweiterung” für Sie de facto kostenlos.
Im Anschluss erhalten Sie Zugang zu über 1,2 Millionen zusätzlichen Wertpapieren und mehr als 80 Aktien-Handelsplätzen - das macht den Handel mit Cannabis Aktien denkbar einfach und ökonomisch!
CapTrader can do that:
Mit CapTrader erhalten Sie direkten Zugang zu 1,2 Millionen Wertpapieren und den wichtigsten Handelsplätzen der Welt. Ein Investment in Cannabistitel aus den USA oder Kanada ist damit einfach und günstig möglich.
Fazit: Cannabis Aktien bieten hohe Volatilität und Risiken
Die medizinischen und entspannenden Effekte von Marihuana haben in den letzten Jahren zu einer stufenweisen Entkriminalisierung der Droge in vielen Staaten geführt. Durch die Legalisierung, insbesondere in den USA, ist ein gewaltiger Markt für die Cannabisproduktion, Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung und mehr entstanden.
Die Teillegalisierung in Deutschland, die zum 01. April 2024 in Kraft trat, ist ein weiterer, wichtiger Schritt auf diesem Weg. Sie gilt als wichtiger Wegweiser für die voranschreitende Legalisierung in Europa und der Welt.
Der Cannabisbranche wird ein gewaltiges Wachstum prognostiziert. Kein Wunder, dass viele private und institutionelle Anleger daran teilhaben wollen. Cannabis Aktien erfreuen sich dementsprechend großer Beliebtheit. Sie sind jedoch durchaus riskante Investments!
Die Gründe dafür umfassen nicht nur den rechtlichen Status der Droge (zuletzt hat mit Thailand ein Staat die Legalisierung aufgrund schlechter Erfahrungen rückgängig gemacht), sondern vor allem die junge und unberechenbare Branche itself.
Viele Cannabisunternehmen setzen auf schnelles Wachstum, um dem wachsenden Markt Anteile abzuringen und erst später Gewinne zu erzielen. Diese Wette geht in vielen Fällen nicht auf und stellt ein entsprechendes Risiko für Anleger dar. Im Erfolgsfalle wären jedoch erhebliche Zugewinne möglich - eine Chance, die viele risikofreudige Investoren nutzen.
Die Cannabiswertpapiere zeichnen sich meist durch eine hohe Volatilität und Risiken aus: Green Thumb Industries, das zweitgrößte Unternehmen der Branche, verlor in der Vergangenheit mehr als 99 seines Wertes an der Börse, bleibt aber weiterhin aktiv. Derartige Titel sind zum Beispiel für das Daytrading mit Aktien gut geeignet.
Leider ist der Zugang zu den Marihuana-Aktien oft schwierig: Fast alle Unternehmen stammen aus den USA oder Kanada. Der Kauf zum Beispiel über eine deutsche Börse ist mit Nachteilen in Sachen Verfügbarkeit und Spread verbunden. Ein Broker wie CapTrader, der Ihnen günstigen Zugang zu den Heimatbörsen der Firmen ermöglicht, ist daher unumgänglich.




